Burn-out-Seminare

IG Metall befragt über 4.000 Betriebsräte zur Work-Life-Balance

Montag, 10. Oktober 2011 von Peter

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – fast alle Unternehmen behaupten mittlerweile von sich, familienfreundlich zu sein. Stolze 99 Prozent seien es, so lauten zumindest offizielle Angaben des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Im Juli und August 2011 befragte die IG Metall nun mehr als 4.000 Betriebsräte zu ihren eigenen Erfahrungen mit diesem Thema im Betrieb. Und siehe da: Das Ergebnis gibt doch ein etwas anderes Bild ab! Kurz zusammengefasst heißt das:

  • Arbeitgeber fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur unzureichend;
  • Betriebsräte werden vom Unternehmen bei derartigen Maßnahmen kaum unterstützt;
  • die Initiative für solche Maßnahmen gehe zu etwa zwei Drittel vom Betriebsrat aus;
  • Leiharbeitnehmer werden bei dem Thema diskriminiert.

Ein Befragter meinte dazu, dass es immer schwieriger werde, (weiterlesen …)

Kinderarmut im doppelten Sinn

Donnerstag, 04. August 2011 von Thomas

Wie die „Welt“ berichtet hat Deutschland mittlerweile die niedrigste Geburtenrate in der gesamten EU. Und dieser Trend verfestigt sich immer mehr, denn auch im vergangenen Jahr 2010 kamen wiederum deutlich weniger Kinder zur Welt als im Vorjahr 2009. In Ostdeutschland fällt der Geburtenrückgang noch deutlich stärker aus als im Westen. Allein der Ausbau der Betreuungsplätze und das Elterngeld führen also nicht zu höheren Geburtenraten.

Inzwischen sind nur noch 16,5% der Einwohner Deutschlands jünger als 18 Jahre. In Frankreich liegt die Quote bei über 22%. Auf Dauer wird die Einwohnerzahl Deutschlands deutlich schrumpfen. Der demografische Wandel hat natürlich auch für die Arbeitswelt und die Sozialsysteme Konsequenzen: Der (weiterlesen …)

Merkel verspricht familienfreundlichere Arbeitszeiten

Donnerstag, 10. Februar 2011 von Ines

Die Bundesregierung fordert flexiblere und familienfreundlichere Arbeitszeiten. Dafür will sich Angela Merkel (CDU) jetzt einsetzen. Denn: Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine wichtige Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland, so die Bundeskanzlerin laut Bericht der Tagesschau am 8. Februar bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern. Unternehmen können sich durch innovative Arbeitszeitmodelle als interessante Arbeitgeber in Position bringen und beispielsweise auch dem Fachkräftemangel entgegen wirken.

Ein hoffnungsvoller und wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist für Merkel eine von Bundesregierung sowie Vertretern der Wirtschaft und der Gewerkschaften unterzeichnete Charta. Darin verpflichten sich alle Beteiligten, (weiterlesen …)

Mitmachen: Online-Umfrage zur Arbeitszeitgestaltung

Freitag, 14. Januar 2011 von Peter

Das Ziel: Die Zukunft der Arbeit soll familienfreundlicher werden. Diese Worte haben wir schon oft gehört, aber passiert auch etwas? Bei dem Thema sind vor allem Arbeitgeber gefragt. Denn die haben es in der Hand, positive Rahmenbedingungen und Regeln in ihren Unternehmen einzuführen. Nicht verwunderlich erscheint, dass in der breiten Masse letztlich immer noch die Gier nach Profit die Oberhand zu behalten scheint. Dadurch bleiben familienfreundliche Regelungen unweigerlich auf der Strecke. Denn beides verträgt sich nicht so recht. Darum ist es prima, wenn viele an dem Thema dranbleiben und es weiter voranbringen. Um die Erfahrungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu ihrer Arbeitszeit besser kennenzulernen, gibt es jetzt eine Online-Umfrage, an der (weiterlesen …)

Zukunftsmodell: Urlaub so viel ich will!

Dienstag, 17. August 2010 von Thomas

In den USA entwickelt sich gerade ein neues Urlaubsmodell, das vielleicht in Zukunft auch in Deutschland Fuß fassen könnte: Jeder Angestellte kann so viel Urlaub nehmen, wie er möchte und wann er möchte.

Die bisherige starr begrenzte Urlaubsregelung ist ein Relikt aus dem Industriezeitalter. Wir brauchen keinen geregelten Urlaub mehr. Wichtig ist allein, was die Mitarbeiter leisten und nicht wie viele Stunden sie arbeiten“, so ein Vorreiter-Arbeitgeber gegenüber Spiegel online.

Die Arbeitgeber wollen mit dem Modell „Urlaub nach Wunsch“ (weiterlesen …)

Karrierebremse Kind

Freitag, 13. August 2010 von Thomas

Kinderkriegen ist für Frauen in Deutschland leider noch immer ein großer Karrierekiller. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Bertelsmann/Emnid, die diese Woche veröffentlicht wurde.

