Fachtagung AuG 2012

Meister und Akademiker fehlen

Mittwoch, 14. September 2011 von Thomas

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen die Hochqualifizierten. Nur etwa 25 Prozent der erwachsenen Deutschen verfügen über ein abgeschlossenes Studium oder einen Meisterbrief. Das sind viel zu wenige.

Die frisch veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011” zeigt auf, dass Deutschland mit dieser Quote im internationalen Vergleich einen der untersten Plätze belegt. Die Spitzenreiter hingegen sitzen mit Japan und Südkorea in Fernost.

Das an sich Erschreckende ist aber, dass (weiterlesen …)

Friseur-Lehrling bringt sich wegen Facebook-Status um Ausbildungsplatz

Montag, 29. August 2011 von Susanne

Alle wissen es, die Medien warnen verstärkt davor (auch wir, z.B. hier, hier und hier!) und abgesehen davon sagt es einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand – und doch passiert es immer wieder, dass Arbeitnehmer über Facebook & Co stolpern. Wie jüngst eine Auszubildende, die sich erst krank meldete und dann Urlaub und Party machte. Dummerweise hatte sie nicht damit gerechnet, dass auch ihr Arbeitgeber hin und wieder mal auf Facebook vorbeischaut. Und so hinterließ die Auszubildende, während sie krankgeschrieben war, gleich mehrere Nachrichten, die ihren Urlaub dokumentierten. Was mit viel Spaß für die Auszubildende begann, endete letztlich mit viel Ärger vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf (Az: 7 Ca 2591/11). (weiterlesen …)

„Ich genieße es, meine Kundschaft zu verwöhnen und kann mir nichts Schöneres vorstellen“

Freitag, 15. Juli 2011 von Thomas

Wissen Sie von welchem Berufstätigen dieses Zitat stammt? Nein? Von einem Butler.

Wie die „Welt“ berichtet ist der Butler-Beruf wieder im Vormarsch. Vor allem in Groß-Britannien und in arabischen Ländern wächst derzeit die Nachfrage nach qualifiziertem Personal. Nicht nur der Adel, sondern auch Superreiche, Industrielle und Manager haben Bedarf.

Ein guter Butler zu sein ist nicht einfach: Man muss gesellschaftliche Situation perfekt meistern können, die Herrschaften korrekt anreden und notfalls unerwünschte Gäste hinaus komplimentieren können. Weltgewandtheit und mehrere Sprachen sind ein unverzichtbares Erfordernis in diesem Berufsfeld. Eigene Ansprüche (weiterlesen …)

Schade eigentlich: Ex-Arbeitsrichter zu alt für die JAV

Donnerstag, 17. Februar 2011 von Peter

JAV wird gerne als Abkürzung für die Jugend- und Auszubildendenvertretung verwendet. Im Arbeitsrecht Versierte wissen, worum es sich dabei handelt. Andere schauen bitte hier. Geht es um die Wählbarkeit zu einer solchen JAV, ist §  61 Abs. 2 BetrVG einschlägig. Dieser besagt: “Wählbar sind alle Arbeitnehmer des Betriebs, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; [...]“.

Franz-Josef Jasper ist 65 Jahre alt und zudem seit Januar pensioniert. Davor war er über zwei Jahrzehnte lang Chef des Arbeitsgerichts Bochum. Während andere nun mit der Frau oder sonstwem die Weltmeere unsicher machen, (weiterlesen …)

Erschreckend: Arbeiterkinder studieren kaum

Mittwoch, 12. Januar 2011 von Thomas

Chancengleichheit in Sachen Bildung – in Deutschland ist dies leider keine Realität. Während Kinder von Akademikern zu knapp Dreivierteln die Universität besuchen, absolvieren nur gut 25% der Arbeiterkinder ein Studium.

An mangelnder Intelligenz (weiterlesen …)

Das Richtige studieren

Freitag, 10. Dezember 2010 von Thomas

Bildung ist der Schlüssel zum Berufsleben. Klar, dass jeder den Schlüssel haben möchte, der die besten Türen öffnet. Doch was sind die besten Türen? Zunächst einmal sind das ganz klar die, die das persönliche Interesse am meisten wecken. Denn: In den Dingen, die man gerne macht, ist man gut. Da die Arbeitszeit einen Großteil des Tages einnimmt, ist es um so wichtiger, dass man auch Spaß bei der Sache hat.

