Das IAB-Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat 15 Jahre lang die Situation von Lehrlingen in Westdeutschland untersucht. Ein Ergebnis davon: Jeder Fünfte wird nach Ende der Ausbildung arbeitslos, in der Wirtschaftskrise sind es bis zu 22 Prozent.

Die meisten derjenigen Azubis, die nicht übernommen werden, schaffen es innerhalb von drei Monaten bei einem anderen Arbeitgeber unterzukommen, verdienen dort aber im Schnitt 20 Prozent weniger als diejenigen Kollegen, die vom ursprünglich ausbildenden Betrieb auch übernommen wurden.

Wer nach drei Monaten noch nicht untergekommen ist, für den wird es statistisch gesehen, immer schwerer: so mussten etwa die Hälfte der Absolventen, die nach insgesamt vier Monaten Arbeitslosigkeit eine Stelle fanden, sogar den Beruf wechseln.

Ein paar Surf-Tipps mit weiteren Infos zu diesem Thema:

Die DGB-Jugend beleuchtet in einem aktuellen und informativen Artikel das Thema „Azubis in der Krise“.

DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy fordert von Betrieben und Arbeitsagenturen entschiedenere Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt auf dieser Webseite alle Vorteile und Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber vor, die Jugendlichen und Auszubildenden eine Chance geben, damit der Fachkräftenachwuchs gesichert bleibt.

Ein wichtiges Thema, das im allgemeinen Tohubawoo der Wirtschaftskrise leider ziemlich untergeht.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 12. Juni 2009 um 18:07 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt, Ausbildung, Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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