Das Kolpingwerk hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, sich bei den anstehenden bundesweiten Betriebsratswahlen besonders zu engagieren. Wer nicht selbst im Betrieb kandidiert, solle zumindest von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Jutta Schaad, Mitglied im Bundesvorstand von Kolping, hält das persönliche Engagement in einer Arbeitnehmervertretung für ein gutes Beispiel partnerschaftlichen Zusammenwirkens von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die aktuelle Wirtschaftskrise, aber auch die sich rasant ändernde Arbeitswelt seien wichtige Gründe für eine gesteigerte Beteiligung. Die Zukunft brauche starke Betriebsräte.

Beim Kolpingwerk handelt es sich um einen katholisch geprägten Sozialverband, der in 60 Ländern weltweit tätig ist und über knapp eine halbe Million Mitglieder verfügt, davon rund die Hälfte in Deutschland. Das Hauptaugenmerk des Werks gilt der Förderung von Familien, von jungen Menschen aber auch der Arbeitswelt.

Peter

Wissen Sie was diese drei unerträglichen Wörter gemeinsam haben?

Sie sind Unwörter des Jahres!

Der größte sprachliche Missgriff des vergangenen Jahres 2009 ist heute in Frankfurt am Main von einer unabhängigen Jury aus Vertretern der öffentlichen Sprachpraxis bekannt gegeben worden: Es handelt sich dabei um die unsägliche Wortschöpfung „Betriebsratsverseucht“.

Doch wer steckt eigentlich hinter dieser Wortkreation?

Den Begriff „Betriebsratsverseucht“ haben Abteilungsleiter
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Seit Jahren sinkt in Deutschland die Wahlbeteiligung. Bei der letzten Bundestagswahl im vergangenen September machten gerade mal 70,8 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen. Vor 33 Jahren waren es über 90 Prozent.

Bei Landtagswahlen ist das Interesse der Deutschen noch geringer: so gingen in Hessen im Januar 2009 gerade einmal 61 Prozent an die Urnen. Leicht gestiegen ist die Wahlbeteiligung dieses Jahr allerdings in den Bundesländern, in denen die Landtagswahl zusammen mit der Bundestagswahl stattfand (so z.B. in Brandenburg: 67 Prozent)

Unterboten wird dies allerdings noch durch die sehr schwache Wahlbeteiligung bei der Europawahl (2009: 43,3 Prozent) oder bei Kommunalwahlen. Für die Wahlbürger sind diese Voten wohl weniger wichtig.

Anders sieht es jedoch bei Betriebsratswahlen aus! Diese nehmen die Beschäftigten sehr ernst. Denn: Entgegen dem Trend zur Wahlmüdigkeit ist die Beteiligung an der BR-Wahl in den letzten Jahren stetig gestiegen: Lag
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von Peter am 19.11.2009, 16:23 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl

Babylonisches Sprachwirrwarr wird in den meisten Betrieben hierzulande wohl kaum anzutreffen sein, aber ausländische Kolleginnen und Kollegen gibt es in fast jedem Betrieb. Und diese haben selbstverständlich das gleiche aktive und passive Wahlrecht bei der BR-Wahl, wie ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen auch. Nur: Haben Sie schon mal versucht, einem ausländischen Kollegen, der nicht so gut Deutsch spricht, das Recht der Betriebsratswahl näher zu erklären?
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von Peter am 27.10.2009, 15:02 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl, ifb intern

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Am 1. März 2010 beginnt der offizielle Wahlzeitraum für die Betriebsratswahlen. Das ist  nicht mehr besonders viel Zeit. Und deshalb laufen auch die Schulungen des ifb zur BR-Wahl 2010 seit einiger Zeit auf Hochtouren. In den nächsten zwei bis drei Monaten gibt es aber noch einige freie Termine in den unterschiedlichsten Orten.

