Das ist doch endlich mal ein Statement, bei dem man wieder aufatmen kann. Überall wird nur noch davon gesprochen, wie krank die Arbeit macht, wie viele Menschen Burn-out haben und wie rapide die Krankentage aufgrund von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz angestiegen sind. Doch eine Auswertung von Daten und Gesundheitsreporten der Krankenversicherungen durch die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zeigt auf, dass es auch anders geht. Denn: Berufliche Belastung führt nicht zwangsläufig zu einem Burn-out. Im Gegenteil! Eine regelmäßige Tätigkeit kann die psychische Gesundheit sogar stärken.

Einen Job zu haben steigert die Lebenszufriedenheit. Arbeitslose leiden bei Weitem häufiger an psychischen Erkrankungen als Erwerbstätige. Der Präsident der BPtK, Prof. Dr. Rainer Richter, gibt zwar zu, dass die moderne Dienstleistungsgesellschaft extrem hohe Anforderungen an die psychosoziale Belastbarkeit am Arbeitsplatz stellt. „Seelisch ist es jedoch noch belastender, keine bezahlte Arbeit zu haben“, so Richter. Insgesamt sind laut dem Bericht Arbeitslose drei- bis viermal so häufig psychisch krank wie Erwerbstätige.

Lassen wir das erst einmal so stehen. Klar, gibt es wieder andere Studien, die gehen noch einen Schritt weiter und sagen:
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Ralf Rangnick gehört dazu, Miriam Meckel, Peter Plate von Rosenstolz, Sven Hannawald und Tim Mälzer. Alles prominente Persönlichkeiten, über die bekannt wurde, dass sie an Burn-out erkrankten. Und natürlich war da noch Robert Enke, der ehemalige Fußball-Nationaltorwart, der sich im November 2009 als Folge einer Depression umgebracht hat. Burn-out-Fälle und Depressionen haben unsere Gesellschaft, so scheint es, mittlerweile fest im Griff!

„Wer heutzutage keinen Stress hat, gilt ja fast schon als Looser, oder?“ Dr. Tatjana Reichhart (links) stellt die Frage provozierend in den Raum. Die psychiatrische Ärztin hält als Gastrednerin den Eröffnungsvortrag auf der Fachtagung „Wenn Arbeit krank macht: Burn-out, Stress und innere Kündigung“, die vom ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten Ende November 2011 in Leipzig veranstaltet wurde. Über 100 Betriebsräte und Personalräte nahmen daran teil. Keiner von ihnen widersprach auf die Frage wegen dem Looser! Mit ihrem Interesse für Burn-out seien alle hier sehr eng am Puls der Zeit, so die Ärztin. Das Thema ihres Vortrags: „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz – Was können Unternehmen dafür tun?“

Arbeitgeber von Tatjana Reichhart ist das Centrum für Disease Management (CFDM), eine klinische Einrichtung der Technischen Universität München. Das CFDM beschäftigt sich intensiv mit dem Thema „Psychische Erkrankungen“: In der Klinik werden akute
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von Peter am 09.12.2011, 16:43 Uhr , Kategorie: Burn-out, Gesundheitsschutz, ifb intern, Seminare

Ersthelfer wissen Bescheid! Bei Erreichen eines Unfalllortes lautet die wichtigste Regel: Safety first! Erst sich selbst absichern, dann erst um die anderen kümmern. Hat nichts mit Egoismus zu tun. Eher mit der Überlegung: Wie soll man anderen helfen, wenn man selbst gleich einbricht?  „Und das bedeutet für den Fall eines Druckverlustes: Immer erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, dann erst dem Sitznachbarn.“ An dieser Stelle hält die Hamburger Psychologin Andrea Danker (im Bild links) inne. Über 100 Betriebsräte, Personalräte und Mitglieder von kirchlichen MAV-Vertretungen sitzen vor der Burn-out-Expertin im Vortragssaal eines großen Leipziger Hotels. Sie fährt fort: „Für Betriebsräte gilt nichts anderes: Wer sich in seinem Amt um Burn-Out-Betroffene kümmert, der muss auch ganz dringend sich selbst genau im Auge behalten. Denn neben Führungskräften gehören vor allem die Mitarbeitervertreter zur besonders gefährdeten Zielgruppe. Bitte vergessen Sie nicht: Als Betriebsrat haben Sie Vorbildcharakter.“ Die Psychologin weiß aus Erfahrung, dass gerade wegen der häufig vorkommenden Doppel- und Mehrfachfunktion die Belastungen bei Betriebsräten durch Stress überdurchschnittlich hoch sind.

