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Inkonsequent? Frauenquote ja – Chefin nein!

Mittwoch, 09. November 2011 von Ines

In der deutschen Politik ist die Frage, wie man mehr Frauen in Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft installieren kann, schon länger ein heiß diskutiertes Thema. Doch wie sieht es eigentlich an der „Basis“ aus? Eine repräsentative Umfrage des Online-Stellenportals Jobware kommt zu folgendem Ergebnis: Eine Frauenquote befürwortet mehr als die Hälfte (55%) der berufstätigen Frauen. Doch geht es darum, ob sie sich eine Frau als Vorgesetzte wünschen, heißt es “nein, danke”.

Lediglich 3 % aller Frauen in Fach- und Führungspositionen wünschen sich eine Geschlechtsgenossin als Vorgesetzte. 27 % der Befragten ist ein männlicher Chef lieber. Und was wollen die Männer? Bei der Frage Chef oder Chefin reagierten diese neutraler: Knapp 89 % geben an, es sei ihnen egal, welchem Geschlecht der Vorgesetzte angehört. Rund 9 % bevorzugen einen Mann als Vorgesetzten und 3 % hätten lieber eine Chefin.

Woran liegt dieses Dilemma? (weiterlesen …)

Mehrverdienst der Partnerin quält den Mann

Freitag, 09. September 2011 von Thomas

Der Mann bringt als Ernährer der Familie das Geld nach Hause. Doch die Zeiten haben sich gewandelt! Heute sind Doppelverdiener-Paare die Regel. Da kann es schnell vorkommen, dass die Frau mehr Geld verdient als der Mann. Eigentlich nicht diskussionswürdig – sollte man meinen. Eine Studie zeigt aber genau das Gegenteil auf. Wie ”Die Weltberichtet ist es für viele Männer ein Problem, wenn ihre Partnerin das dickere Portmonee hat. Bei ihnen werden dadurch Existenz- und Versagensängste ausgelöst, weil sie noch immer das alte Rollendenken verinnerlicht haben. Konflikte entstehen vor allem, wenn das Geld ohnehin knapp ist. Oft kommt es dann zu Sticheleien wie: “Ach, schon wieder ein neues Paar Schuhe?

Doch wie kann hier abgeholfen werden? Experten (weiterlesen …)

„Wer immer schluckt und akzeptiert, wird zum dankbaren Opfer“

Mittwoch, 17. August 2011 von Thomas

Mobbing, Frust und schlechte Führung sind leider in vielen Betrieben Allgegenwärtig. In Spiegel Online ist ein spannender Bericht über den grausigen Arbeitsalltag einer Buchhalterin zu lesen. Der Horror im Büro begann damit, dass die bisherige Kollegin der Buchhalterin zu ihrer Chefin wurde.

Dabei heißt es laut einer McKinsey-Studie, dass Frauen die besseren Führungskräfte seien, weil sie einfühlsamer und verständnisvoller als Männer sind. Häufig reagieren aber gerade Frauen besonders heftig, damit sie ein hartes Durchgreifen beweisen können, so die Psychologin Regina Michalik. Weiter führt sie aus, dass Frauen Kritik von anderen Frauen oft persönlich nehmen. Einem Mann würden sie (weiterlesen …)

Stress pur: Alleinerziehende müssen nach Urteil mehr Vollzeit arbeiten

Donnerstag, 11. August 2011 von Peter

Über ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs zum Unterhaltsrecht berichtet das Fachportal betriebsrat.de: Alleinerziehende Geschiedene müssen in der Regel Vollzeit arbeiten, sobald das Kind drei Jahre alt ist. Ein Betreuungsunterhaltsanspruch gegenüber dem Ex-Partner bestehe nur dann weiter, wenn der betreuende Elternteil aufgrund konkreter Umstände nicht in vollem Umfang arbeiten könne. Die Betreuung eines Grundschulkindes würde einer Vollzeittätigkeit nicht entgegenstehen, wenn nach der Unterrichtszeit eine Betreuungsmöglichkeit bestehe (BGH, Urteil, Az. XII ZR 94/09).

Im Fall ging es um eine geschiedene alleinerziehende Mutter und deren Tochter, die die zweite Klasse Grundschule besuchte. Die Mutter arbeitete halbtags, (weiterlesen …)

Platzhirsch contra Frauenquote: Mit Soft Skills in die Karriere-Falle

Dienstag, 02. August 2011 von Susanne

Eigentlich machen Frauen alles richtig. Dennoch schaffen sie es mit ihren Karrierestrategien nicht an die Spitze der Unternehmen, so das Fazit einer Studie von Soziologen der Technischen Universität (TU) Berlin. Das Ergebnis der Befragung ist paradox: Gerade die vielgepriesenen Soft Skills werden zur Stolperfalle für Frauen.

