Das sog. Sparpaket der Bundesregierung wurde trotz massivster Proteste vom Bundestag beschlossen und tritt zum 01.01.2011 in Kraft. Familien, die bisher Elterngeld bekommen und gleichzeitig Hartz IV-Leistungen beziehen, erhalten das Elterngeld ab dem 1. Januar nicht mehr ausbezahlt, sondern mit anderen Leistungen verrechnet. Dies wird vom neuen Haushaltsbegleitgesetz bestimmt, welches das Elterngeld als Einkommen wertet. Wer sich bislang für die Option entschieden hat, sein Elterngeld nur zur Hälfte, dafür aber über einen doppelt so langen Zeitraum auszahlen zu lassen, erleidet dann erhebliche Nachteile. Rechnerisch könnten dabei sogar Einbußen bis zu 1.800 Euro entstehen.

Mehrere Sozial- und Wohlfahrtsverbände, darunter auch der Paritätische, raten Betroffenen deswegen, die Verlängerungsoption beim Bezug zu widerrufen. Diese Möglichkeit ist vom Gesetz vorgesehen. Noch ausstehende Zahlungen würden dann rückwirkend in einem Gesamtbetrag ausbezahlt. Es ist jedoch Eile geboten: Pro Familia Gießen empfiehlt, den längeren Auszahlungsmodus bis zum 15.12.2010 bei der Elterngeldstelle zu widerrufen und zu beantragen, das noch ausstehende Elterngeld bis Ende 2010 zu überweisen.

Die Caritas hat auf ihrer Website einen Mustertext für ein solches Schreiben veröffentlicht.

Peter

Nachtrag 10.12.: Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach stellt auf ihrer Internetseite klar, dass die Verlängerungsoption bis zum 31.12.2010 widerrufen werden kann.



Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 07. Dezember 2010 um 11:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Elterngeld und Elternzeit abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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