Danach hat jede zweite Frau wegen der Familie mindestens einmal ihre Karrierewünsche aufgeben oder ändern müssen. Das Meinungsbild der Deutschen zu diesem Thema deckt sich übrigens mit der Realität: Denn von den Befragten sind 90 Prozent der Meinung, dass vor allem Frauen durch die Familie im Beruf benachteiligt sind. Hinzu kommt noch, dass mehr als zwei Drittel glauben, dass (weiterlesen …)

Die Legende vom familienfreundlichen Betrieb

Donnerstag, 10. Dezember 2009 von Peter

Die Bundesagentur für Arbeit hat gemeinsam mit dem IAB-Institut im Jahr 2008 an die 16.000 Betriebe befragt, ob und welche Maßnahmen und Vereinbarungen für Frauen- und Familienförderung bei ihnen getroffen worden seien. Stichwort: Familienfreundlicher Betrieb! Das ernüchternde Ergebnis: In 87 Prozent aller Unternehmen gibt es NICHTS dergleichen!

Somit bleibt der “familienfreundliche Betrieb” ein oft beschworener Mythos, den sich viele zwar gerne auf die Fahne schreiben, wo aber im Endeffekt (weiterlesen …)

Im Urlaub darf beim Ehemann gearbeitet werden

Freitag, 20. November 2009 von Thomas

„Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten“ – so heißt es wortwörtlich in § 8 des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

Laut neuester Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln (LAG Köln vom 21.09.2009 – 2 Sa 674/09) muss dies aber dahingehend ausgelegt werden, dass das Arbeitsverbot für Aushilfstätigkeiten im Geschäft des Ehemannes nicht gilt. (weiterlesen …)

Anteil der Teilzeitarbeit wächst und bleibt in Frauenhand

Donnerstag, 30. April 2009 von Thomas

In den letzten zehn Jahren hat die Teilzeitarbeit laut Statistischem Bundesamt in Deutschland weiter zugenommen.

Insgesamt hatten im vergangenen Jahr fast 5 Millionen Frauen und Männer einen Teilzeitjob mit maximal 20 Stunden pro Woche. Das sind 16 Prozent aller abhängig Beschäftigten. Vor zehn Jahren arbeiteten nur 3,5 Millionen in Teilzeit – rund ein Drittel weniger als heute.

Gründe für diesen Anstieg sind laut dem Bundesamt unter anderem der im Jahr 2001 eingeführte Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, die Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die gesetzliche Änderungen zur geringfügigen Beschäftigung.

Für die meisten ist der Hauptgrund für die Teilzeittätigkeit mehr Zeit für familiäre Verpflichtungen zu gewinnen: Über 50% der Teilzeitbeschäftigten üben eine Teilzeittätigkeit aus, weil sie Kinder oder pflegebedürftige Personen betreuen oder anderen familiären Verpflichtungen nachgehen.

Zudem steigt aber auch der Anteil der unfreiwillig in Teilzeit arbeitenden Menschen: Seit 1998 ist dieser von 13 auf 23 Prozent deutlich gewachsen. In den neuen Bundesländern arbeiten sogar 65 Prozent unfreiwillig in Teilzeit, im Westen dagegen nur 17 Prozent.

Auffällig ist, dass die Teilzeitarbeit auch weiterhin eine Frauendomäne ist. 87 Prozent der Beschäftigten mit maximal 20 Stunden in der Woche waren im Jahr 2008 Frauen.

Auf Altersgruppen verteilt ergibt sich eine Zunahme in allen Generationen. Am stärksten ist der Zuwachs jedoch bei den 45- bis 54-Jährigen (plus sechs Prozentpunkte) und am geringsten bei den 25- bis 34-Jährigen (minus acht Prozentpunkte).

Thomas

Mehr Kita-Plätze in den Betrieben

Donnerstag, 13. März 2008 von Peter

Das Bundesfamilienministerium hat eine neue Initiative gestartet, um zusätzliche Kita-Plätze für Kleinkinder in Betrieben zu schaffen. Mit dem Förderprogramm “Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung” sollen bis 2011 insgesamt 4.300 zusätzliche Kita-Plätze angelegt werden. Dafür stehen 50 Millionen Euro an EU-Geldern bereit.

Adressaten sind Unternehmen mit max. 1.000 Beschäftigten, die pro Platz einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der laufenden Betriebskosten, höchstens aber 6.000 Euro pro Platz und Jahr erhalten können.

Ministerin von der Leyen (CDU) will “ein starkes Signal für die vielen Unternehmen geben, die ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung unterstützen möchen.”

In Zeiten zunehmenden Facharbeitermangels werden immer mehr Unternehmen erkennen, dass Familienfreundlichkeit im Betrieb keine Sozialromantik ist, sondern einen waschechten Standortvorteil für sie bedeuten kann. Und wie vorteilhaft, wenn Arbeitnehmer mit Kindern auch mal von etwas richtig profitieren können.

Nach dem Betriebsverfassungsgesetz haben Betriebsräte die Aufgabe, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu fördern. Wer in diesem Bereich noch aktiver werden möchte, kann sich auf einer dieser Schulungen kompetent informieren.

Peter

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