Sehen Sie hier, welche Termine bereits ausgebucht sind und wo es aktuell noch freie Plätze gibt  (live)

Unser aktualisierter Flyer mit allen Infos zur Wahl (pdf, ca. 2 MB)

www.brwahl.de: Die Webseite zur Betriebsratswahl 2010

Peter

Nach Medienberichten stehen beim Nachrichtenmagazin „Focuserstmalige Betriebsratswahlen an. Für den 10. November 2009 wurden die Beschäftigten zu einer Betriebsversammlung eingeladen, bei der die Wahl eingeleitet werden soll. Hintergrund ist
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von Peter am 13.08.2009, 10:31 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl

Marketing für die BR-Wahl: Muss das sein? Aber sicher: Denn Betriebsräte und Wahlvorstände sind voll gefragt, wenn es um die Mobilisierung der eigenen Belegschaft geht, damit diese möglichst umfangreich zum Gang an die Wahlurne bewegt werden. Auch für die Suche nach geeigneten neuen Kandidaten kann die ein oder andere Werbemaßnahme sehr hilfreich und effektiv sind.

Neu und ab sofort verfügbar: Witzige E-Cards zum Thema „Betriebsrat wählen“. Am besten gleich ausprobieren und eine versenden.

Jetzt E-Cards versenden – hier klicken!

ifb-Seminare zum Thema „Marketing für die BR-Wahl“

Betriebsratswahl 2010 – viele Infos auf www.betriebsratswahl.info

Peter

Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie möchten ein wichtiges Seminar besuchen, ihr Arbeitgeber entgegnet Ihnen aber: Keine Chance! Denn: So kurz vor dem Ende der Amtszeit sei es ja absolut nicht mehr nötig sich als Betriebsrat weiterzubilden. Und wer würde schon wissen, ob es überhaupt zu einer Wiederwahl kommt.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) sieht das allerdings ganz anders! Nach einer neueren Entscheidung vom 07.05.2008 – 7 AZR 90/07 sind auch kurz vor dem Ende der aktuellen Wahlperiode BR-Schulungen erforderlich nach § 37 Abs. 6 BetrVG:

„Der Betriebsrat kann seine gesetzlichen Aufgaben nur erfüllen, wenn bei allen seinen Mitgliedern zumindest ein Mindestmaß an Wissen über die Rechte und Pflichten einer Arbeitnehmervertretung vorhanden ist. Deshalb überwiegt regelmäßig das Interesse des Betriebsrats an der Vermittlung des erforderlichen Grundwissens das Interesse des Arbeitgebers an einer effizienten und kostengünstigen Betriebsführung.“

Thomas

von Thomas am 16.07.2009, 10:56 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl

Bald ist es wieder so weit: Wir wählen! Ich denke jetzt nicht an die bevorstehende Bundestagswahl, sondern an die im Frühjahr 2010 anstehende Betriebsratswahl!

Damit diese auch ohne Probleme abläuft und nicht wegen kleinerer Pannen wiederholt werden muss, ist der Besuch von Wahlseminaren laut Bundesarbeitsgericht (BAG) sehr ratsam.

Die BR-Wahl wird bekanntermaßen durch den Wahlvorstand durchgeführt, der in der Regel vom bestehenden Betriebsrat bestellt wird. Der Wahlvorstand muss eine ganze Reihe von Aufgaben bewältigen: Er muss Wählerlisten erstellen, ein Wahlausschreiben erlassen, eingereichte Wahlvorschläge prüfen, die Stimmabgabe und Stimmauszählung organisieren, das Wahlergebnis feststellen und abschließend zur ersten Sitzung des neugewählten Betriebsrats einladen.

Da gilt es viele Formen und Fristen einzuhalten und selbst gestandene Juristen verlieren da schon mal den Überblick… Und das kann fatale Folgen haben! Denn: Schon bei kleinen Fehlern kann die ganze Wahl nichtig oder aber anfechtbar sein und muss dann wiederholt werden.

Das ist nicht nur ein Mehraufwand für die ehrenamtlichen Helfer, sondern auch auf den Arbeitgeber kommen dadurch neue Kosten und Arbeitsausfälle in der Belegschaft zu! Der Arbeitgeber muss nämlich nach § 20 Abs. 3 Satz 1 BetrVG alle Kosten, die im Zusammenhang mit der BR-Wahl stehen, tragen.

