von Peter am 24.07.2009, 16:58 Uhr , Kategorie: Datenschutz

Die Gewerkschaften ver.di und IG Metall betreiben seit kurzem eine Web-Plattform, die die Onlinerechte für Beschäftigte fördern, Zugangsbarrieren zu digitalen Netzen abbauen und grundlegende Rechte für die digitale Arbeitnehmerkommunikation schaffen will: Unter http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de erhält man viele wichtige Informationen zu diesen Themenkomplexen.

Je ausgefuchster IT-Technik und Software werden, desto umfassender erscheinen einem die Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten durch den Arbeitgeber. Gerade die wachsende Nutzung von Onlinemedien im Betrieb wirft viele Fragen auf, die Rechtslage scheint immer unübersichtlicher zu werden, Betriebsräte wissen häufig nicht Bescheid, wo und wie sie eigentlich am besten an dieser Materie ansetzen können und über welche Rechte sie genau verfügen. Nicht zu vergessen: Immerhin sind hier grundlegende Menschenrechte berührt! Das Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“ wurde vom Bundesverfassungsgericht in einem wegweisenden Urteil bereits 1983 als „Datenschutz-Grundrecht“ für alle Bürger geschaffen.

Auf der Webseite kann man sich sehr über das Thema „Kontrolle am Arbeitsplatz“ informieren, man erfährt Wissenswertes zur dienstlichen und privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz, zu Überwachungssoftware, zu möglichen Beteiligungsmöglichkeiten für Betriebsräte aber auch darüber, ob und wie man sich als Betriebsrat im Netz präsentieren kann.

Eine umfangreiche Urteilssammlung und gute Links mit Hinweisen zum Beispiel auf spezialisierte Beratungseinrichtungen werden ebenfalls angeboten.

Fazit: Eine wichtige Webseite für Arbeitnehmervertreter, die mit diesem Thema befasst sind!

Auch das ifb schläft nicht: Das Seminar „Der gläserne Mitarbeiter“ behandelt unter anderem topaktuelle Themen aus diesem Bereich und ist seit etlichen Jahren nicht ganz ohne Grund eines der absoluten Highlights in unserem Schulungsprogramm.

Peter

Weiterer interessanter Weblink: Video-Dossier der ARD-Tagesschau zum Thema „Überwachung der Bürger im Alltag“



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