Ralf Rangnick gehört dazu, Miriam Meckel, Peter Plate von Rosenstolz, Sven Hannawald und Tim Mälzer. Alles prominente Persönlichkeiten, über die bekannt wurde, dass sie an Burn-out erkrankten. Und natürlich war da noch Robert Enke, der ehemalige Fußball-Nationaltorwart, der sich im November 2009 als Folge einer Depression umgebracht hat. Burn-out-Fälle und Depressionen haben unsere Gesellschaft, so scheint es, mittlerweile fest im Griff!

„Wer heutzutage keinen Stress hat, gilt ja fast schon als Looser, oder?“ Dr. Tatjana Reichhart (links) stellt die Frage provozierend in den Raum. Die psychiatrische Ärztin hält als Gastrednerin den Eröffnungsvortrag auf der Fachtagung „Wenn Arbeit krank macht: Burn-out, Stress und innere Kündigung“, die vom ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten Ende November 2011 in Leipzig veranstaltet wurde. Über 100 Betriebsräte und Personalräte nahmen daran teil. Keiner von ihnen widersprach auf die Frage wegen dem Looser! Mit ihrem Interesse für Burn-out seien alle hier sehr eng am Puls der Zeit, so die Ärztin. Das Thema ihres Vortrags: „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz – Was können Unternehmen dafür tun?“

Arbeitgeber von Tatjana Reichhart ist das Centrum für Disease Management (CFDM), eine klinische Einrichtung der Technischen Universität München. Das CFDM beschäftigt sich intensiv mit dem Thema „Psychische Erkrankungen“: In der Klinik werden akute
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von Peter am 14.12.2011, 14:49 Uhr , Kategorie: ifb intern, Seminare

Wie werden sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt 2012 entwickeln? Gibt es weiteres Wachstum oder den Übergang zu einer neuen Krise? Wird Kurzarbeit vielleicht wieder zum Thema werden? Man mag es derzeit nicht recht glauben, aber in den letzten Jahren konnten wir alle als direkt oder indirekt Betroffene mitverfolgen, mit welch atemberaubendem Tempo sich die Dinge um uns verändern können. Und Betriebsräte sind bei sowas immer mittendrin. Sie müssen sich schneller denn je auf Veränderungen im Wirtschaftsleben und in der Arbeit einstellen.

Wie man dieses Auf und Ab in den Betrieben sicher meistert, das ist Thema der neuen ifb-Fachtagung „BRV-Sommerakademie 2012„. Unter dem Motto „Starke Mitbestimmung, egal was kommt“ werden Betriebsratsvorsitzende, Stellvertreter und Freigestellte für die Herausforderungen von morgen fit gemacht. Michael Brüll ist Fachtagungsleiter beim ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten. Der Jurist verdeutlicht: „Auf dieser Veranstaltung werden unsere Experten einen Einblick darin geben, welche Themen in Zukunft für die BR-Arbeit entscheidend sein werden. Außerdem soll der Betriebsrat sofort spüren, wenn der Wind sich zu drehen beginnt. Anzeichen dafür gibt es etliche und man kann lernen, diese frühzeitig zu erkennen.

Die „BRV-Sommerakademie“ findet vom 19. bis 22. Juni 2012 in Düsseldorf statt.

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von Peter am 09.12.2011, 16:43 Uhr , Kategorie: Burn-out, Gesundheitsschutz, ifb intern, Seminare