Folglich ist es auch im Interesse des Arbeitgebers einen gut geschulten Wahlvorstand zu haben. Auch das BAG hat in seiner Entscheidung vom 7.6.1984 – 6 AZR 3/82 festgestellt, dass insbesondere für neue Mitglieder des Wahlvorstands der Besuch eines Wahlseminars erforderlich ist, ohne dass dies näher begründet werden muss: „Angesichts der Gefahr einer drohenden Wahlwiederholung und dem damit verbundenen hohen Kostenrisiko für den Arbeitgeber ist eine möglichst genaue Kenntnis der Wahlvorschriften durch die Mitglieder des Wahlvorstandes erforderlich.“
Der Wahlvorstand führt seine Aufgaben in der normalen Arbeitszeit durch. Nach dem BAG spart er deshalb dem Arbeitgeber Zeit und Geld, wenn er sich statt eines mühsamen und langwierigen Selbststudiums auf einem zeitlich begrenzten Wahlseminar schulen lässt.

Doch was ist mit erfahrenen Mitgliedern im Wahlvorstand? Nach der Rechtsprechung des LAG Schleswig-Holstein haben auch diese einen Schulungsanspruch. Denn: Die Wahlvorschriften sind gerade für juristische Laien äußerst kompliziert. Zudem liegt immer ein langer Zeitraum von vier Jahren zwischen den Wahlen, so dass das Wissen in Vergessenheit gerät und aufgefrischt werden muss. Auch unterliegen die Vorschriften einer ständigen Veränderung. Deshalb kann das bereits erworbene Wissen überholt sein.

Bei der Auswahl des Schulungsanbieters ist es wie bei BR-Seminaren: Hier besteht ein eigener Beurteilungsspielraum. Einer qualitativ höherwertigen Schulung ist danach der Vorrang zu geben, wenn hierdurch eine effektive Ausbildung möglich ist.

Viel Erfolg und gutes Gelingen bei Ihrer Betriebsratswahl!

Thomas

PS: Unsere ifb-Wahlseminare und wichtige Infos zur Wahl finden sie hier

Auch die Baumarktkette OBI kann sich bei Lidl, H&M und Konsorten einreihen! Denn: Betriebsräte haben es in diesem Unternehmen schwer. Ständige Schikane steht auf der Tagesordnung.

So bekommen Gewerkschaftsvertreter Hausverbote erteilt, Betriebsratswahlen werden massiv behindert und Mitarbeiter, die den Mund aufmachen, erhalten einfach eine Kündigung.

Wie Spiegel-Online berichtet versucht OBI bereits im Vorfeld die Bildung von Betriebsräten in den einzelnen Filialen zu verhindern. Laut einem ver.di-Vertreter gibt es überall wo Betriebsräte gegründet werden sollen erhebliche Widerstände und Schwierigkeiten. OBI versucht neue BR-Gründungen systematisch zu verhindern. BR-Wahlen laufen nie so ab wie es das Betriebsverfassungsgesetz vorsieht. Mitarbeiter, die für den Wahlvorstand kandidieren wollen werden systematisch gemobbt und schikaniert. Sogar unrechtmäßige, fristlose Kündigungen werden gegenüber Mitarbeitern ausgesprochen, die sich im BR engagieren wollen. Gut dotierte Aufhebungsverträge für BR-Mitglieder oder Kandidaten sind keine Seltenheit.

Die Zahlen allein sprechen für sich: Nur in 40 der 330 bundesweit verstreuten OBI-Filialen gibt es überhaupt einen Betriebsrat. Das sind gerade mal 12 Prozent.

Pikant ist auch die Tatsache, dass laut Medienberichten von Spiegel-Online die Führungsebene von OBI bei einem Anwalt Seminare im „Betriebsrats-Killing“ besuchen soll.

Zu den Vorwürfen sagte die OBI-Zentrale übrigens nur, dass sie mit den Mitarbeitervertretungen „vertrauensvoll zusammenarbeite“…

Thomas

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