Über ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs zum Unterhaltsrecht berichtet das Fachportal betriebsrat.de: Alleinerziehende Geschiedene müssen in der Regel Vollzeit arbeiten, sobald das Kind drei Jahre alt ist. Ein Betreuungsunterhaltsanspruch gegenüber dem Ex-Partner bestehe nur dann weiter, wenn der betreuende Elternteil aufgrund konkreter Umstände nicht in vollem Umfang arbeiten könne. Die Betreuung eines Grundschulkindes würde einer Vollzeittätigkeit nicht entgegenstehen, wenn nach der Unterrichtszeit eine Betreuungsmöglichkeit bestehe (BGH, Urteil, Az. XII ZR 94/09).

Im Fall ging es um eine geschiedene alleinerziehende Mutter und deren Tochter, die die zweite Klasse Grundschule besuchte. Die Mutter arbeitete halbtags,
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Eigentlich machen Frauen alles richtig. Dennoch schaffen sie es mit ihren Karrierestrategien nicht an die Spitze der Unternehmen, so das Fazit einer Studie von Soziologen der Technischen Universität (TU) Berlin. Das Ergebnis der Befragung ist paradox: Gerade die vielgepriesenen Soft Skills werden zur Stolperfalle für Frauen.

Frauen setzen demnach zu sehr auf Kooperation statt auf Konkurrenz. Das Absurde daran ist: Frauen sind sich durchaus bewusst, welche Anforderungen die moderne Arbeitswelt an sie stellt und setzten die geforderten Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit bewusst und zielgerichtet ein. Das Problem an der Sache ist nur, dass gerade diese Fähigkeiten seit jeher als typisch weiblich gelten. Die Folge: Frauen werden von ihren Vorgesetzten auch heute nicht als Individuum, sondern nur noch als Frau wahrgenommen. So werden ihnen alte Rollenklischees zum Verhängnis.
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„Tief besorgt“ zeigen sich offenbar die Vereinten Nationen in ihrem neuen Staatenbericht über den aktuellen Zustand der deutschen Sozialpolitik. Ein Expertenkommitee verglich die Situation in unserem Land mit der in Moldawien, in Russland, in der Türkei und im Jemen. Das Ergebnis ist für so ein reiches Land nur noch beschämend, die schriftliche Mängelliste wenig ermutigend, fast schon hoffnungslos:
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von Ines am 07.06.2011, 08:23 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf

Der Vorstand der Bundesbank geht in Sachen Frauenquote mit gutem Beispiel voran und meldet: Vorstand komplett – Erste Frau im Amt! Letzte Woche trat Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger-Peiter als Vizepräsidentin ihren Posten an und ist damit die erste Frau im Vorstand der Bundesbank. Dies berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Mit Lautenschläger holt sich der Bundesbank-Vorstand eine Fachfrau ins Boot, die 15 Jahre Erfahrung in der Bankenkontrolle vorweisen kann. Die Juristin, die laut SZ von Mitarbeitern als eine Frau geachtet wird, die „hart in der Sache, aber freundlich im Ton“ ist, kommt von der Finanzaufsicht Bafin und übernimmt jetzt bei der Bundesbank die Zuständigkeit für Banken und Finanzaufsicht sowie Revision. Sie hat mit etwas überzeugt, was man Frauen in Deutschlands männerregierten Vorstandwelt bei der Besetzung hoher Positionen nur allzu gerne abspricht: hohe fachliche Eignung. Endlich hat man hier offensichtlich einmal darauf verzichtet, in einem „Männerclub“ unter sich zu bleiben oder das Amt einem altgedienten Parteifreund zuzuschustern.

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat in einer seiner letzten Sendungen „Satiregipfel“ den mangelnden Frauenanteil in Managementpositionen sinngemäß wie folgt begründet:
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von Ines am 16.05.2011, 09:04 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf

Die meisten Deutschen haben kein Verständnis für Mütter, die kurz nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gehen. Das hat eine Umfrage der GfK Marktforschung laut Bericht der Süddeutschen Zeitung ergeben. Demnach sind 88 % der Bundesbürger der Meinung, dass sich junge Mütter in den ersten 12 Lebensmonaten „voll und ganz“ um ihr Baby kümmern sollten. Dass das Kind ebenso so gut vom Vater betreut werden kann, glauben 54%. Die Frage nach der Kinderversorgung müssen Eltern aber für sich entscheiden, sagen 85% der Befragten. Weder Verwandte noch die Gesellschaft haben sich hier einzumischen, so die Studie.