Abgesehen davon beleuchtet Stern online ganz nüchtern 26 verschiedene Studienrichtungen und prognostiziert die Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt:

Danach haben Mediziner (weiterlesen …)

Erste Demografie-Löcher bei jungen Arbeitnehmern werden aufgefüllt

Dienstag, 27. Juli 2010 von Peter

Während arbeitgeberseitig manche Propagandaabteilungen nach wie vor destruktiv herumnölen, dass junge Menschen, die heutzutage neu auf dem Arbeitsmarkt erscheinen, immer fauler und dümmer seien, gibt es ersten Hoffnungsschimmer, dass ein Umdenken stattfindet. Kein Wunder, denn die demografische Entwicklung zwingt dazu. Bereits im Jahr 2020 droht ein Fachkräftemangel von zwei Millionen Menschen! Und das ist erst der Anfang. Was also liegt näher, als das vorhandene Potenzial so gut wie möglich auszunützen. Bislang konnten es sich die Bestimmer auf dem Arbeitsmarkt leisten, sog. schwer vermittelbare junge Arbeitnehmer links liegen zu lassen. Doch mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass man auch als “anspruchsvolles” Unternehmen nicht mehr länger darauf vertrauen könne, wie bisher die Sahnehäubchen der ins Arbeitsleben strömenden Generation einfach so abzuschöpfen.

Fakt ist, dass junge Menschen immer weniger werden. Und somit wird unweigerlich auch die Gruppe der Einser-Schüler und Begabten schrumpfen. Andererseits bleibt der Bedarf an guten Abgängern auf dem Arbeitsmarkt auch zukünftig unverändert hoch. Eine Lösung liegt auf der Hand: Viel mehr Unternehmen als bisher müssen (weiterlesen …)

Demografie schlägt Schneisen der Verwüstung in vergreisende Betriebe

Montag, 19. Juli 2010 von Peter

Ausbildungsplätze wären an sich genug vorhanden: Mehr als 50.000 freie Stellen für das in Kürze beginnende Ausbildungsjahr gibt es angeblich noch, so Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in einem Gespräch mit der Zeitung Welt am Sonntag. Nur können diese nicht besetzt werden, weil es an geeigneten Bewerbern fehle. Moment mal: Fehlt es an Bewerbern oder fehlt es an geeigneten Bewerbern? Würde es generell an Bewerbern fehlen, dann wäre dies ein beunruhigendes Indiz für die beginnende Überalterung unserer Betriebe. Der demografische Wandel, also die Tatsache, dass es immer weniger junge Leute gibt, wirkt sich Jahr für Jahr mehr aus. Fehle es jedoch an geeigneten Bewerbern, dann hieße das nur, dass es durchaus noch junge Menschen gäbe, die man – mühsamer als bisher- anlernen müsste, diese den Betrieben jedoch scheinbar nicht gut genug sind. Genau das wäre der Grund, warum der DIHK nun erneut in eines seiner Lieblingshörner stößt: Dass den jungen Menschen heutzutage die Ausbildungsreife fehle. Mit beeindruckender Regelmäßigkeit wird immer wieder diese Leier herausgeholt und über die Faulheit und Dummheit (weiterlesen …)

Immer die selbe Leier: Jugendliche sind faul und dumm

Montag, 12. April 2010 von Peter

Seit es Jugendliche gibt, gibt es das Gejammer über deren angebliche Faulheit und Dummheit. Das war schon immer so und das wird wohl auch immer so sein. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages, DIHK, unter 15.000 Unternehmen liefert nun neuen Zündstoff. DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben verwies darauf, dass den Schulabgängern immer öfter die Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung fehlen würden: Rechnen minus, Lesen minus, Schreiben ach herje. Die Kinder besäßen heutzutage keine “Alltagskompetenz”, etwa 20 Prozent eines Jahrgangs seien nicht einmal mehr “ausbildungsreif”.

Klingt schrecklich, aber: Ist es denn wirklich so schlimm? Der eigentliche Grund des Jammerns könnte ein anderer sein, etwa der sich immer deutlicher auf den Arbeitsmarkt auswirkende demografische Faktor: Immer mehr Alte und viel zu wenig Junge, die nachrücken. Deswegen müssen die Unternehmen sich langsam was einfallen lassen. Eine vielversprechende Taktik könnte dabei sein: (weiterlesen …)

JAVis haben Vorrang vor Leiharbeitern

Freitag, 05. März 2010 von Thomas

Nach einer brandaktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG vom 17.2.2010 – 7 ABR 89/08) muss der Arbeitgeber einen mit einem Leiharbeitnehmer besetzten Arbeitsplatz für einen Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAVi) freimachen, damit dieser übernommen werden kann.

Nach § 78a Abs. 2 BetrVG gilt zwischen dem JAVi und dem Arbeitgeber im Anschluss an die Ausbildung ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit als begründet, wenn der Auszubildende innerhalb der letzten drei Monate vor Beendigung des Ausbildungsverhältnisses schriftlich seine Weiterbeschäftigung verlangt. Der Arbeitgeber kann nach § 78a Abs. 4 Nr. 2 BetrVG nur dann die Auflösung des so begründeten Arbeitsverhältnisses verlangen, wenn ihm die Weiterbeschäftigung unter Berücksichtigung aller Umstände nicht zugemutet werden kann.

Beschäftigt der Arbeitgeber dauerhaft auf geeigneten Arbeitsplätzen Leiharbeitnehmer, so ist es ihm grundsätzlich zumutbar, (weiterlesen …)

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