von Thomas am 26.08.2010, 17:04 Uhr , Kategorie: Datenschutz

Gerade hat sich das Bundeskabinett auf einen strikten Arbeitnehmer-Datenschutz geeinigt, da laufen die Arbeitgeber schon Sturm!

Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt wirft der Regierung vor, dass die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes die Kriminalitätsbekämpfung in den Betrieben behindere.

Die Arbeitgeber-Vertreter setzen sich daher weiter für eine verdeckte Videoüberwachung ein. Denn eine konsequente Bekämpfung von Diebstählen sei im Interesse aller Mitarbeiter. Datenschutz darf kein Täterschutz sein, so das Argument der Kritiker.

Auch der E-Mail-Zugriff darf laut Arbeitgeberseite kein Tabu sein: Schließlich besteht sonst die Gefahr, dass wichtige Geschäftsmails verloren gingen, wenn ein Mitarbeiter z.B. im Urlaub sei.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verteidigte dagegen den Gesetzentwurf: Gelungen sei ein „angemessener Interessenausgleich“ für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Einerseits würden Arbeitnehmer künftig besser geschützt, andererseits bleibe das berechtigte Interesse der Arbeitgeber etwa bei der Feststellung von Pflichtverstößen gewahrt.

Schön, dass der Innenminister sich nicht von den fadenscheinigen Argumenten der Arbeitgeberseite einschüchtern lässt.



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