von Susanne am 02.10.2013, 08:52 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsvertrag

… oder ist Ihnen diese Frage jetzt unangenehm? Solche Fragen sollen nämlich die Spieler des HSV ihrem neuen Trainer Bert van Marwijk beantworten. Dieser will seine Mannschaft besser kennenlernen und dabei soll ihm ein Persönlichkeitstest mit Fragen rund um Sexualität, Familie und Ernährung helfen. In den Medien sorgt der Test vor allem durch die intimen Fragen zur Sexualität für Aufsehen das war bereits letztes Jahr bei Hannover 96 und Mirko Slomka so und ist beim HSV vielleicht noch ein bisschen pikanter wegen Spieler Rafael van der Vaart: Der Star der Mannschaft machte zuletzt eher durch seine Schlammschlacht-Trennung von Sylvie van der Vaart Schlagzeilen, als durch besondere Leistung auf dem Platz.

Der gläserne Fußballprofi? Fraglich ist, ob dem HSV-Coach ein solcher Psychotest überhaupt etwas bringt. Denn die Spieler sind keineswegs verpflichtet, solche Fragen richtig zu beantworten. Angeblich hätten diese kein Problem damit. Aber egal, ob das so ist oder nicht, stellt sich die Frage: Darf der Arbeitgeber das überhaupt?

Eines kann man schon einmal vorwegnehmen: Das Privatleben ist immer tabu! Jeder hat ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das heißt, jeder kann frei darüber entscheiden, ob und wem er private Angelegenheiten mitteilt. Allerdings kann der Arbeitgeber durchaus ein berechtigtes Interesse daran haben, bestimmte Informationen zu erhalten. So besitzt der Arbeitgeber selbstverständlich das Recht, einen Bewerber oder Arbeitnehmer nach Einzelheiten seiner beruflichen Qualifikation zu fragen, damit er diesen im Unternehmen gewinnbringend einsetzen kann. Andere Informationen wiederum, die den Arbeitgeber vielleicht interessieren, aber den persönlichen Lebensbereich des Mitarbeiters betreffen, sind verboten. Die Rechtssprechung gewährt dem Arbeitnehmer in solchen Fällen sogar das Recht zu einer Lüge!

Aber was bedeutet das nun? Welche Fragen erlaubt sind und welche verboten, lässt sich leider nicht einheitlich beantworten. Es kommt – wie so oft – auf den Einzelfall an. Ein Sachbearbeiter muss seinem Chef zum Beispiel nicht Rede und Antwort zu seinen Ernährungsgewohnheiten stehen. Ganz anders aber bei unseren Profi-Fußballern: Hier darf der Trainer sehr wohl danach fragen, ob sich ein Spieler gesund oder ausschließlich von Fastfood ernährt. Fragen nach den persönlichen Lebensumständen sind allerdings generell unzulässig. Die Familienplanung von Mitarbeitern geht den Chef ebenso wenig an wie deren sexuelle Orientierung.

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Ist ein Arbeitnehmer trotz Krankschreibung intensiv mit der Reinigung eines Autos beschäftigt, ist es dem Vorgesetzten bei Verdacht einer vorgetäuschten Erkrankung erlaubt, den Arbeitnehmer zu fotografieren. Das entschied jüngst das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 11.07.2013, 10 SaGa 3/13) und stellte damit eine Frage zur Diskussion: Was ist mit dem Persönlichkeitsrecht? Darf das denn so einfach umgangen werden? In diesem Fall schon, so die Richter. Denn: Der Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers ist dann gerechtfertigt, wenn eine Güterabwägung zugunsten der gleichfalls schutzwürdigen Interessen des Arbeitgebers ausfällt.

Doch beginnen wir von vorne: Ein Produktionshelfer fuhr während einer Krankschreibung in eine Autowaschanlage, wo er seinem Vater bei der Reinigung des Autos half. Hierbei wurde er zufällig von seinem Vorgesetzten gesehen. Dieser war über die Reinigungstätigkeiten des krankgeschriebenen Mitarbeiters und dessen körperliche Verfassung erstaunt und fertigte mit seiner Handykamera Fotos, um seine Beobachtung zu Beweiszwecken zu dokumentieren. Der Arbeitnehmer war damit nicht einverstanden und klagte auf Unterlassung und auf die Herausgabe der Fotos. Zudem wollte er eine Verletzung seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts bestätigt wissen.

