von Peter am 09.08.2006, 13:17 Uhr , Kategorie: Allgemein

Aus einer Langzeitstudie der Universität Hohenheim geht unter anderem hervor, dass der Produktivitätsverlust durch Fußball-Tratsch von Arbeitnehmern während der WM auf etwa 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzt wird. Die Befragten hätten nach eigener Darstellung die Arbeit an jedem Tag während der WM im Durchschnitt rund 15 Minuten schleifen lassen, ohne dass diese Zeit in irgendeiner Form nachgeholt wurde. Diese ?Delle? im BIP wurde aber durch einen um 4,7 Milliarden Euro erhöhten Konsum ? insbesondere von Fan-Artikel und Getränken ? mehr als ausgeglichen.

(Nicht ganz ernst gemeinte) Anmerkungen ;o)
1. Das wäre eine Schlagzeile für die Bild-Zeitung ? Faule Arbeitnehmer versaufen Lohn im Deutschlandtrikot!
2. Dem Bruttoinlandsprodukt ist es egal, ob es durch Arbeit oder Trinken erhöht wird.
3. Dafür haben die Arbeitnehmer aber in der übrigen Zeit aber sicher gearbeitet wie die Weltmeister.

 Peter

von Ines am 07.08.2006, 16:21 Uhr , Kategorie: Allgemein

CDU-Generalsekretär Ronald Profalla hat sich dafür ausgesprochen, dass erwachsene Kinder verpflichtet werden sollen, für ihre arbeitslosen Eltern Unterhalt zu zahlen. Genannt wird so etwas schlicht „Verantwortungsgemeinschaft?. ?Angehörige sollen stärker für einander eintreten müssen?, so Profalla. 

Ein solcher Zusammenhalt ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Aber dieses ?müssen? stört hier irgendwie. Was soll der Generation der heute knapp über 30-Jährigen eigentlich noch alles zugemutet werden? Für was sollen wir denn noch Geld zur Seite legen? Für unsere Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, arbeiten sollen wir bis 67 und jetzt müssen wir auch noch eine Versicherung abschließen für den Fall, dass unsere Eltern arbeitslos werden? Man bekommt schon ein wenig den Eindruck, dass jetzt (erwachsene) Kinder zur Sanierung der staatlichen Sozialsysteme herangezogen werden sollen. 

Oder ist es so, dass es sich hier lediglich um einen gerechten Ausgleich handelt? Schließlich investieren Eltern ja auch jahrelang in ihre Kinder und unterstützen sie. Sollte es da nicht umgekehrt genauso sein, wenn doch die finanziellen Mittel bei den Kindern da sind? Was meint Ihr dazu? 

Ines 

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hält uns in Atem. Ursprünglich hätte es gestern am 1. August in Kraft treten sollen. Unser Präsident, Herr Köhler, hat es sich aber nochmals kurzfristig anders überlegt und will das Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit hin überprüfen lassen. Bis Ende September soll das Gesetz aber „in jedem Fall“ in Kraft sein, so das Justizministerium.
Eigentlich sollte das Gesetz und dem Namen „Antidiskriminierungsgesetz“ ja schon im Sommer 2005 in Kraft treten aber die Mühlen der Gesetzgebung mahlen langsam.

Peter

von admin am 17.07.2006, 10:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die erste Stufe der Föderalismusreform ist beschlossen, in Stufe zwei nach der Sommerpause soll es ums Geld gehen. Dabei dürfte auch das Thema Länderneugliederung zur Sprache kommen da fraglich ist, ob sich Deutschland 16 Bundesländer leisten kann und muss. Das kleinste deutsche Bundesland -Bremen- hat gerade mal 660.000 Einwohner und hängt seit eh und je am Tropf des Bundes und der anderen Länder. Experten haben ausgerechnet, dass ein Bundesland mindestens 5 Millionen Einwohner haben müsste, um effektiv wirtschaften zu können. Dieses Kriterium erfüllt derzeit nur Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die logische Konsequenz wäre also, mehrere kleine Länder zu einem größeren zusammenzulegen. Dazu bedürfte es jedoch eines Bundesgesetzes, das in den betroffenen Ländern durch einen Volksentscheid bestätigt werden müsste. Dieses Votum des Volkes dürfte wohl eines der größten Hindernisse für eine Länderneugliederung sein.  

