Gruppe von Menschen stellen diverse Berufe darEine Antwort auf diese Frage gibt der Depressionsatlas 2015, den die Techniker Krankenkasse kürzlich veröffentlicht hat. Der Bericht zeigt, in welchen Berufen die meisten Fehltage wegen Depressionen vorkommen. Vor allem Arbeitnehmer mit einem hohen Stresslevel und einer großen psychischen Belastung sind betroffen. So verbuchte die Krankenkasse 2013 in der Altenpflege 2,5 Fehltage pro Erwerbsperson, während es in Erziehungsberufen 1,6 Tage waren und in Sicherheitsberufen 1,4 Tage. Am meisten fehlten jedoch Beschäftige in Call-Centern. Hier betrug die Fehlzeit im Schnitt 2,8 Tage. Das liegt nicht nur an dem hohen Stresslevel sondern auch an der fehlenden Selbstbestimmung, die diesen Job kennzeichnet. Die Mitarbeiter in Call-Centern arbeiten meist sehr fremdbestimmt, d.h. sie haben kaum eigenen Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Fehlende Selbstbestimmung ist ein wichtiger Faktor, der oft genannt wird, wenn es um psychische Belastungen am Arbeitsplatz geht.

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Ein bekanntes Thema ist wieder auf dem Tisch bzw. wieder vom Tisch. Wie das? Wie bereits früher hat nun Anfang des Monats die SPD erneut zum Schutz der Arbeitnehmer nach einem Anti-Stress-Gesetz verlangt. Das berichtete unter anderen die „Welt“. In diesem solle es vor allem um die Regelung der Frage gehen, wann der Arbeitgeber einen Mitarbeiter kontaktieren darf (Stichwort Erreichbarkeit). Ein solches Gesetz könne einen wichtigen Präventionsbeitrag leisten – insbesondere vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. „Die bestehenden Regelungen im Arbeitsschutzgesetz reichen bei weitem nicht aus“, so ein Vorstandmitglied der IG Metall.

Die Bundesregierung hat jetzt auf eine Anfrage der Linksfraktion ganz aktuell mit folgender Antwort reagiert: „ Für eine eigenständige Verordnung (z. B. zum Schutz vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit bzw. in Form einer Anti-Stress-Verordnung) liegen derzeit noch keine hinreichend konkreten Gestaltungsanforderungen vor, die als Handlungsaufforderungen an den Arbeitgeber gestellt werden können. Diese Gestaltungsanforderungen sind Voraussetzungen für rechtsicheres Handeln des Arbeitgebers und für die Durchsetzung durch die zuständigen Arbeitsschutzaufsichtsbehörden. Insbesondere ist die Frage offen, inwieweit der Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis hinreichend ist, mögliche Gefährdungen in ihrer Komplexität klar zu definieren und zu erfassen, um auf dieser Basis moderne Arbeitsformen menschengerecht zu gestalten. Vor allem zum Wirkfaktor Arbeit bei psychischen Belastungen und zur präventiven Beeinflussbarkeit durch die Betriebe gehen die Meinungen weit auseinander.“

Im Ergebnis ist damit ein Anti-Stress-Gesetz in dieser Legislaturperiode nicht zu erwarten. Doch: Bis 2016 will die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ein Forschungsprojekt durchführen, dass auf die Ableitung möglicher Handlungsempfehlungen zur psychischen Gesundheit zielt. Nach Vorlage dieser Handlungsempfehlungen soll laut Antwortschreiben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüfen, ob sich daraus hinreichend konkrete Gestaltungsanforderungen ableiten lassen, die in einer Arbeitsschutzverordnung geregelt werden sollten. Warten wir es also ab.

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Als Interessenvertreter erleben Sie es hautnah mit: In den Betrieben häufen sich die Burn-out-Fälle. Immer mehr Mitarbeiter fühlen sich ausgebrannt und erschöpft. Hier dürfen Sie nicht wegschauen. Denn: Sie haben viele Möglichkeiten, um aktiv gegen Burn-out vorzugehen. Dazu müssen Sie kein Therapeut oder Psychologe sein. Von den ersten Alarmzeichen bis zu ganzheitlichen Anti-Stress-Maßnahmen: Unsere Ausbildung macht Sie zu einem kompetenten Ansprechpartner. In vier mehrtägigen Blöcken bekommen Sie alles, um psychische Belastungen zu verringern oder ganz zu vermeiden. Trainieren Sie, wie Sie Beratungsgespräche richtig führen. Erfahren Sie, wie Sie praktische Unterstützung für Burn-out-Betroffene organisieren. Und: Lernen Sie, wie Sie nicht nur Ihre Kollegen, sondern auch sich selbst vor Überlastung schützen.

