von Ines am 16.08.2010, 14:29 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsmarkt

Gerade erst haben wir uns von dem ersten Schrecken erholt, der uns ereilt hat durch die Gewissheit, dass an der Rente mit 67 wohl kein Weg dran vorbei führt. Da flattert schon die nächste Hiobsbotschaft durch die Medien: Rente mit 70 – das fordert laut Pressmeldungen das arbeitgebernahe Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Zur Begründung wird
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Letzte Woche war im Betriebsrats Blog ein TV-Tipp zu lesen: Die KiK-Story. Eine hochinteressante Reportage, die sich mit der Ausbeutung von KiK-Arbeitnehmern in Deutschland und vor allem mit den skandalösen Bedingungen in den Produktionsstätten in Bangladesh beschäftigte.

Heute morgen stand in der Tageszeitung  Die Welt eine interessante Pro-Contra-Debatte genau zu diesem Thema: „Soll man Billig-Kleidung“ boykottieren?“

Für
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Eine Altenpflegerin sollte nach dem Willen Ihres Arbeitgebers auf das ihr vertraglich geschuldete 13. Monatsgehalt verzichten. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse der Arbeitgeber sparen. Deshalb lud er die angestellte Altenpflegerin zu einem Einzelgespräch in das Büro des Personalleiters ein. Die Altenpflegerin erklärte, dass sie nur zusammen mit ihren Kolleginnen über die Verminderung des 13. Gehalts verhandeln werde und nicht alleine. Dies lehnte der Personalleiter ab und erteilte ihr eine Abmahnung. Da auch Gespräche mit dem Arbeitgeber zu den arbeitsvertraglichen Pflichten gehören würden und sie diese
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Sie ist möglicherweise einer der besten Indikatoren, wie es der Wirtschaft gerade geht: Die Zeitarbeit. Leiharbeitnehmer sind normalerweise die ersten im Betrieb, die ihn verlassen müssen, sobald sich der muffige Geruch von Wirtschaftskrise auszubreiten beginnt. Andererseits ist ihr wucherartig verstärktes Auftreten ein eindeutiger Hinweis auf allgemeine Besserung der Lage. Derzeit scheint es wieder so weit zu sein: Auf eine Anfrage der Partei Die Linken gab die Bundesregierung bekannt, dass nach Daten der Bundesagentur für Arbeit im Juni 2010 für mehr als jede dritte neue Stelle von den Betrieben ausdrücklich Leiharbeiter gesucht würden, die Stellenangebote hätten sich hier seit Jahresbeginn insgesamt  mehr als verdoppelt.

Da werden so manche Augen strahlen, denn Unternehmer lieben
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von Thomas am 28.07.2010, 07:56 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsmarkt, Lohn und Gehalt

Dass die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland zunimmt ist eine gute Meldung für alle Jobsuchenden. Weniger gut ist allerdings, dass dieses Wachstum vor allem im Niedriglohnbereich stattfindet.

So werden immer mehr Arbeitnehmer mit Billiglöhnen von teilweise unter fünf Euro pro Stunde abgespeist. Wie Spiegel Online berichtet arbeiten in Deutschland derzeit mehr als sechs Millionen Menschen für Dumpinglöhne. Das sind 20% aller Beschäftigten. In den letzten zehn
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Während arbeitgeberseitig manche Propagandaabteilungen nach wie vor destruktiv herumnölen, dass junge Menschen, die heutzutage neu auf dem Arbeitsmarkt erscheinen, immer fauler und dümmer seien, gibt es ersten Hoffnungsschimmer, dass ein Umdenken stattfindet. Kein Wunder, denn die demografische Entwicklung zwingt dazu. Bereits im Jahr 2020 droht ein Fachkräftemangel von zwei Millionen Menschen! Und das ist erst der Anfang. Was also liegt näher, als das vorhandene Potenzial so gut wie möglich auszunützen. Bislang konnten es sich die Bestimmer auf dem Arbeitsmarkt leisten, sog. schwer vermittelbare junge Arbeitnehmer links liegen zu lassen. Doch mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass man auch als „anspruchsvolles“ Unternehmen nicht mehr länger darauf vertrauen könne, wie bisher die Sahnehäubchen der ins Arbeitsleben strömenden Generation einfach so abzuschöpfen.

