Altlast = Begriff aus dem Bundesbodenschutzgesetz. Darunter versteht man laut wikipedia einen abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche, der infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens oder des Grundwassers aufweist.

Auf Menschen übertragen versteht man unter einer Altlast etwa eine Person, die an sich nicht die erste Wahl für einen Job, ein Amt oder eine Tätigkeit ist, jedoch aus gewissen Gründen, die nicht immer die überzeugendsten und objektiv vernünftigsten sein müssen, als erste Adresse für die Besetzung gilt.

CDU-Politiker Franz Josef Jung ist der neue Bundesarbeitsminister. In der Süddeutschen Zeitung erschien nun ein Porträt über ihn. Darin wird er als „Merkels Altlast“ bezeichnet, der sein Amt vor allem dem Regionalproporz verdanke. Denn aus irgendeinem Grund müsse angeblich auch ein Hesse im Kabinett sitzen. Na sowas.

Als Bundesverteidigungsminister haben in ihm einige, so die Süddeutsche, eine eher tollpatschige Figur gesehen.  Und auch im Berliner Arbeitsministerium warten die Mitarbeiter nach diesem Bericht eher mit gemischten Gefühlen auf den 60jährigen Juristen: So erwarte man vom „Neuen“, dass er eine persönliche Nähe zum Thema habe. Die müssse er aber erst noch beweisen.

Lasst ihn das mal tun. Eine Chance hat er ohne Frage verdient. Vorverurteilungen, gar als „Altlast“ einzusteigen: Erst mal abwarten! Wir schauen uns das in nächster Zeit genau an und berichten weiter. Und schon bald wird man etwas mehr wissen über „FJJ“.

Ein paar Weblinks zum Kennenlernen des neuen Bundesarbeitsministers:

Peter

Nachtrag vom 28.10.2009:

Ganz fies: Die Financial Times Deutschland bezeichnet FJJ unter der Überschrift „Die Nieten in Merkels Kabinett“ als politischen Liliputaner.



Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 27. Oktober 2009 um 10:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Bundestagswahl 2009 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Man darf auch nicht vergessen, dass der Job auf der Hardhöhe ein klassicher politischer Schleudersitz ist. Da unbeschadet wieder wegzukommen ist deswegen schon eine gewisse Leistung…

    Kommentar von: Badebserbub – am 27. Oktober 2009 um 12:04

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