Mehr Infos zum Inhalt und zu den Terminen erfahren Sie hier.

Übrigens: Auch Nicht-Betriebsräte (z.B. Personaler, Fachkräfte) sind herzlich willkommen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir unter Berufung auf den DAK-Gesundheitsreport 2012 folgenden Blogbeitrag gepostet: „Alarmierend: Psychische Leiden auf Platz drei der Fehlzeiten“. Damals lagen vor den psychischen Leiden nur noch Muskel-Skelett- sowie Atemwegserkrankungen. Kaum ein Jahr später haben wir ein neues und – leider auch noch passend zur Thematik – deprimierendes Ergebnis. Denn: Die psychischen Erkrankungen haben inzwischen die Atemwegserkrankungen vom zweiten Platz verdrängt. Das berichtet der Gesundheitsreport des BKK-Dachverbandes 2013.

Angesichts dieser Statistik werden in den Betrieben Aufschreie laut: „Was das bedeutet!“ klagt der Arbeitnehmer. „Was das kostet!“, jammert der Arbeitgeber. Klar ist jedoch: Dringender Handlungsbedarf ist angesagt – an allen Ecken und Enden und auf allen Ebenen. Aber: Der Arbeitgeber müsste handeln, tut es aber nicht. Der Arbeitnehmer möchte handeln, kann es aber nicht. Wie so oft ist auch an dieser Stelle der Betriebsrat gefragt. Holen Sie sich hier das nötige Praxiswissen und hilfreiche Handlungskonzepte, um psychischen Belastungen in Ihrem Betrieb erfolgreich entgegen zu treten.

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Von heute auf morgen geht auch das wohl eher nicht. Doch Schritt für Schritt und mit dem richtigen „Handlungsplan“ in der Tasche ist ganz viel möglich. Denn: In diesem Seminar schauen wir gemeinsam mit Ihnen nicht auf die Dinge im Leben, die krank machen, sondern auf die, die uns stark machen und gesund bleiben lassen. Egal, ob Sie schon seit Ewigkeiten im Betriebsrat sind oder dieses Jahr neu gewählt wurden – es ist nie zu spät gelassener, stressfester und leistungsstärker zu werden. Achten Sie auf sich selbst! Trainieren Sie, wie Sie gezielt an Ihren Verhaltensmustern und Gedanken arbeiten. Lassen Sie sich zeigen, wie Sie mit etwas Übung viel entspannter mit Stress umgehen. So beugen Sie nicht nur Burn-out vor, sondern machen den ersten Schritt insgesamt zu einem lebenswerteren Leben. Mehr zum Inhalt der Veranstaltung und alle Termine finden Sie hier.

Übrigens: Auch andere Interessenvertreter sind natürlich herzlich willkommen.

Als Interessenvertreter erleben Sie es hautnah mit: In den Betrieben häufen sich die Burn-out-Fälle. Immer mehr Mitarbeiter fühlen sich ausgebrannt und erschöpft. Hier dürfen Sie nicht wegschauen. Denn: Sie haben viele Möglichkeiten, um aktiv gegen Burn-out vorzugehen. Dazu müssen Sie kein Therapeut oder Psychologe sein. Von den ersten Alarmzeichen bis zu ganzheitlichen Anti-Stress-Maßnahmen: Unsere Ausbildung macht Sie zu einem kompetenten Ansprechpartner. In vier mehrtägigen Blöcken bekommen Sie alles, um psychische Belastungen zu verringern oder ganz zu vermeiden. Trainieren Sie, wie Sie Beratungsgespräche richtig führen. Erfahren Sie, wie Sie praktische Unterstützung für Burn-out-Betroffene organisieren. Und: Lernen Sie, wie Sie nicht nur Ihre Kollegen, sondern auch sich selbst vor Überlastung schützen.

Mehr Infos zum Inhalt und zu den Terminen erfahren Sie hier.

Übrigens: Auch Nicht-Betriebsräte (z.B. Personaler, Fachkräfte) sind herzlich willkommen.

von Ines am 04.06.2013, 10:12 Uhr , Kategorie: Burn-out

Um Arbeitnehmer vor den Folgen permanenter Erreichbarkeit zu bewahren, sollten Unternehmen klare Regeln zum Umgang mit Handys und Computern schaffen. Denn: Eine ständige Verfügbarkeit wirkt sich negativ auf Erholung und Wohlbefinden der Betroffenen aus. Dies ergab laut Pressemitteilung der DGUV eine Auswertung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).