Arne

von Ines am 13.07.2006, 14:55 Uhr , Kategorie: Allgemein

Lehrerin darf ihr Kopftuch auch weiterhin während des Schuldienstes tragen. So lautet eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart, welches damit der Klage einer Stuttgarter Lehrerin gegen das Land Baden-Württemberg wegen der dienstlichen Weisung, ihren Dienst in der Schule ohne Kopfbedeckung zu erledigen, stattgegeben hat.
Das Landesgesetz Baden-Württemberg verbietet in seinem Schulgesetz politische, weltanschauliche und religiöse „Bekundungen“, die den Schulfrieden gefährden oder stören könnten. Einerseits, so die Richter, verstoße die Lehrerin durch das Tragen des Kopftuchs im Unterricht zwar gegen das Verbot religiöser Bekundungen. Andererseits sei der Schulfrieden hierdurch jedoch überhaupt nicht gestört worden. Keiner, weder Schüler noch Eltern noch Kollegen hatten ein Problem mit dem Kopftuch. Und noch ein anderes Argument wurde betont: An anderen staatlichen Schulen in Baden Württemberg sind Nonnen in Ordenstracht für den Unterricht zugelassen. Das Ordenshabit sei ebenfalls eine eindeutig religiös motivierte Kleidung und nicht nur ein aus Tradition ohne religiöses Bekenntnis getragenes Kleidungsstück. Die Lehrerin dürfe daher nicht anders behandelt werden als die Nonnen. Insbesondere könne es auch nicht sein, dass der christliche Glaube besser gestellt wird als der islamische. Da man diesem Anspruch auf strikte Gleichbehandlung der verschiedenen Glaubensrichtungen durch das Kopftuchverbot jedoch nicht nachgekommen ist, wurde die Lehrerin u.a. in ihrem Grundrecht aus Art. 3 Absatz 1 und 3 Grundgesetz verletzt und hat daher vor Gericht gewonnen. Ein absolutes Kopftuchverbot, wie es bisher in Baden-Württemberg galt, ist danach nicht verfassungskonform. Nur dann sei es mit der Verfassung vereinbar, wenn das Kopftuch den Schulfrieden tatsächlich störe.
In der Politik wird diese Entscheidung begrüßt und  als „gesetztes Zeichen gegen die Diskriminierung des Islam“ und als Ausdruck „gelebter kultureller Pluralität in Deutschland“ gesehen. Was sagt ihr denn dazu?

Ines

von Peter am 07.07.2006, 08:50 Uhr , Kategorie: Allgemein
  1. Kündigungsschutz soll schon nach drei Monaten Beschäftigungszeit eintreten.
  2. Kündigungsschutz soll unabhängig von der Zahl der Beschäftigten in einem Unternehmen gelten.
  3. Für Arbeitnehmer ab einem Alter von 55 Jahren und einer Betriebszugehörigkeit von zehn Jahren soll die ordentliche Kündigungen ausgeschlossen sein.
  4. Gewerkschaften sollen im Fall einer „sozial ungerechtfertigten Kündigung“ ein Verbandsklagerecht erhalten.
  5. Es soll einen gesetzlichen Mindestabfindungsanspruch in Höhe von einem Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr geben.
  6. Die Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse ohne das Vorliegen sachlicher Gründe befristen zu können, soll abgeschafft werden.

Die Arbeitnehmertraumwelt hat sich nicht unser hierfür zuständiger Minister Franz M. ausgedacht, sondern die Links-Fraktion, die dieses in einem Antrag (16/2080) fordert.

Ich wollte es euch nur mitteilen, eine Meinung bildet ihr euch sicher selber.