Ersthelfer wissen Bescheid! Bei Erreichen eines Unfalllortes lautet die wichtigste Regel: Safety first! Erst sich selbst absichern, dann erst um die anderen kümmern. Hat nichts mit Egoismus zu tun. Eher mit der Überlegung: Wie soll man anderen helfen, wenn man selbst gleich einbricht?  „Und das bedeutet für den Fall eines Druckverlustes: Immer erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, dann erst dem Sitznachbarn.“ An dieser Stelle hält die Hamburger Psychologin Andrea Danker (im Bild links) inne. Über 100 Betriebsräte, Personalräte und Mitglieder von kirchlichen MAV-Vertretungen sitzen vor der Burn-out-Expertin im Vortragssaal eines großen Leipziger Hotels. Sie fährt fort: „Für Betriebsräte gilt nichts anderes: Wer sich in seinem Amt um Burn-Out-Betroffene kümmert, der muss auch ganz dringend sich selbst genau im Auge behalten. Denn neben Führungskräften gehören vor allem die Mitarbeitervertreter zur besonders gefährdeten Zielgruppe. Bitte vergessen Sie nicht: Als Betriebsrat haben Sie Vorbildcharakter.“ Die Psychologin weiß aus Erfahrung, dass gerade wegen der häufig vorkommenden Doppel- und Mehrfachfunktion die Belastungen bei Betriebsräten durch Stress überdurchschnittlich hoch sind.

Vier Fachtagungen veranstaltete das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten zum Thema Psychische Belastungen am Arbeitsplatz im Jahr 2011.  „Wenn Arbeit krank macht: Burnout, Stress und innere Kündigung„, so der offizielle Titel. Ines Heinsius leitet beim ifb den Fachbereich Arbeits- und Gesundheitsschutz: „Manche meinen ja immer noch, Burn-out sei nur eine Modeerscheinung. Aber von wegen: Nach statistischen Angaben erleiden mittlerweile etwa 25-30% aller Beschäftigten während ihres Arbeitslebens ein Burn-out-Syndrom.“ Manche Branchen seien dabei leider besonders stark betroffen, erläutert die Juristin: „Wir haben überdurchschnittlich viele Teilnehmer aus
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„Der demografische Wandel stellt sich mit seinen immer deutlicher werdenden Folgen als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben dar und ist in seiner gesellschaftlichen Dimension vielleicht nur mit dem Klimawandel vergleichbar.“

So lautete eine der zentralen Aussagen, die von Experten auf der ifb-Fachtagung „Demografischer Wandel im Betrieb“ Ende Oktober 2011 in Düsseldorf getroffen wurden. Mehr als 100 Betriebsräte nahmen an der Veranstaltung des Instituts zur Fortbildung von Betriebsräten teil und erhielten zahlreiche Informationen und wichtige Impulse für ihre Arbeit.

Gemeinsam die Zukunft gestalten, nur wie? Dr. Winfried Kösters lieferte Antworten auf diese Frage. In seinem einstündigen Eröffnungsvortrag forderte der Politik- und Publizistikwissenschaftler (links oben im Bild) dazu auf, dass
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Die Nachrichten zum Thema Burn-out überschlagen sich! Weil er völlig ausgebrannt war, musste nun sogar ein bekannter Fußballtrainer seinen Job aufgeben. Immer mehr Arbeitnehmer sind psychisch am Ende. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Betriebe: Inzwischen belaufen sich die Krankheits- und Ausfallkosten auf über 6 Milliarden Euro jährlich!

Es ist höchste Zeit, dass Sie als Betriebsrat etwas gegen Burn-out in Ihrem Betrieb tun. Das sehen auch die Gerichte so. Gerade hat das Arbeitsgericht Essen entschieden,
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Das ist doch mal eine gute Nachricht. Das Arbeitsgericht Essen hat entschieden: Für die Erforderlichkeit der Teilnahme an einer Schulung zum Thema „Burn-out“ ist es ausreichend, wenn der Betriebsrat darauf verweisen kann, dass ihn Beschäftigte mehrfach auf eine bestehende Überforderungssituation angesprochen haben (Beschluss vom 30.06.2011, 3 BV 29/11).

Ein Betriebsrat, der außerdem Mitglied im Gesundheitsausschuss ist, wurde per Beschluss zum Seminar „Burn-out im Unternehmen“ entsendet. Der Arbeitgeber lehnte die Übernahme der Kosten jedoch ab mit der Begründung, dass ein anderes Betriebsratsmitglied bereits im letzten Jahr eine Schulung zum selben Thema besucht hatte. Außerdem gibt es im Unternehmen ein sogenanntes „Employee Assistance Program (EAP)“, das eine telefonische Beratung und Unterstützung für Mitarbeiter durch einen externen Anbieter beinhaltet.