Vier Fachtagungen veranstaltete das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten zum Thema Psychische Belastungen am Arbeitsplatz im Jahr 2011.  „Wenn Arbeit krank macht: Burnout, Stress und innere Kündigung„, so der offizielle Titel. Ines Heinsius leitet beim ifb den Fachbereich Arbeits- und Gesundheitsschutz: „Manche meinen ja immer noch, Burn-out sei nur eine Modeerscheinung. Aber von wegen: Nach statistischen Angaben erleiden mittlerweile etwa 25-30% aller Beschäftigten während ihres Arbeitslebens ein Burn-out-Syndrom.“ Manche Branchen seien dabei leider besonders stark betroffen, erläutert die Juristin: „Wir haben überdurchschnittlich viele Teilnehmer aus
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Vor vier Wochen haben wir schon mal darauf hingewiesen, nächste Woche ist es soweit: Die A+A Messe für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit öffnet vom 18. bis 21. Oktober 2011 auf der Messe Düsseldorf ihre Tore. Rund 1.500 Aussteller aus vielen Ländern der Welt werden vertreten sein. Im Vordergrund stehen innovative Produkte, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und die maßgeblichen Entwicklungen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb. Diese Veranstaltung ist für Betriebsräte hochinteressant, in den letzten Jahren fanden sich deswegen auch sehr viele betriebliche Interessenvertreter im Fachpublikum.

Tipp: Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung wurde ein „Tag der Betriebs- und Personalräte“ eingerichtet, der speziell am 20.10. für ein umfassendes Informations- und Diskussionsangebot bietet!

Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten ist dieses Jahr mit einem eigenen Stand vertreten (Halle 10, Stand G49).
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von Ines am 11.10.2011, 14:24 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Zunehmender Leistungsdruck wohin man auch blickt. Mit erschreckenden Folgen. Ob Schule, Ausbildung oder Beruf: Immer mehr Menschen sind offensichtlich bereit, ihrer Leistungsfähigkeit mit Medikamenten auf die Sprünge zu helfen. Antreiber sind meist der Wunsch, besser sein zu wollen als die anderen oder auch eine ständige Überforderung in der zur Verfügung stehenden Zeit.

Rechtzeitig zum diesjährigen Welt-Anti-Drogentag berichtet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in einer Pressemitteilung von diesem gefährlichen neuen Trend anlässlich einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK): Ca. 2 Mio. Beschäftige im Alter von 20-50 Jahren (5 % der Befragten) gaben hier an, als Gesunde schon einmal leistungssteigernde und stimmungsaufhellende Medikamente eingenommen zu haben. Ca. 800.000 Beschäftigte (2 % der Befragten) gaben an, dass sie sich regelmäßig und sehr gezielt „dopen“.
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Betriebs- und Personalräte spielen eine zentrale Rolle für Sicherheit, Gesundheit und Arbeitsgestaltung im Betrieb. Sie müssen sich heute mit der ganzen Breite des Arbeits- und Gesundheitsschutzes befassen, die vom Unfallschutz und Maschinensicherheit über psychische Belastungen bis hin zu neuen Themen wie Demografie reicht. Dieser Besonderheit will auch die größte Messe für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, A+A, Rechnung tragen. Daher wurde im Rahmen der diesjährigen Messe (18. – 21.10. in Düsseldorf) ein „Tag der Betriebs- und Personalräte“ eingerichtet, der am 20.10. für diese spezielle Zielgruppe ein umfassendes Informations- und Diskussionsangebot bietet. Es werden u.a. Themen wie Psychische Belastungen erfassen und reduzieren, Die DGUV Vorschrift 2, Aufschwung auf Kosten guter Arbeit?, Gute Arbeit jetzt! und nicht irgendwann, Arbeitsschutzausschuss, Unterweisung, Arbeitsplatzbegehung oder Dienstvereinbarung zur Gesundheitsförderung vorgetragen und diskutiert. Seien Sie doch auch dabei!!!!!

