von Ines am 28.07.2011, 15:15 Uhr , Kategorie: Arbeitsschutz

Von dem Ergebnis einer stürmischen Nacht berichtet die Süddeutsche Zeitung: Eine australische Regierungsangestellte war auf Dienstreise. Die Nächte im Hotel verbrachte sie nicht alleine. Und dann passierte es: Während des Geschlechtsverkehrs fiel ihr ein an der Wand am Kopfende des Bettes angebrachter Lampenschirm auf das Gesicht und verletzte Nase, Mund und Gebiss.

Von nun an ging es nicht mehr um Sex, sondern um Geld. Denn die Regierungsangestellte ist der Meinung, sie habe gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Entschädigung, weil sie schließlich wegen einer Tagung im Rahmen ihrer Arbeit in dem Hotel gewesen sei. Außerdem habe sie mit psychischen Folgen des Unfalls zu kämpfen, berichtet ihr Anwalt. Immerhin sei sie bei einem „normalen Vorfall, der üblicherweise nachts in Motelzimmern stattfindet, verletzt worden“. Der Arbeitgeber, witziger weise die Regierungsbehörde für Sicherheit am Arbeitsplatz, sieht das allerdings anders. Laut SZ meint er, der Geschlechtsverkehr sei nicht Teil der Dienstreise gewesen, sondern „ihr eigener Spaß„.

Wie das wohl ausgehen mag? Noch ist nichts entschieden. Die Richter meinen laut australischer Nachrichtenagentur AAP, dass der Fall nicht so einfach sei. Hätte sich die Frau zum Beispiel im Fitnessstudio des Hotels verletzt, stünde ihr eine Entschädigung zu. Denn das Training stellt eine gewöhnliche Betätigung dar. Was lernen wir daraus? Sex ist also keine gewöhnliche Betätigung? Und Fitnesstraining ist eine gewöhnliche Betätigung aber kein „eigener Spaß“? Irgendwie ist Australien doch weiter weg, als ich dachte.

Ines H.

 

Bildquelle: © Chris Grey - iStockphoto.com


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