von Andrea am 25.08.2009, 09:59 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Bundestagswahl 2009

Die Ruhe vor dem Sturm? Oder besser gesagt: vor der Bundestagswahl? Die deutsche Industrie will nach der Wahl im großen Umfang Arbeitsplätze streichen, meldet die Financial Times Deutschland. Nach Darstellung der Zeitung besteht derzeit eine Art Stillhalteabkommen zwischen Industrie und Regierung, welches bis zur Wahl einen größeren Arbeitsplatzabbau in Deutschland verhindern soll. „Deutschland ist momentan vor Veränderungen sicher. Aber nach der Wahl wird sich die Botschaft ändern. Das ist ganz normal“, sagte Hakan Samuelsson, Vorstandschef des Münchner Dax-Konzerns MAN, der Zeitung.

Bislang versuchen deutsche Unternehmen Stellenstreichungen weitgehend zu vermeiden – viele setzen derzeit auf Kurzarbeit. Dies wird auch von der Bundesregierung durch milliardenteure Konjunkturpakete gefördert. Den Angaben zufolge bestehen im Maschinenbau und der Automobilindustrie hohe Überkapazitäten. „Mit Kurzarbeit lässt sich dem nicht beikommen, denn die Unternehmen haben richtig zu leiden“, äußerte der Unternehmer Reinhold Würth gegenüber der Financial Times Deutschland.

Der Sprecher des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Hannes Schwarz, dementierte, dass ein solches Stillhalteabkommen zwischen Regierung und Industrie besteht.

Für deutsche Arbeitnehmer bedeutet dies: abwarten, was der Herbst für Überraschungen bereithält.

Andrea



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