von Ines am 27.08.2010, 11:06 Uhr , Kategorie: Datenschutz

Bei der Drogeriemarktkette Schlecker hat es eine Datenpanne gegeben, berichtet heute die Bild-Zeitung. Teile der Kundendatenbank waren bis gestern öffentlich übers Internet von jedem Computer aus zugänglich. Abrufbar waren 150 000 Datensätze von Schlecker-Online-Kunden mit Vor- und Nachname, Adresse, Geschlecht, E-Mail-Adresse sowie zusätzlich 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden der Drogeriefirma. Aber damit noch nicht genug: Die Datenbank soll sogenannte Interessens-Profile enthalten haben. Das heißt, neben den persönlichen Angaben von Max Mustermann ist auch ersichtlich ob er beispielsweise „Baby-Kunde“ oder „Erotik-Kunde“ ist.

Max – der immer für alles herhalten muss – Mustermann wurde also geoutet und das, was keinen was angeht, ist nun bekannt: Wo er wohnt und wie man ihn erreichen kann. Außerdem ist er „Erotik-Kunde“. Ein gefundenes Fressen für Adresshändler und jeden, der Übles im Sinn hat. Aber solche Datenpannen können noch ganz andere Folgen haben. Zu den Kunden des Online-Dienstleisters, bei dem die Schlecker-Daten ungesichert lagen, gehören laut Zeitungsbericht nämlich unter anderem auch Bundesministerien, das Bundesverwaltungsgericht, die Allianz und der SPD-Parteivorstand. Was da bei Veröffentlichung so alles ans Licht käme, dürfte nicht nur die Bild interessieren.

Schlecker betonte inzwischen, dass das Problem aus der Welt geschafft und die Sicherheitslücke von dem Dienstleister geschlossen worden sei. Das Unternehmen gab bekannt, die betroffenen Kunden so schnell wie möglich umfassend zu informieren.

Ines



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