Fakt ist, dass junge Menschen immer weniger werden. Und somit wird unweigerlich auch die Gruppe der Einser-Schüler und Begabten schrumpfen. Andererseits bleibt der Bedarf an guten Abgängern auf dem Arbeitsmarkt auch zukünftig unverändert hoch. Eine Lösung liegt auf der Hand: Viel mehr Unternehmen als bisher müssen
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Erst berichte die Zeitung Die Welt darüber, danach Spiegel Online: Der Krankenstand bei Deutschlands Arbeitnehmern sei im ersten Halbjahr 2010 von 3,24 auf 3,58 Prozent gestiegen. „Sprunghaft angestiegen“ heißt das bei der Welt, von einem „höchsten Niveau seit fünf Jahren“ wird bei Spiegel Online geschrieben. Und: „Die Deutschen lassen sich wieder häufiger krankschreiben“. Dass die Formulierung „krankschreiben lassen“ dabei unterstellt, man mache „blau“, soll nur am Rande erwähnt sein.

Das eigentliche Thema ist: Was genau steckt hinter diesen neuen Krankenstandsdaten? Das Bundesgesundheitsministerium erhält regelmäßig zu einem bestimmten Stichtag, zumeist am Ersten des Monats, gemeldet, wieviele Mitglieder des gesetzlichen Krankenkasse eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt haben. Der weitere Verlauf der Krankheit wird nicht abgebildet, es geht nur um diesen einen Tag im Monat. Ursachen sind nicht ersichtlich, auch nicht die tatsächliche Dauer, weswegen die Krankenkassen selbst auch keinerlei Interpretation vornehmen. Man muss auf die Zahlen und deren Entwicklung hier gar nicht näher eingehen, denn: Mit diesen relativ aussagelosen Daten verbietet es sich seriöserweise von selbst, irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen. Das Ministerium weist erstaunlicherweise
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Ausbildungsplätze wären an sich genug vorhanden: Mehr als 50.000 freie Stellen für das in Kürze beginnende Ausbildungsjahr gibt es angeblich noch, so Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in einem Gespräch mit der Zeitung Welt am Sonntag. Nur können diese nicht besetzt werden, weil es an geeigneten Bewerbern fehle. Moment mal: Fehlt es an Bewerbern oder fehlt es an geeigneten Bewerbern? Würde es generell an Bewerbern fehlen, dann wäre dies ein beunruhigendes Indiz für die beginnende Überalterung unserer Betriebe. Der demografische Wandel, also die Tatsache, dass es immer weniger junge Leute gibt, wirkt sich Jahr für Jahr mehr aus. Fehle es jedoch an geeigneten Bewerbern, dann hieße das nur, dass es durchaus noch junge Menschen gäbe, die man – mühsamer als bisher- anlernen müsste, diese den Betrieben jedoch scheinbar nicht gut genug sind. Genau das wäre der Grund, warum der DIHK nun erneut in eines seiner Lieblingshörner stößt: Dass den jungen Menschen heutzutage die Ausbildungsreife fehle. Mit beeindruckender Regelmäßigkeit wird immer wieder diese Leier herausgeholt und über die Faulheit und Dummheit
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von Thomas am 01.07.2010, 12:48 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Wenn man den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit vertauen darf, dann erlebt die Wirtschaft in Deutschland gerade einen Wandel, der sich vor allem auch auf den Arbeitsmarkt positiv auswirkt.

So ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürger im Juni wiederum gesunken und gleichzeitig die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen. Zur Zeit sind in Deutschland 3,153 Millionen Menschen ohne einen Job, was einer Quote
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von Thomas am 23.06.2010, 16:01 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Langsam erwacht die Wirtschaft aus der Krise. Die Anzeichen sind positiv: Im Betriebsrat Blog war vor drei Wochen schon zu lesen, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sinken.

Nun gehen Experten sogar davon aus, dass den Firmen in Deutschland bald die jungen Mitarbeiter ausgehen könnten.
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