Das war ja zu erwarten: Nach diversen Vorankündigungen in den letzen Wochen hat das Bundeskabinett nun die Änderung der Bezugsfrist für das Kurzarbeitergeld beschlossen. Übersetzt heisst das: Für Kurzarbeit, die im Jahr 2010 begonnen wird, kann bis zu 18 Monate Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Dazu Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung: „Wir müssen davon ausgehen, dass es im nächsten Jahr noch keine Entwarnung am Arbeitsmarkt gibt. Deshalb bleibt auch im Jahr 2010 die Sicherung von Arbeitsplätzen eine Herausforderung.“

Ohne diesen Beschluss wären zu Beginn des nächsten Jahres die allgemeinen Regeln zur Kurzarbeit wieder in Kraft getreten, wonach die Bezugsdauer maximal sechs Monate betragen kann.

Die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ sieht die erneute Verlängerung kritisch und prophezeit unter dem Titel „Schrecken ohne Ende“, dass Kurzarbeit die falschen Signale sendet: „Sie schmälert die Bereitschaft der Arbeitnehmer, sich einen neuen Job zu suchen – und verhindert damit auch, das die Angestellten dahin wechseln, wo sie gebraucht werden. Kurzarbeit bremst somit den Strukturwandel und verringert den langfristigen Wachstumstrend.“

Sehr weitsichtig gedacht! Nur: Kurz- und auch mittelfristig sichert das Instrument der Kurzarbeit gerade in der Wirtschaftskrise Hunderttausende von Arbeitsplätzen. Welcher volkswirtschaftliche Nutzen da nun überwiegt, liegt zumindest für mich klar auf der Hand!

Peter



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 25. November 2009 um 17:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

No comments yet.

Leave a comment