Peter

von Peter am 05.07.2006, 08:39 Uhr , Kategorie: Allgemein

Jetzt weiß ich auch, warum ich heute so motiviert bin. Folgende Meldung habe ich gerade gelesen:

Deutschlands Steuerzahler arbeiten von diesem Mittwoch an nicht mehr für die Staatskasse, sondern nur noch für den eigenen Geldbeutel – allerdings nur rein rechnerisch. Das vor dem 5. Juli erwirtschaftete Einkommen der Steuer- und Beitragszahler haben nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes zunächst Staat und Sozialkassen einbehalten.

Endlich frei!

Peter

Ab dem 1.7.2006 können Anwälte und Mandanten Beratungsgebühren frei vereinbaren. Die Gesetzesänderung betrifft die außergerichtliche Beratung, also etwa die Erstellung eines Rechtsgutachtens oder die Prüfung einer Betriebsvereinbarung. Diese Beauftragung eines Rechtsanwalts als Sachverständiger ist in § 80 Abs. 3 BetrVG geregelt und bedarf sowieso der vorherigen Vereinbarung mit dam Arbeitgeber. Hierbei sollte man die Honorarfrage direkt ansprechen und ggf. den Rechtsanwalt mit dem Arbeitgeber die Höhe aushandeln lassen

Die Gebühren für die anderen Tätigkeiten des Anwalts wie etwa die Vertretung im Beschlussverfahren gemäß § 40 Abs. 1 BetrVG werden weiterhin vom Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) geregelt und müssen nicht vom Betriebsrat verhandelt werden.

Also, grundsätzlich keine neue Aufgabe für den Betriebsrat!

Peter

von Ines am 23.06.2006, 10:54 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das Thema Elterngeld ist zur Zeit in aller Munde. Hierbei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um die Zahlung staatlicher Mittel an Eltern und dient der finanziellen Unterstützung junger Familien. Politisch wurde sogar damit geworben, dieses Geld solle Paaren die Entscheidung für eine Familiengründung erleichtern. Naja, wenigstens heißt es erleichtern und nicht abnehmen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem bisherigen Einkommen von Vater und Mutter und soll als vorübergehender Lohnersatz dienen. Hört sich ja erst mal gut an. Aber ist das auch gerecht?

Bisher gab es für jedes Kind Erziehungsgeld, bei dem ein fester Pauschalbetrag gezahlt wurde, egal ob Gut-, Schlecht- oder Nichtverdiener. Und jetzt? Wenn sich das Elterngeld an dem bisherigen Einkommen richtet, was bekommen dann jetzt Nichtverdiener? Bisher hat diese Gruppe wenigstens ihren Pauschalbetrag an Erziehungsgeld erhalten. Das Elterngeld würde für sie dann wohl eher eine Verschlechterung bedeuten. Für Normal- und Gutverdienende, die bisher aufgrund mangelnder Bedürftigkeit maximal sechs Monate Erziehungsgeld bekommen haben, ist sie dagegen eine Verbesserung. Ich will jetzt nicht wieder anfangen von wegen ?Warum werden die, die ohnehin schon genug Geld haben immer noch bevorteilt?? Aber ein ungutes Gefühl bleibt trotzdem dabei.

Viele Grüße, natürlich auch an Nichteltern,

Ines

von Peter am 16.06.2006, 12:37 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das WM-Fieber steigt! Es ergreift nun auch Kolleginnen die sich für Leder bisher nur in Form von Schuhen interessiert haben. Bisher waren die Deutschlandspiele ja auch sehr arbeitsfreundlich terminiert aber am Dienstag spielt „unsere“ Mannschaft bereits um 16 Uhr und da können ja nur die Frühschicht und die Teilzeitkräft zu Hause schauen.

Wir werden im Betrieb einen Beamer aufbauen. Auch wenn es hier draußen auf dem Lande (Seehausen am Staffelsee) Empfangsprobleme gibt, hoffe ich auf ein gutes und gut zu sehendes Spiel. Und an dem Tag komme ich auch im Trikot!

Wie ist es bei Euch? Könnt ihr schauen oder Radio hören? Gibt es die Chance gemeinsam zu gucken? (Soll sehr gut für das Betriebsklima sein.)

Erzählt doch einfach mal.

Peter (54, 74, 90, 2006 ….)