von Ines am 02.02.2011, 09:56 Uhr , Kategorie: Datenschutz

Die Nutzung eines fremden Passworts kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Das entschied das Landesarbeitsgericht München (AZ.: 11 Sa 1066/08).

Ein Mitarbeiter beschaffte sich zur Erledigung einer Arbeitsaufgabe das Passwort eines Kollegen, weil er selbst nur beschränkte Zugriffsrechte besaß. So konnte er sich Zugang zum SAP-Datensystem verschaffen und unerlaubt Lese- und Schreibrechte nutzen. Als der Arbeitgeber davon erfuhr kündigte er dem Mitarbeiter fristlos.

Zu Recht, so das Landesarbeitsgericht München. Denn: Auch wenn der Arbeitnehmer nur auf ein fremdes Passwort zurückgriff, um eine Arbeitsanweisung zu erfüllen, hat er durch sein Handeln das berechtigte Interesse des Arbeitgebers an beschränkten Zugriffsrechten ignoriert und gegen bestehende Sicherheitsvorgaben verstoßen. Zudem hat er auch noch den Kollegen, dem das Passwort gehörte, in ein falsches Licht gerückt, da der Eindruck erweckt wurde, dieser habe unerlaubte Datenveränderungen vorgenommen. Im Ergebnis war dadurch laut Urteil das arbeitsvertragliche Vertrauensverhältnis zerstört und eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr zumutbar.

Ines



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