von Ines am 04.04.2012, 15:02 Uhr , Kategorie: Demografie

Fotolia 34192779 XS Soli Demografie Steuer: Union plant Alten SoliDie Nation soll wieder einmal zur Kasse gebeten werden. Diesmal um die Kosten der Alterung der Gesellschaft abzufedern. Zu diesem Zweck plant die Union nun eine Demografie-Steuer, einkommensabhängig für alle über 25. Das berichtet die „Welt“. Unionsfraktionsvize Günter Krings meint, wir „müssen jetzt für die Zeit ab 2030 vorsorgen, wenn die Babyboomer der 50er- und 60er-Jahre im Ruhestand sind und für sie mehr Gesundheits- und Pflegekosten entstehen“. Das in den “Alten-Soli” gezahlte Geld soll dafür verwendet werden, Beitragserhöhungen zu vermeiden. Eine individuelle Auszahlung im Alter ist nicht vorgesehen.

SPD und Grüne lehnen dagegen diese Belastungen ab. “Deutschland braucht keine Sonderabgabe. Wenn anständige Löhne gezahlt werden, kommt auch genug Geld in die Sozialkassen“, so der frühere Vizekanzler und SPD-Chef Franz Müntefering  in der “Welt”. Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast ist gegen eine Rücklage. “Solidarisch ist das nicht. Die Union will künftige Lasten einseitig bei den Versicherten abladen“. Ihrer Meinung nach ist keine zusätzliche Abgabe nötig, sondern eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen.

Weiter berichtet die „Welt“ von Äußerungen des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Demographie, Tilman Mayer. Er fordert “gezielte familienpolitische Maßnahmen“, um die Geburtenrate wieder zu erhöhen. Wie das aussehen soll? Das überlassen wir zunächst noch Ihrer und Eurer Phantasie.

Bildquelle: © Kautz15 – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 04. April 2012 um 15:02 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Demografie abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Grundsätzlich stimme ich Herrn Müntefering zu,
    eine Mindestlohnvereinbarung für alle Branchen wäre ein 1. Schritt, eine Verpflichtung zur Anpassung des Mindestlohns an die jährliche Inflationsrate
    würde sowohl die Kaufkraft der Arbeitnehmer nach
    unten absichern, die Sozialkassen entlasten und nachhaltig für die zu erwartenden Kostensteigerungen stärken.
    Ausserdem würde dies einer Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Arbeitnahmer entgegenwirken.

    Kommentar von: Gino Gartmann – am 17. April 2012 um 09:45

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