Doch die Richter lehnten eine Persönlichkeitsrechtsverletzung ab. Zwar sei der Produktionshelfer durch die Fotografien in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt worden. Dieses Recht umfasst auch das Recht am eigenen Bild. Es gehört zum Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen, darüber zu entscheiden, ob Fotografien oder Filmaufnahmen von ihm gemacht und möglicherweise gegen ihn verwendet werden, so das Urteil. Jedoch wird das Persönlichkeitsrecht generell nicht „schranklos“ gewährt. Ein Eingriff in dieses Recht kann durch Wahrnehmung schutzwürdiger Interessen des Arbeitgebers gerechtfertigt sein. Dies war, entschieden die Richter, hier angesichts des Verdachts, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsunfähigkeit lediglich vorgetäuscht hat, der Fall.

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Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung müssen mehr als eine Million Beschäftigte in Behandlung, um wieder fit für den Beruf zu werden. Das sind 25 % mehr als 2005. So berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund für den ansteigenden Reha-Bedarf sind nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die geburtenstarken Jahrgänge, die verstärkt in ein Alter kommen, in dem sie krank werden oder ihren Beruf nicht mehr mit voller Leistungskraft ausüben können. Dabei liegt die Zahl aller Reha-Anträge deutlich höher, nämlich bei knapp 2,1 Millionen. Ein Teil der Anträge wird allerdings abgelehnt.

Anlass für die Behandlung in der Reha sind nach wie vor gesundheitliche Beschwerden an Skelett, Muskeln oder Bindegewebe. Laut Statistik ist der Anteil dieser Erkrankungen leicht rückläufig, während die Ärzte psychische Störungen stärker als früher diagnostizieren. Beispielsweise war bei Männern eine Reha-Behandlung in 18 % aller Fälle wegen psychischer Krankheiten nötig. 2005 lag der Anteil noch bei 15,6 %. Bei den Frauen gibt es eine ähnlich starke Zunahme. Eine medizinische Reha dauert im Durchschnitt 29 Tage und kostet 3600 Euro. Aber es scheint sich zu lohnen. Denn: 85 % der Arbeitnehmer, die medizinischen Hilfen in Anspruch genommen haben, sind auch zwei Jahre nach Erhalt der Leistungen im Berufsleben und zahlen Sozialbeiträge, so die Studie.

Neben der medizinischen Reha gibt es auch noch die berufliche Rehabilitation. Im Rahmen dieser ist eine Umschulung für einen anderen Beruf denkbar oder ein Arbeitsplatz wird so umgebaut, dass der Betroffene weiterhin arbeiten kann. Davon profitierten laut Bericht 2012 etwa 270.000 Versicherte.

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Angestellte des Bundesarbeitsministeriums sollen in ihrer Freizeit dienstlich nicht mehr gestört werden. Ausnahme: Wenn etwas „unaufschiebbar“ ist. Darauf haben sich Personalrat und Leitung des Hauses nach langen Verhandlungen geeinigt. Das berichtet unter andern die Süddeutsche Zeitung. Damit zieht das Arbeitsministerium mit den Autobauern Daimler und VW gleich (wir berichteten). Laut Süddeutsche gibt es inzwischen auch bei der Telekom, bei Eon, bei Puma und bei BMW ähnliche Beschränkungen.

Nach den neuen Regeln ist die ungeplante dienstliche Kontaktaufnahme nur möglich, wenn die zu erledigenden Aufgaben „unaufschiebbar“ seien, „den Charakter einer Ausnahmesituation“ hätten und nicht „bis zum nächsten Dienstbeginn“ warten könnten, so die Süddeutsche. Der Kreis der eingeschalteten Personen sei „so klein wie möglich zu halten“. Vorgesetzte müssten auf die „persönliche und familiäre Situation Rücksicht nehmen„. Für die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit gelte „das Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs in die Freizeit“. Chefs dürften Beschäftigte im Urlaub grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen.

