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Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Die Deutsche Post [1]will bei der Zustellung sparen: Aus Kostengründen prüft der Konzern eine vollständige Auslagerung der Paketlieferung an preiswertere Unternehmen, berichtet die FAZ [2]. Damit könnten zwar bis zu 140 Millionen Euro im Jahr gespart werden – aber auch bis zu 8000 Arbeitsplätze wegfallen.

Bereits in der vergangenen Tarifrunde hatte die Post eine Ausweitung der Fremdvergabe durchgesetzt. Bis Ende 2011 kann sie in rund tausend Bezirken Partnerfirmen mit der Paketzustellung beauftragen, Tendenz in den Jahren darauf steigend. Die Angst der Mitarbeiter im Zustellservice ist groß, auch wenn sie laut Verdi [3]während des noch bis Ende 2011 laufenden Tarifvertrages, der auch betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, nichts zu befürchten hätten. Aber was kommt dann? 

Volker Geyer, Vorsitzender der Kommunikationsgewerkschaft DPV [4], wirft der Post vor, eigenes Personal durch „unterbezahlte Mitarbeiter von Servicepartnern“ zu ersetzen und so dem „Lohn- und Sozialdumping in der Postbranche“ Vorschub zu leisten. Der Konzern ist zurückhaltend, angesichts dieser Diskussionen: Es handele sich lediglich um erste Überlegungen zum Thema Einsparungen. Über konkrete Maßnahmen sei damit noch nicht entschieden.

Warten wir´s ab!

Ines