drei ErdmännchenDer Bundestag beschloss ganz aktuell das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Stimmt der Bundesrat zu, treten die weitreichenden Rechtsänderungen ab 01. Januar 2017 schrittweise in Kraft. Die neuen Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sollen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen verbessern. Damit will die Bundesregierung einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft setzen. Erklärtes Ziel ist, Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe zu ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird auch das ehrenamtliche Engagement der Schwerbehindertenvertretungen (SBV) gestärkt. „Angesichts der stetig steigenden Anforderungen und Belastungen, insbesondere in größeren Betrieben, ist die Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten der Schwerbehindertenvertretungen notwendig.“ So steht es in der Begründung zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes. Konkret werden die im Sozialgesetzbuch IX geregelten Vertretungsrechte der SBV gestärkt. Beispielsweise werden Kündigungen Schwerbehinderter in Zukunft bei fehlender SBV-Beteiligung unwirksam sein. Außerdem wurde ein SBV-Anspruch auf Unterstützung durch eine Bürokraft normiert und die SBV-Stellvertreter werden künftig ein verbessertes Recht auf Schulung haben

Alles, was Sie als Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen in den Betrieben und Dienststellen oder als SBV-Stellvertreter jetzt schnell wissen müssen, erfahren Sie in diesem neuen Tagesseminar: Das Bundesteilhabegesetz: Auswirkungen auf die SBV-Praxis.

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Textquelle: ifb

Die Wahlen zu den betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen laufen noch oder sind vorbei. Egal ob man als SBV gerade neu gewählt wurde oder schon seit längerer Zeit SBV-Experte ist: Der Beginn einer Amtszeit ist immer wie ein Neustart. Aber gerade die „Neuen“ stehen nun vor ziemlich vielen Fragen. Eine wichtige lautet: Wie schaffe ich mir im Betrieb meinen Platz? Klar ist: Rechtskenntnisse müssen schnell her. Denn: Ohne entsprechendes Wissen kann man seine neue Aufgabe kaum erfüllen. Aber dafür gibt es zum Glück gute Schulungen und Seminare, ganz am Ende haben wir einige Tipps dazu.

Und sonst? SBV’ler sind meistens Einzelkämpfer. Sie haben fast nie ein Gremium im Rücken, so wie etwa der Betriebsrat. Und bei den Beschäftigten im Betrieb sind sie in ihrer Funktion auch eher nur wenig bekannt. „Was machst du nochmal?“, diese Frage dürfen sich viele anhören. Wenn man denn überhaupt fragt.

Sich seinen Platz im Betrieb schaffen – hier sind drei Tipps aus der Praxis, wie das leichter gelingt.

Tipp 1 – Selbst-Marketing

Machen Sie sich bei der
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Es sind nur noch wenige Monate: Im Herbst 2014 stehen in vielen Betrieben und Dienstellen in Deutschland die regulären Wahlen zur Schwerbehindertenvertretung an. Auf diejenigen, die sie vorbereiten und durchführen, kommt nun ein anspruchsvoller und verantwortungsbewusster Job zu. Schließlich gilt es Formfehler zu vermeiden, um die Gültigkeit der Wahl nicht zu gefährden.

Das ifb unterstützt Sie bei der Vorbereitung zur SBV-Wahl vor allem mit speziellen Seminaren, auf denen alles haarklein und superverständlich erklärt wird. Zusätzlich gibt es aber noch andere Serviceangebote, die hilfreich sein können. Zum Beispiel Videos, auf denen das Wahlverfahren anschaulich dargestellt wird. Hier ein Beispiel:

Alle Videos zur SBV-Wahl kann man auf dieser Seite anschauen.

Oder wollen Sie in Ihrem Betrieb generell mehr Aufmerksamkeit für die SBV-Wahl schaffen? Dafür eignen sich Poster recht gut, die Sie vor Ort aufhängen. Etwa dieses hier :

 

 

 

 

 

 

 

 

Praktisch: Sie können das Poster gratis und unverbindlich bestellen. Einfach hier klicken.

Dennoch: Das A und O für eine gute und erfolgreiche Wahl bleibt nach wie vor eine professionelle Schulung. Unser Tipp: Besuchen Sie ein SBV-Wahl-Seminar! Nur damit gehen Sie wirklich auf Nummer sicher, um alle  Wahlvorschriften richtig anzuwenden und Formfehler so gut es geht zu vermeiden. Informieren Sie sich hier, über die aktuellsten Schulungsangebote. Wir drücken Ihnen jetzt schon die Daumen für Ihre Wahl!