Für Ministerin von der Leyen war es wichtig, sich auf feste Regeln zum Schutz der seelischen Gesundheit zu verständigen und dass alle Mitarbeiter die Klarheit darüber haben, wann sie erreichbar sein müssen und wann nicht. Laut Spiegel Online ist von der Leyen selbst dafür bekannt, dass sie am Wochenende von ihren Mitarbeitern nur im Notfall angerufen werden möchte. Wohl den Vorgesetzten, die für ihre Mitarbeiter die gleichen Bedingungen und Voraussetzungen schaffen, die sie auch für sich selbst beanspruchen! Wie brauchbar und sinnvoll die neuen Vorschriften tatsächlich sind, wird sich jetzt in der praktischen Umsetzung zeigen.

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Im Zusammenhang mit dem Thema Sucht hat man stets Alkohol, Zigaretten oder Medikamente vor Augen. Doch auch die nichtstoffgebundenen Süchte, die sogenannten Verhaltenssüchte, sind auf dem Vormarsch. Ob Arbeit, Glücksspiel oder Internet – all das kann von der Lust zur Last werden.

Über das Thema Arbeitssucht haben wir schon einmal berichtet. Im Zusammenhang mit der Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK (WIdO) sind nun aktuelle Zahlen erschienen: Derzeit ist bereits mindestens jeder neunte Arbeitnehmer in Deutschland (10,8 %) arbeitssüchtig. Jeder siebte Arbeitnehmer in Deutschland (14 %) ist gefährdet, arbeitssüchtig zu werden, berichtet unter anderen Focus Online. Die Betroffenen verbringen mehr Zeit mit Arbeit als mit Freizeit und zeigen ohne Arbeit die gleichen Entzugserscheinungen wie Drogensüchtige.

Experten haben die Dringlichkeit erkannt und fordern, Arbeitssucht ebenso wie Glücksspiel- und Kaufsucht oder Internetsucht als ernst zu nehmende Krankheit anzuerkennen. Denn: Ohne Diagnose keine Kostenübernahme und ohne Kostenübernahme gibt es keine klare Zuständigkeit und keine Standards was die Beratung und Behandlung angeht, so der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. Nur durch die Anerkennung als „echte“ Krankheit können die Einbeziehung von Abhängigen in das Suchthilfesystem erleichtert und auch gezielte Vorsorgemaßnahmen in Betrieben ermöglichen werden mit dem Ziel, hilfesuchende Menschen in ihrer Not angemessen zu unterstützen.

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Seminartipp: Arbeit, Glücksspiel, Internet: Verhaltenssüchte in der Arbeitswelt

Multitasking, Termindruck oder Arbeitsverdichtung werden in den letzten Monaten immer mit Schlagwörtern wie Burn-out oder Depressionen in Verbindung gebracht. Doch im Schatten dieser Krankheiten lauert stets ein Feind, der alles andere als unterschätzt werden sollte: Die Sucht. Der AOK-Fehlzeiten-Report 2013 hat jetzt erschreckende Zahlen veröffentlicht: Die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage, die durch die Einnahme von Suchtmitteln verursacht wurden, ist in den letzten zehn Jahren um rund 17 Prozent angestiegen, nämlich von 2,07 Millionen Fehltagen im Jahr 2002 auf 2,42 Millionen Fehltage im Jahr 2012. Alkoholkonsum und Rauchen sind laut AOK nach wie vor die Hauptursachen. Es entfallen fast 44 % aller suchtbedingten Fälle von Arbeitsunfähigkeit auf Alkohol.

Experten sehen aber auch einen Trend zu einer verstärkten Einnahme von leistungssteigernden Mitteln. Zur Bewältigung beruflicher Stresssituationen haben laut Befragung immerhin 5 % der Arbeitnehmer in den vergangen zwölf Monaten Medikamente wie beispielsweise Psychopharmaka oder Amphetamine eingenommen („Gehirndoping“). Die Dunkelziffer wird noch erheblich höher vermutet.