Richtig oder falsch gibt es in dieser Hinsicht wohl nicht. Sicher hat es Vorteile, wenn die Mutter so lange wie möglich bei ihrem Kind bleibt, gerne auch bis zur Kindergartenzeit. Aber sind denn nicht oft die Familien auf beide Gehälter angewiesen? Und ist es wirklich schlecht für ein Kind,
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Es ist ein politisch wagemutiger Antrag, den die SPD da in den Bundestag eingebracht hat: Die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen soll nun gesetzlich durchgesetzt werden. Weil hier in der Realität einiges im Argen ist und wohl leider auch länger noch so bleiben wird (warum eigentlich?), stützt sich die Partei zur Begründung ihres Vorgehes nun auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches ein Verbot der Entgeltdiskriminierung enthalte.

Wie stellt sich die Partei die Umsetzung vor? Das Gesetz soll für die gesamte Privatwirtschaft ab einer bestimmten Beschäftigtenzahl,
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von Thomas am 02.02.2011, 16:09 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf

Eine gesetzliche Frauenquote soll es nach dem Willen von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) in der deutschen Wirtschaft nicht geben. Seit einigen Wochen wird dieses Thema heiß diskutiert, denn die Vorstandsetagen von deutschen Unternehmen sind nahezu reine „Männerclubs.“

Regierungschefin und Arbeitsministerin – beides Frauen – stehen sich nun mit unterschiedlichen Positionen gegenüber. Da aber die Kanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt, wird es laut dem Regierungssprecher erst einmal keine gesetzlich verordnete Frauenquote in der Wirtschaft geben.

Thomas

Dieses Urteil wird vielen schwangeren Arbeitnehmerinnen weitere Hoffnung geben! In Zukunft dürfte es deutlich einfacher sein, eine Diskriminierung wegen Schwangerschaft nachzuweisen. Der Fall ist aufsehenerregend: Einer aufstrebenden Abteilungsleiterin wurde immer wieder zu verstehen gegeben, dass sie die Nachfolgerin ihres Chefs werden würde. So hat sie ihn zum Beispiel über einen langen Zeitraum regelmäßig vertreten. Als die Nachfolgefrage dann aber akut wurde, war die Frau „in anderen Umständen“. Was nun passierte, ist leicht vorstellbar: Sie bekam die Stelle auf einmal nicht mehr und wurde bei der Beförderung übergangen. Der Grund habe nichts mit der Schwangerschaft zu tun. Sie solle nicht traurig sein, und sich lieber auf ihr Kind freuen.

Die Kollegin war aber traurig und zwar so sehr, dass sie eine Klage wegen Diskrimierung erhob und zu einem langen Marsch durch die arbeitsgerichtlichen Instanzen aufbrach. Dieser dauert nun schon über fünf Jahre und hat es wirklich in sich! Vor dem Arbeitsgericht gewonnen, dann
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von Peter am 14.12.2010, 13:36 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, ifb intern, Seminare

Wie bitte? Wer soll funktionieren? Na, die Rede ist vom Mann! Weiß jemand, wie der Mann funktioniert. Interessante Fragestellung, nur: Männeranalyse war definitiv nicht das Thema beim diesjährigen „Tag der Betriebsrätin„! Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten veranstaltete diese Fachtagung nun schon zum sechsten Mal. Vom 1. bis 3. Dezember 2010 trafen sich in Dresden 135 Betriebsrätinnen, neun Referentinnen, sieben ifb’lerinnen und zwei Quotenmänner (also einer pro angefangene Hundert Frauen). Interessant: Das Thema der Fachtagung müsste eigentlich „Treue“ lauten, denn es ist schon erstaunlich, wie viele Kolleginnen aus dem diesjährigen Besucherkreis dieser Veranstaltungsreihe seit vielen Jahren die Treue halten.

ifb-Planerin Alexandra Lange antwortet auf die Frage, was denn das Besondere am „Tag der Betriebsrätin“ sei: „Ganz klar: Das Besondere ist die  familiäre Atmosphäre. Wo gibt’s denn sowas heute noch im Seminarbetrieb? Viele unserer Besucherinnen sind von Anfang an dabei, so dass es bei der Begrüßung ein überwältigendes Hallo gibt. Toll ist auch, dass neu dazugestoßene Teilnehmerinnen wie selbstverständlich integriert werden.“ Kollegin Caroline Voigt, ebenfalls aus der ifb-Planung, ergänzt:
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von Thomas am 13.08.2010, 09:40 Uhr , Kategorie: Allgemein, Familienfreundl. Betrieb, Frauen im Beruf

Kinderkriegen ist für Frauen in Deutschland leider noch immer ein großer Karrierekiller. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Bertelsmann/Emnid, die diese Woche veröffentlicht wurde.

Danach hat jede zweite Frau wegen der Familie mindestens einmal ihre Karrierewünsche aufgeben oder ändern müssen. Das Meinungsbild der Deutschen zu diesem Thema deckt sich übrigens mit der Realität: Denn von den Befragten sind 90 Prozent der Meinung, dass vor allem Frauen durch die Familie im Beruf benachteiligt sind. Hinzu kommt noch, dass mehr als zwei Drittel glauben, dass
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