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Perfide: Arbeitgeber beschimpft Initiatoren von BR-Wahl als Hackfressen

Manche Arbeitgeber haben anscheinend noch immer nicht registriert, dass das Ständesystem samt Leibeigenschaft in Deutschland seit Jahrhunderten nicht mehr existent ist. Anders ist der Fall, den ver.di München veröffentlicht [1]hat, nicht erklärbar:

In der Nähe von Freising (Oberbayern) haben Beschäftigte versucht eine Betriebsratswahl einzuleiten. Das war dem Arbeitgeber ein Dorn im Auge. Er kündigte deshalb einem der Initiatoren der BR-Wahl. Die Kündigung begründete er fadenscheinig mit angeblich „rückläufigen Umsätzen“. Merkwürdig ist nur, dass die Kündigung genau an dem Tag ausgehändigt wurde, an dem der betroffene Arbeitnehmer die Einladung zur Wahlversammlung an seine Kollegen verteilt hat. Zudem hat der Arbeitgeber unzulässigerweise versucht die Initiatoren der BR-Wahl einzuschüchtern und beschimpfte sie in übler Weise als „Hackfressen“.

Schlimm, dass einige Arbeitgeber das Betriebsverfassungsgesetz mit Füßen treten – und noch schlimmer, dass sie mit übelsten Tricks versuchen ihre Mitarbeiter einzuschüchtern. Gegen die Kündigung werden laut Pressemitteilung alle rechtlichen Schritte eingelegt. Bleibt zu hoffen, dass das Arbeitsgericht den Arbeitgeber schnellstmöglich in seine Schranken weist.

Thomas