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Elena öffnet sich für Arbeitnehmervertreter

Das zu Jahresbeginn gestartete Datenerfassungsprojekt „Elena“ [1] wurde von Anfang an mit einer enormen Welle von Kritik überzogen: „Unmäßige Datenerhebung und -speicherung [2]“ (Piratenpartei), „unverhältnismäßige Datensammlung [3]“ (Bundesdatenschutzbeauftragter Schaar), „Mißbrauch vorprogrammiert [4]“ (Frank Bsirske von ver.di), „Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung [5]“ (Marburger Bund), „Datenmonster [6]“ (Die Linken).

Die neue Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat nun rasch Änderungen am System angekündigt [7]. So sollen

Moment mal: Erst nach Einführung des Systems und erst nachdem massiv Kritik geäußert wurde, lässt das Ministerium prüfen, ob die Daten überhaupt notwendig sind? Hat man das denn nicht vorher gemacht? Es war also geplant, erst mal alles munter zu erfassen um dann anschließend zu schauen, für was man es brauchen kann. Jedem betrieblichen Datenschutzbeauftragten dreht sich da wohl der Magen um. Das ist wirklich ein starkes Stück…

Peter

Nachtrag vom 21.01.2001:

Einen sehr interessanten Beitrag zum Thema „Was tun gegen Elena?“ liefert der Blog zur IT-Sicherheit [8]. Der Autor thematisiert dort unter anderem, was Betriebsräte hier beitragen können. Diese Frage wurde ja im Kommentar von Martin [9] aufgeworfen.