Wie die „Welt“ berichtet hat Deutschland mittlerweile die niedrigste Geburtenrate in der gesamten EU. Und dieser Trend verfestigt sich immer mehr, denn auch im vergangenen Jahr 2010 kamen wiederum deutlich weniger Kinder zur Welt als im Vorjahr 2009. In Ostdeutschland fällt der Geburtenrückgang noch deutlich stärker aus als im Westen. Allein der Ausbau der Betreuungsplätze und das Elterngeld führen also nicht zu höheren Geburtenraten.

Inzwischen sind nur noch 16,5% der Einwohner Deutschlands jünger als 18 Jahre. In Frankreich liegt die Quote bei über 22%. Auf Dauer wird die Einwohnerzahl Deutschlands deutlich schrumpfen. Der demografische Wandel hat natürlich auch für die Arbeitswelt und die Sozialsysteme Konsequenzen: Der Fachkräftemangel wird sich weiter verstärken und der Druck in den Rentenkassen wird zunehmen. So müssen immer weniger Erwerbstätige eine steigende Zahl von Rentnern finanzieren.

Das Schlimme aber ist, dass es sich bei der Kinderarmut um eine Armut im doppelten Sinn handelt: Fast zwei Millionen Kinder in Deutschland leben von „Hartz IV“. Besonders betroffen sind die Kinder von Alleinerziehenden. Fast ein Viertel von Ihnen muss auf eine Urlausreise verzichten, während ihre Klassenkammeraden mit ihren Eltern in die Berge oder an den Strand fahren. Ein trauriger Trend.

Thomas

 

Bildquelle: © nyul - istockphotos.com

 



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 04. August 2011 um 09:16 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Demografie, Elterngeld und Elternzeit, Familienfreundl. Betrieb, Hartz IV abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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