von Thomas am 16.12.2009, 16:59 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Wirtschaftskrise

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt vollzieht sich ein Wandel: Vollzeitstellen fallen weg, dafür wächst die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze.

Nach einem Bericht von Spiegel Online sind in den letzten zehn Jahren in Deutschland 1,4 Millionen Arbeitsplätze in Vollzeit verloren gegangen: Deren Zahl sank von 23,8 auf 22,4 Millionen.

Gleichzeitig nahm in diesem Zeitraum jedoch die Teilzeitbeschäftigung deutlich zu und zwar um 1,3 Millionen auf nun 5 Millionen Teilzeitkräfte. Das ist ein sattes Plus von 36 Prozent!

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten statt in einem tagesausfüllendem Vollzeitjob in zwei Teilzeitstellen nebeneinander. Zwischen den Jahren 2002 und 2007 verdoppelte sich die Zahl dieser „Doppel-Jobber“ auf 1,8 Millionen.

Nach Berichten der Frankfurter Rundschau verschärft die Wirtschaftskrise diesen Trend sogar noch zusätzlich! Arbeitsmarktforscher begründen dies damit, dass die Vollzeitbeschäftigten stärker von der Konjunktur abhängig sind als die Teilzeitkräfte. Denn: In der von der Krise besonders stark betroffenen Industrie sind Vollzeitjobs die dominierende Arbeitsform.

Die Lage für die Arbeitnehmer wird dadurch nicht einfacher! Musste man sich zunächst daran gewöhnen, dass die Zeiten, in denen man ein ganzes Arbeitsleben bei dem gleichen Arbeitgeber verbringen konnte, weitgehend Geschichte geworden sind, scheint nun die Vollzeitstelle langsam zu sterben. Der Arbeitsmarkt verlangt von den Arbeitnehmern immer mehr Flexibilität.

Thomas



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