 

In unserer Gesellschaft leben rund 2,5 Millionen Menschen, die eine schwere körperliche oder geistige Behinderung aufweisen. Dazu kommen weitere 7 Millionen mit leichteren Beeinträchtigungen. Der Anteil behinderter Menschen an der Bevölkerung in Deutschland liegt bei knapp 12 Prozent. Diese Zahlen kann man einem Bericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2011 sowie dem sog. Nationalen Aktionsplan aus dem selben Jahr entnehmen. Weltweit liegt der Anteil behinderter Menschen an der Gesamt-Bevölkerung ähnlich hoch.

2006 schlossen die Vereinten Nationen (UN oder auch UNO) ein internationales Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die sog. Behindertenrechtskonvention (BRK) konkretisiert seither Menschenrechte speziell für Menschen mit Behinderung. Es geht um die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Die BRK beinhaltet viele spezielle Regelungen, die ganz besonders auf die Lebenssituation behinderter Menschen eingehen. Laut Wikipedia wurde diese Konvention bisher von 147 Staaten sowie von der Europäischen Union ratifiziert. Für Deutschland ist sie seit 2009 rechtlich bindend.

Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist die Inklusion. Unter Inklusion versteht man,
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Das bislang teuerste Vorhaben der großen Koalition wurde am vergangen Freitag (23.05.14) beschlossen. 460 Abgeordnete stimmten für das Paket, das Milliarden kosten soll, 64 stimmten dagegen, 60 enthielten sich. Die schwarz-rote Koalition verfügt insgesamt über 504 Mandate. Die Opposition ist aus verschiedenen Gründen gegen das Rentenpaket. Während den Grünen die Maßnahmen zu weit gehen, gehen sie den Linken nicht weit genug.

Seitdem Frau Nahles ihre Pläne bekannt gegeben hatte, wurde heftig gestritten, diskutiert, in letzter Minute in Sachen Flexi-Rente noch angepasst und nun schließlich vom Bundestag durchgewinkt. Der Bundesrat muss dem Gesetz nicht mehr zustimmen. Es tritt bereits am 1. Juli in Kraft.

Worum es geht, wurde schon vielfach berichtet: wesentliche Bestandteile der Reform sind die Mütterrente, die Rente mit 63, Verbesserungen für Erwerbsgeminderte, eine Erhöhung des Reha-Budgets sowie die Möglichkeit, über das Rentenalter hinaus zu arbeiten. Was sich im Einzelnen ändert, lesen Sie hier.

Was insbesondere für Ihre Arbeit als Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertretung interessant und wichtig ist, erfahren Sie auf unseren Tagesseminaren zum neuen Rentenpaket, die im Herbst starten. Melden Sie sich jetzt gleich an und sichern Sie sich Ihren Platz!

http://www.ifb.de/betriebsrat/seminare/thema/rente-aktuell–284.html

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Grundlagenschulungen zu besuchen ist meist kein Problem für betriebliche Interessenvertreter. Hier sind Arbeitgeber (in der Regel) kulant. Komplizierter ist es oft für die Ersatzmitglieder des Betriebsrats oder die Stellvertreter der Vertrauensperson. Damit diese eine Schulung besuchen dürfen, müssen sie darlegen, wie häufig sie für den Betriebsrat (BR) oder die Schwerbehinderten- vertretung (SBV) im Einsatz sind und ob das für die Erforderlichkeit ausreicht. Nicht selten enden solche Diskussionen vor Gericht – wie auch in diesem Fall.

Sehr erfreulich ist deshalb die vorliegende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hessen vom 04.04.2013 (Az. 16 TaBVGa 57/13), in der die Richter den Schulungsanspruch des 2. Stellvertreters der SBV bejahen: Und zwar konkret dann, wenn dieser zu SBV-Aufgaben herangezogen wird.

Die Grundlage für den Anspruch der Schwerbehindertenvertretung auf Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen ist
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Erich Kempfner (*Name geändert) schüttelt den Kopf: „Ganz ehrlich, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als ich zur Vertrauensperson der schwerbehinderten Kollegen gewählt wurde, wollte ich mich für deren Belange einsetzen, in meiner Vorstellung war das vor allem Reden, Überzeugen, Verhandeln, darum ging es mir. Ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich mich mit dem vielen Schriftkram abmühen musste. Aber der gehört halt dazu.“

Seit drei Jahren ist Kempfner SBV-Vertreter bei einem großen Reiseveranstalter im Ruhrgebiet: „Was ich aus dem Stand weg alles auf Papier bringen musste. Und dann such mal schnell eine Vorlage für deine Stellungnahme, wenn du dringend eine brauchst, da sieht’s auch im Internet düster aus. Und beim Betriebsrat kriegst man das auch nicht.“