Und wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben, kommen Sie kurz am ifb-Stand vorbei. Wir freuen uns!! Sie finden uns in Halle 10 Stand G49.

Ines H.

Bildquelle: © Messe Düsseldorf GmbH

 

Ein Burnout nähert sich oft ganz leise, fast unbemerkt: Man arbeitet und arbeitet und hat trotzdem das Gefühl, viel zu wenig zu schaffen. Immer mehr Aufgaben kommen hinzu, nicht immer nur von Vorgesetzten aufgeladen, oft auch selbst gewählt. Erfolge im Beruf stellen sich zwar ein, trotzdem steigt die Unzufriedenheit. Dann beginnt der Körper zu rebellieren: Man schläft immer schlechter, wird gereizt, erst nur wenn es um die Arbeit geht, später dann auch bei privaten Themen, man ist ständig müde, die Stimmung schwankt, man ärgert sich zunehmend und ist dauergenervt. Kollegen, Freunde und Partner empfindet man als verständnislos, man zieht sich in Etappen von ihnen zurück. Das Ende ist das buchstäbliche „Arbeiten bis zum Umfallen„.

ZDF Zoom berichtet über das neue Volksleiden Burnout. Die 30 minütige Reportage stellt einen Polizeibeamten vor, der das erlebt hat:
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Mobbing, Frust und schlechte Führung sind leider in vielen Betrieben Allgegenwärtig. In Spiegel Online ist ein spannender Bericht über den grausigen Arbeitsalltag einer Buchhalterin zu lesen. Der Horror im Büro begann damit, dass die bisherige Kollegin der Buchhalterin zu ihrer Chefin wurde.

Dabei heißt es laut einer McKinsey-Studie, dass Frauen die besseren Führungskräfte seien, weil sie einfühlsamer und verständnisvoller als Männer sind. Häufig reagieren aber gerade Frauen besonders heftig, damit sie ein hartes Durchgreifen beweisen können, so die Psychologin Regina Michalik. Weiter führt sie aus, dass Frauen Kritik von anderen Frauen oft persönlich nehmen. Einem Mann würden sie
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Überhitzte ICEs, Zugausfälle und massive Verspätungen verärgern Bahnkunden schon seit Langem – soweit nichts Neues. Was die Geschäftsleitung der Deutschen Bahn aber noch mehr beunruhigen sollte ist das Ergebnis einer konzerneigenen Umfrage. Diese hat ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Bahn-Mitarbeiter tagtäglich völlig frustriert zur Arbeit kommen, so berichtet die Financial Times Deutschland.

Als Gründe für ihre Unzufriedenheit nennen die Befragten die bürokratischen Abläufe, die zentralistischen Strukturen, die rüden Umgangsformen, die fehlende Flexibilität und die mangelnde Entscheidungsfreiheit im Bahnkonzern. Auch
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von Thomas am 08.08.2011, 09:29 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Arbeitnehmer, die in ihrem Job permanent unterfordert sind, sich langweilen und nichts Wichtiges zu tun haben, leiden in ihrem Beruf.

Dass ein lauer Job, das Schönste sein kann, was einem in der Arbeitswelt passieren kann, ist ein weit verbreiteter Irrtum, erklärt der Fachautor Peter Werder im heute.de-Interview. Auf Dauer überfordert einen die Unterforderung. Im Ergebnis kann dies genauso schlimm sein wie Dauerstress. In Deutschland leiden ca. 15% der Arbeitnehmer an diesem Syndrom, das von Fachleuten „Boreout“ genannt wird. Das ist allerdings ein Tabuthema, denn wer im Job nicht gestresst ist, wird von der Gesellschaft als nicht
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