Laut AOK-Vorstand Uwe Deh ruiniert Sucht nicht nur die Gesundheit der Betroffenen sondern hat auch massive Folgen für die Wirtschaft. Danach sollen allein die Kosten von Alkohol- und Tabaksucht die deutsche Wirtschaft jährlich mit etwa 60,25 Milliarden Euro belasten. Denn: Arbeitnehmer, die mindestens eine Krankschreibung aufgrund einer Suchterkrankung aufweisen, sind im Schnitt drei Mal so lange krank wie Beschäftigte, die aus anderen Gründen krankgeschrieben werden. So fehlten Suchtkranke im vergangenen Jahr im Schnitt 92 Tage. Bei allen anderen Diagnosen habe die durchschnittliche Fehlzeit 31 Tage betragen.

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Seminare zum Thema:
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil I – Die Grundlagen
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil II – Maßnahmen und Konzepte
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil III – Gespräche mit Betroffenen
Arbeit, Glücksspiel, Internet: Verhaltenssüchte in der Arbeitswelt
Krankheitsbedingte Fehlzeiten: Ursachen, Folgen und Lösungsmöglichkeiten

 

„Trotz der öffentlichen Debatte um Depressionen und Burnout sind psychische Krankheiten in den Betrieben immer noch ein Tabu“, sagt DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher laut einer Pressemitteilung im Zusammenhang mit einer aktuellen Bevölkerungsumfrage, die die DAK-Gesundheit im Rahmen des Gesundheitsreportes 2013 durchgeführt hat. Dieser Zustand bleibt nicht ohne Folgen: Mehr als jeder dritte Berufstätige geht trotz psychischer Probleme wie Depressionen, Angst oder Belastungsstörungen zur Arbeit (Stichwort Präsentismus). Weil die Betroffenen Nachteile im Job befürchten, verschweigen sie gegenüber dem Arbeitgeber häufig ihre seelische Erkrankung, so das Ergebnis der Umfrage.

Laut DAK fällt es vielen Betroffenen schwer, sich zu ihrer Depression oder Angststörung zu bekennen. 65 % der Teilnehmer erklärten, dass ihnen ein Arbeitsausfall durch ein Seelenleiden unangenehmer sei als eine Krankschreibung wegen körperlicher Symptome. Jeder Dritte fürchtet Nachteile im Job, wenn die Kollegen oder Vorgesetzten von der psychischen Erkrankung erfahren. Ebenso viele Betroffene sagten, dass es im Job nur wenig Verständnis dafür geben würde, wenn ein Mitarbeiter wegen seelischer Probleme ausfällt. „Da besteht weiter Aufklärungsbedarf“, so Rebscher.

In welche Richtung die Aufklärung gehen sollte, bleibt offen. Denn: Es ist schwer vorstellbar, dass die nun wirklich ausreichend vorhandenen Informationen darüber, was psychische Belastungen sind und wie viele Menschen letztlich darunter leiden, inzwischen nicht bis zu allen Unternehmen durchgedrungen sind. Ist es nicht weniger ein Mangel an Informationen als vielmehr ein Mangel an Verständnis und Mitgefühl, dass – sowohl ein Vorgesetzter als auch die Kollegen – ein „Stell dich nicht so an!“ oder ein „Jetzt reiß dich halt zusammen!“ im Kopf haben? Hier anzusetzen, wäre viel wichtiger. Aber auch unsagbar schwerer.

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Seminare zum Thema:
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil I – Die Grundlagen
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil II – Maßnahmen und Konzepte
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil III – Umgang mit Betroffenen

 

von Ines am 19.07.2013, 13:07 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Antwort gibt unter anderen das Handelsblatt. Diese lautet: Ja, dieses Projekt ist gescheitert. Denn die seit 2012 geltende Familienpflegezeit für Arbeitnehmer, die sich vorübergehend um hilfsbedürftige Angehörige kümmern, hat weniger Zuspruch als erwartet.

