von Peter am 18.03.2008, 17:10 Uhr , Kategorie: Elterngeld und Elternzeit

Im Jahr 2007 wurde das Elterngeld neu eingeführt. Das frühere Bundeserziehungsgeld wurde dadurch abgelöst und auf neue rechtliche und tatsächliche Grundlagen gestellt. Nun gibt es auch statistische Zahlen für das erste Jahr nach der Einführung. Nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden bislang für diesen Zeitraum 571.000 Anträge gestellt. Davon entfielen 60.000 (10,5 Prozent) auf Väter. Etwa zwei Drittel von diesen nahmen das Elterngeld für eine Dauer von zwei Monaten in Anspruch.

Die sogenannten Partnermonate, mit Hilfe derer die Bezugsdauer auf 14 Monate verlängert werden kann, werden also angenommen. Die meisten Väter, die das Elterngeld in Anspruch nehmen, leben übrigens anteilsmäßig in Berlin und in Bayern.

Die Statistik zeigt aber auch, dass mehr als die Hälfte der Frauen nur den Mindestbetrag in Höhe von 300,- Euro pro Monat erhält. Hinzu kommt, dass nach den neuen gesetzlichen Regelungen Eltern mit wenig Einkommen (zum Beispiel Geringverdiener, Studenten und Erwerbslose) nun schlechter gestellt sind als nach dem alten Erziehungsgeld: Denn in der Vergangenheit haben sie bis zu 24 Monate lang 300,- Euro erhalten, nun nur noch 12 oder 14 Monate lang. Von der neuen Rechtslage profitieren tun insbesondere Besserverdiener, die früher unter Umständen wenig oder gar nichts bekamen und nun bis zu 14 Monate lang sogar maximal 1.800,- Euro in Anspruch nehmen können.

Wer seinen persönlichen Anspruch auf Elterngeld mal online ausrechnen lassen möchte, besucht diese Seite mit einem Elterngeldrechner.

Peter



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