Die iga hat sich mit der Frage beschäftigt, wie wir mit dem Problem der ständigen Erreichbarkeit gesund umgehen können. Dazu wurden sowohl bereits vorhandene Studien ausgewertet als auch wissenschaftliche Experten und Unternehmen befragt.

Den Antworten lässt sich laut Pressemitteilung entnehmen, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen. Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet dauernde Erreichbarkeit über Smartphone und Tablet-Computer eine deutliche Beeinträchtigung ihrer Erholungszeiten – Freizeit ist schwerer planbar. Helfen können transparente Regeln für Zeiten der Erreichbarkeit bzw. Nicht-Erreichbarkeit und zu Reaktionszeiten. Als Beispiele für solche Regelungen können Maßnahmen von Daimler und Volkswagen angeführt werden (wir berichteten). Aber: Jeder muss auch seinen Teil zur Prävention beitragen. Daher sollten Arbeitnehmer einen vernünftigen Umgang mit den neuen Techniken lernen und wissen, dass nicht immer sofort auf einen Anruf oder eine eingehende E-Mail reagiert werden muss, so die Experten.

Gründe für die Zunahme des Phänomens sind laut iga die zunehmende Arbeitsverdichtung, die allgemeine Beschleunigung des Arbeitslebens, eine grundlegende Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeitsverhältnissen und die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft. Besonders betroffen von permanenter Erreichbarkeit sind Führungskräfte, Außendienstmitarbeiter und IT-Spezialisten.

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Das große Interesse an unserer ersten Fachtagung und die durchwegs positiven Rückmeldungen zum Thema psychische Belastungen haben uns gezeigt: Wir müssen weitermachen! Deshalb gibt es jetzt eine Fortsetzung mit neuen Schwerpunkten, neuen Workshops und neuen Strategien gegen Psycho-Stress am Arbeitsplatz.

Der Besuch der ersten Fachtagung ist nicht zwingend Voraussetzung für diese Veranstaltung. Das heißt wir freuen uns auf abwechslungsreiche und informative Tage mit bekannten und neuen Gesichtern. Bleiben Sie gemeinsam mit uns dran! Kommen Sie vom 17. bis 20. September 2013 an den Timmendorfer Strand. An diesem idealen Veranstaltungsort können Sie Ihr Wissen über psychische Gesundheit vertiefen, sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen austauschen und Methoden kennenlernen, um in Ihrem Betrieb wirksam Einfluss zu nehmen.

Die Chancen stehen sehr gut. Denn: Die Bundesregierung hat in einem Gesetzentwurf unter anderem auch Änderungen im Arbeitsschutzgesetz vorgesehen. Danach sind auch psychische Belastungen bei einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen, welche der Arbeitgeber durchführen muss, um die ggf. erforderlichen Schutzmaßnahmen zu ermitteln. Das berichtet Patrick Esser vom Institut für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht Köln auf dem Online Portal „Der Arbeits-Rechts-Berater“.

Der Gesetzentwurf, sieht insbesondere folgende Neuerungen im Arbeitsschutzgesetz vor:

–   In § 4 Nr. 1 ArbSchG wird die Gesundheitsgefährdung klarstellend als „physische und psychische“ definiert.

–   In § 5 Abs. 3 ArbSchG wird die Aufzählung der Gefährdungsfaktoren, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, um „psychische Belastungen bei der Arbeit“ erweitert.

Der Gesetzentwurf wurde am 21.02.2013 in erster Lesung im Bundestag beraten und an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

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von Ines am 22.02.2013, 10:49 Uhr , Kategorie: Burn-out

Die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und psychischen Belastungen sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik gerückt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zu diesem Thema jetzt die Ergebnisse einer Studie, den Stressreport Deutschland 2012, veröffentlicht. Die Aufgabe dieser Untersuchung ist es, Entwicklungen in der Arbeitswelt zu beobachten. Sie bildet die Arbeitsbedingungen, Beanspruchungen und gesundheitlichen Beschwerden von 20.000 Beschäftigten ab.

Die Ergebnisse in Kürze: Arbeitsunterbrechungen, Multitasking, Termin- und Zeitdruck wie auch Monotonie sind die am häufigsten anzutreffenden psychischen Anforderungen. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielräume für die Beschäftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bewältigen.

Die ausführliche Studie finden Sie hier.

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