Das Gesetz zur Familienpflegezeit gibt Arbeitnehmern die Möglichkeit, bei einem Pflegefall in der Familie bis zu zwei Jahre lang ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Ursprünglich war man von zehntausenden Interessenten ausgegangen. Nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ waren es in diesem Jahr bisher aber nur 71 Personen, die einen für die Pflegeauszeit notwendigen Antrag gestellt haben. In 2012 lief es nicht anders: Es kamen ledig 102 Abschlüsse zustande. Als einer der Gründe kommt in Frage, dass sich viele Menschen aus finanziellen Gründen keine Verkürzung ihrer Arbeitszeit leisten können. Der Vorschlag von der SPD-Fraktionsvizen Elke Ferner laut Handelsblatt hierzu: Besser sei es, die Bezahlung als Lohnersatzleistung zu gewähren. Der Verdienstausfall könnte beispielsweise von der Pflegeversicherung getragen werden.

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Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Bertelsmann-Stiftung. In Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ist der gesellschaftliche Zusammenhalt am stärksten. Deutschland liegt nur im Mittelfeld der 34 untersuchten Länder – auf Platz 17. Die untersuchten Länder setzen sich aus 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und sieben weiteren westlichen OECD-Ländern (Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, die USA und Israel) zusammen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist definiert als die Qualität des gemeinschaftlichen Miteinanders. Gesellschaften mit starkem Zusammenhalt zeichnen sich durch belastbare soziale Beziehungen, eine positive emotionale Verbundenheit ihrer Mitglieder mit dem Gemeinwesen und eine ausgeprägte Gemeinwohlorientierung aus.

Besonders gut schneidet Deutschland bei der Anerkennung sozialer Regeln ab, während die Identifikation mit dem eigenen Land eher gering ausfällt. Insgesamt hat sich die Position von Deutschland im Zeitvergleich laut Studie jedoch verbessert: Die Menschen haben starke soziale Netzwerke, ein hohes Vertrauen in gesellschaftliche und politische Institutionen und empfinden die gesellschaftliche Situation als gerecht. Eine mögliche Erklärung für die im Ländervergleich positive Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahren ist das relativ gute wirtschaftliche Abschneiden Deutschlands in diesem Zeitraum trotz der Finanzkrise, so die Pressemitteilung.

Anlass zur Sorge ist nach Aussage der Studie die schwache Ausprägung bei der Akzeptanz von Vielfalt (= unterschiedliche Menschen und deren Lebensstile). Im Vergleich zu den untersuchten Ländern ist Deutschland in den letzten Jahren sogar zurückgefallen. Die Akzeptanz von Vielfalt ist jedoch in modernen und heterogenen Gesellschaften ein wichtiger Aspekt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Ergebnis dürfte der Grund dafür sein, warum unser Land in veröffentlichten Presseberichten bereits für Schlagzeilen wie „Deutschland fehlt die Toleranz“ und “Deutschland, einig Ego-Land“ sorgt.

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Laut einer GfK-Studie im Auftrag von Wall Street English fehlen zwei Drittel der Arbeitnehmer ausreichende englische Sprachkenntnisse (Pressemitteilung siehe hier). Befragt wurden 2.126 Männer und Frauen im Alter ab 14 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland.

Obwohl gute Englischkenntnisse der Mitarbeiter für Unternehmen entscheidend im internationalen Wettbewerb sind, verfügen nach der Studie 65,5 % der Arbeitnehmer nur über mangelnde Fähigkeiten, in der Gesamtheit der Deutschen sind es sogar 70,3 %. Im Einzelnen: Der Anteil bei den 40 bis 49-jährigen Deutschen ist besonders hoch. 30,5 % gaben an, nur über geringe Kenntnisse zu verfügen. 29,5 % der 30 bis 39-jährigen können sich nur im Ernstfall verständigen, vermeiden dies aber. Lediglich 2,1 % der Arbeitnehmer sprechen verhandlungssicher, immerhin 10,5 % fließend Englisch. Hoffnung machen laut Pressemitteilung die Berufsstarter: Etwa 54 % der Befragten im Alter zwischen 20 und 29 Jahren gaben an, über gute bis exzellente Englischkenntnisse zu verfügen – fast die Hälfte verfügt jedoch über mangelnde Kenntnisse. Bei den 14 bis 19-jährigen ist das Englisch fast jedes zweiten Befragten nicht ausreichend.

Falls der ein oder andere nun Lust bekommen hat, seine Englischkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern – nur zu! Speziell für Betriebsräte, die praktisches Englisch für die BR-Arbeit brauchen, finden Sie hier ein passendes Angebot.

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