von Peter am 24.06.2011, 14:07 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

Neuerungen im Dienstleistungsbereich erlangen zukünftig weiterhin große Bedeutung. Diese Entwicklung setzt deutliche wirtschaftliche und soziale Akzente, weshalb sich Aufgaben und Kompetenzprofile betrieblicher Interessenvertreter ändern werden. Nach Ansicht des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sind Betriebsräte und Personalräte gefordert, „solche Innovationsprozesse frühzeitig zu identifizieren, deren Chancen und Risiken zu erkennen und die organisatorischen und prozessualen Konsequenzen von Dienstleistungsinnovationen richtig einzuschätzen“.

Dabei beschränkt sich das Hinzuziehen von Betriebsräten bislang meist auf Innovationen, die an zentraler Stelle im Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden. Das Fraunhofer IAO entwickelt nun im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und in Kooperation mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein neues Konzept. Betriebsräte sollen befähigt werden, „branchenspezifische Analyse- und Gestaltungskompetenz für das Management von Dienstleistungsinnovationen aufzubauen“. Anders ausgedrückt: Betriebsräte lernen, die komplexen Zusammenhänge bei der Einführung solcher Innovationen selbst zu erkennen und zu verstehen. Dabei geht es außerdem um die Frage, wie die Mitarbeiter im Unternehmen und die betriebliche Interessenvertretung in solchen Prozessen am besten miteinbezogen werden können.

Der Betriebsrat wird zum Innovationsmanager der Zukunft. Nach Ablauf einer Pilotphase, die in den Branchen Handel, Verkehr und Finanzdienstleistungen durchgeführt wird, soll das Qualifizierungskonzept auch „in der Fläche“ verfügbar sein.

Mehr Informationen beim Fraunhofer IAO-Institut

Peter



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