Frauen setzen demnach zu sehr auf Kooperation statt auf Konkurrenz. Das Absurde daran ist: Frauen sind sich durchaus bewusst, welche Anforderungen die moderne Arbeitswelt an sie stellt und setzten die geforderten Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit bewusst und zielgerichtet ein. Das Problem an der Sache ist nur, dass gerade diese Fähigkeiten seit jeher als typisch weiblich gelten. Die Folge: Frauen werden von ihren Vorgesetzten auch heute nicht als Individuum, sondern nur noch als Frau wahrgenommen. So werden ihnen alte Rollenklischees zum Verhängnis. (weiterlesen …)

Kräftige UN-Watschn für die deutsche Sozialpolitik

Mittwoch, 06. Juli 2011 von Peter

“Tief besorgt” zeigen sich offenbar die Vereinten Nationen in ihrem neuen Staatenbericht über den aktuellen Zustand der deutschen Sozialpolitik. Ein Expertenkommitee verglich die Situation in unserem Land mit der in Moldawien, in Russland, in der Türkei und im Jemen. Das Ergebnis ist für so ein reiches Land nur noch beschämend, die schriftliche Mängelliste wenig ermutigend, fast schon hoffnungslos: (weiterlesen …)

Frauenquote: Na also, geht doch!

Dienstag, 07. Juni 2011 von Ines

Der Vorstand der Bundesbank geht in Sachen Frauenquote mit gutem Beispiel voran und meldet: Vorstand komplett – Erste Frau im Amt! Letzte Woche trat Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger-Peiter als Vizepräsidentin ihren Posten an und ist damit die erste Frau im Vorstand der Bundesbank. Dies berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Mit Lautenschläger holt sich der Bundesbank-Vorstand eine Fachfrau ins Boot, die 15 Jahre Erfahrung in der Bankenkontrolle vorweisen kann. Die Juristin, die laut SZ von Mitarbeitern als eine Frau geachtet wird, die „hart in der Sache, aber freundlich im Ton“ ist, kommt von der Finanzaufsicht Bafin und übernimmt jetzt bei der Bundesbank die Zuständigkeit für Banken und Finanzaufsicht sowie Revision. Sie hat mit etwas überzeugt, was man Frauen in Deutschlands männerregierten Vorstandwelt bei der Besetzung hoher Positionen nur allzu gerne abspricht: hohe fachliche Eignung. Endlich hat man hier offensichtlich einmal darauf verzichtet, in einem „Männerclub“ unter sich zu bleiben oder das Amt einem altgedienten Parteifreund zuzuschustern.

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat in einer seiner letzten Sendungen „Satiregipfel“ den mangelnden Frauenanteil in Managementpositionen sinngemäß wie folgt begründet: (weiterlesen …)

Umstritten: Wieder arbeiten kurz nach der Geburt

Montag, 16. Mai 2011 von Ines

Die meisten Deutschen haben kein Verständnis für Mütter, die kurz nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gehen. Das hat eine Umfrage der GfK Marktforschung laut Bericht der Süddeutschen Zeitung ergeben. Demnach sind 88 % der Bundesbürger der Meinung, dass sich junge Mütter in den ersten 12 Lebensmonaten „voll und ganz“ um ihr Baby kümmern sollten. Dass das Kind ebenso so gut vom Vater betreut werden kann, glauben 54%. Die Frage nach der Kinderversorgung müssen Eltern aber für sich entscheiden, sagen 85% der Befragten. Weder Verwandte noch die Gesellschaft haben sich hier einzumischen, so die Studie.

Richtig oder falsch gibt es in dieser Hinsicht wohl nicht. Sicher hat es Vorteile, wenn die Mutter so lange wie möglich bei ihrem Kind bleibt, gerne auch bis zur Kindergartenzeit. Aber sind denn nicht oft die Familien auf beide Gehälter angewiesen? Und ist es wirklich schlecht für ein Kind, (weiterlesen …)

Gleiche Bezahlung von Männern und Frauen in Zukunft per Gesetz?

Donnerstag, 17. März 2011 von Peter

Es ist ein politisch wagemutiger Antrag, den die SPD da in den Bundestag eingebracht hat: Die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen soll nun gesetzlich durchgesetzt werden. Weil hier in der Realität einiges im Argen ist und wohl leider auch länger noch so bleiben wird (warum eigentlich?), stützt sich die Partei zur Begründung ihres Vorgehes nun auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches ein Verbot der Entgeltdiskriminierung enthalte.

Wie stellt sich die Partei die Umsetzung vor? Das Gesetz soll für die gesamte Privatwirtschaft ab einer bestimmten Beschäftigtenzahl, (weiterlesen …)

Die Kanzlerin sagt NEIN

Mittwoch, 02. Februar 2011 von Thomas

Eine gesetzliche Frauenquote soll es nach dem Willen von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) in der deutschen Wirtschaft nicht geben. Seit einigen Wochen wird dieses Thema heiß diskutiert, denn die Vorstandsetagen von deutschen Unternehmen sind nahezu reine „Männerclubs.“

Regierungschefin und Arbeitsministerin – beides Frauen – stehen sich nun mit unterschiedlichen Positionen gegenüber. Da aber die Kanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt, wird es laut dem Regierungssprecher erst einmal keine gesetzlich verordnete Frauenquote in der Wirtschaft geben.

Thomas

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