Das sind Sorgen, wie sie Conny Huber bestens kennt. Seit sieben Jahren plant die Juristin Seminare und Weiterbildungen für die Schwerbehindertenvertretung. Beim ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten leitet sie den entsprechenden Fachbereich. „Vor einiger Zeit haben wir
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Seit 18 Jahren arbeitet Klaus Karmacher (Name geändert) in der Produktion eines westdeutschen Automobilzulieferers. Das Bedienen von Maschinen, der Umgang mit schwerem Gerät war seine tägliche Routineaufgabe. Körperlich sehr anstrengende Arbeit! Fast schon ein Wunder, dass es so lange dauerte, bis im Jahr 2008 sein Rücken massive Beschwerden machte. Der nachfolgende Bandscheibenvorfall führte zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit. Es brauchte ein halbes Jahr, bis Karmacher soweit schmerzfrei war, dass er wieder arbeiten konnte. In diesen Monaten machte er sich mehr und mehr Sorgen. Nicht nur um seinen kranken Rücken, auch darum, wie wohl die Rückkehr in den Betrieb sein würde. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er weiter so arbeiten würde wie bisher. Nur: wie sonst? Auch vor Kündigung hatte er Angst. Bis er eines Tages einen  Brief seines Arbeitgebers erhielt, in dem ihm dieser anbot, ein „BEM„, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Das hörte sich nicht schlecht an, aber gehört hatte er von „BEM“ so gut wie noch nie etwas. Zumindest wusste er überhaupt nicht, was da auf ihn zukommen würde.

Im Jahr 2004 führte der Gesetzgeber über das Sozialgesetzbuch SGB IX das Betriebliche Eingliederungsmanagement ein. Es soll dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dienen und zugleich den Folgen des demografischen Wandels wirksam begegnen. Wichtig zu wissen:
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Der Tag der Schwerbehindertenvertretung 2012 kommt näher. Wobei es eigentlich heissen müsste: Die Tage der Schwerbehindertenvertretung, Mehrzahl also, denn die Fachtagung wird aufgrund der hohen Nachfrage im Mai zwei mal hintereinander angeboten. Juristin Conny Huber, die die Veranstaltung leitet, erklärte vor einiger Zeit im Betriebsrat Blog, das Besondere am Tag der SBV seien die speziellen Angebote für die wesentlichen Knackpunkte in der Arbeit als Schwerbehindertenvertretung.

Für den Tag der Schwerbehindertenvertretung, der vom 2. bis 4. Mai 2012 in Berlin statt findet, ist
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Das wär‘ was: Endlich mal nicht alleine stehen! Viele Schwerbehindertenvertreter (SBV) kennen das: Sie üben im Betrieb ihr Amt aus und sind dabei völlig auf sich allein gestellt. Nicht wie der Kollege aus dem Betriebsrat. Der ist fast immer Teil eines mehrköpfigen Teams, eines Gremiums. Da kann man sich beraten, Meinungen austauschen, Strategien entwickeln. Und neben den schwierigen Themen, die es oft zu besprechen gibt, auch immer mal wieder lachen, scherzen und sich gegenseitig Bestätigung und damit Motivation abholen. Davon können Schwerbehindertenvertreter meist nur träumen!

Juristin Conny Huber (Foto) kennt diese Situation genau. Seit sechs Jahren betreut sie beim Seminarveranstalter ifb den Fachbereich „Schwerbehindertenvertretung“. Sie erklärt: „Die SBV ist im Normalfall im Betrieb auf sich allein gestellt.  Einige sind zwar auch noch im Betriebsrat tätig. Wenn sie aber die Tür zu machen, um sich ihrer SBV-Arbeit zu widmen, sind sie allein. Das sind schon echte Einzelkämpfer! Da bleibt ein Austausch mit Menschen, die in derselben Situation sind, die Ausnahme.“ Nun hat der Gesetzgeber den Schwerbehindertenvertretern einen rechtlichen Anspruch auf Weiterbildung gegeben. Conny Huber hat schon viele solcher SBV-Schulungen veranstaltet: „Hier trifft ein SBV’ler nicht nur auf Referenten, die wissen, wo ihn der Schuh drückt und die ihm Wege aufzeigen, wie er seine Aufgaben im Betrieb erfüllen kann. Er trifft auch auf Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben, mit denen er sich intensiv austauschen kann.“

Zum Highlight im Weiterbildungsbereich ist mittlerweile eine Fachtagung geworden, die der Schulungsveranstalter ifb ins Leben gerufen hat: Der Tag der Schwerbehindertenvertretung. Als dieser 2010 in Hamburg zum ersten Mal stattfand, rieben sich viele vor Ort erstaunt die Augen:
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