Das Gericht entschied: Die Arbeitgeberin ist gemäß § 40 Abs.1 BetrVG verpflichtet, die Schulungskosten für dieses Seminar zu tragen, da der Betriebsrat das dort vermittelte Wissen für seine Tätigkeit benötigt. Das folgt an erster Stelle aus
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Fast unbemerkt sind am 18.06.2011 die Neuregelungen des Europäischen Betriebsräte-Gesetzes in Kraft getreten. Dadurch wird eine EU-Richtlinie über Europäische Betriebsräte umgesetzt. Änderungen gibt es vor allem bei den Informations- und Anhörungsrechten des EBR hinsichtlich solcher geplanter Maßnahmen des Unternehmens, die gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigten haben können, wie etwa Umstrukturierungen. Auch wichtig: Europäische Betriebsrate erhalten zukünftig einen eigenen gesetzlichen Schulungsanspruch!
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Das neue Beschäftigtendatenschutzgesetz wird kommen! Trotz aller Proteste und scharfen Kritik ist sein Inkraftttreten wohl nur eine Frage der Zeit. Derzeit ist Sommer 2011 als Termin anvisiert. Betriebsräte müssen sich gut darauf vorbereiten und sollten sich schnell informieren: Denn im Zusammenhang mit einer möglichen Überwachung von Arbeitnehmern gibt es sehr viele Streitpunkte. Top-Thema ist dabei sicher die Videoüberwachung, aber auch die Auswertung von Mitarbeiterdaten, Einstellungsuntersuchungen, Recherche bei Facebook und Xing, die Privatnutzung von Internet am Arbeitsplatz und damit verbundene Probleme haben es zum Teil ganz schön in sich. Zentrales Thema für die Mitbestimmung: Wie werden sich die neuen Regelungen im Datenschutzrecht auf die Arbeit des Betriebsrats auswirken?
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Im November 2010 fanden bundesweit Wahlen zur Schwerbehindertenvertetung statt. Viele, die zum ersten Mal in dieses Amt gewählt wurden, hatten seitdem Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln. Deutlich leichter und einfacher macht man sich den Einstieg übrigens durch einen Seminarbesuch. Die Nachfrage nach Grundlagenschulungen für die Schwerbehindertenvertretung ist beim ifb-Institut derzeit besonders hoch. Für das Seminarjahr 2011 wurde deswegen soeben eine neue Auflage des Schulungsprogramms veröffentlicht. Alle Termine wurden aktualisiert und befinden sich auf dem neuesten Stand (April 2011). Derzeit werden 22 verschiedene Themen angeboten. Vom neuen SBV-Mitglied bis zum langjährigen Profi wurde an alle gedacht. Der Seminartipp für Einsteiger lautet: „Schwerbehindertenvertretung Teil I„. Hier wird notwendiges Handwerkszeug vermittelt, das die Basis einer erfolgreichen Interessenvertretung der vierjährigen Amtszeit darstellt .

Und das sind die ganz neuen Themen für SBV’ler, die 2011 erstmals im ifb-Programm sind:
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Es gibt neue Richtlinien im Arbeitsschutz: Seit Januar 2011 ist die DGUV Vorschrift 2 in Kraft. Die Betreuung der Betriebe durch Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit wurde dabei völlig neu geregelt. Betriebsräte und Personalräte haben nun mehr Handlungsraum, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu stärken.

Bei der DGUV Vorschrift 2 handelt es sich um eine Unfallverhütungsvorschrift zum Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), die dessen Vorschriften konkretisiert. Die neue Vorschrift 2 löst ältere Richtlinien ab. Das ist neu: Die DGUV 2 vereinheitlicht bislang unterschiedliche Regelungen bei Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Die Regelbetreuung von Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten wird grundlegend reformiert und zukünftig stärker an den Bedingungen der einzelnen Betriebe ausgerichtet. Schließlich treten
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