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	<title>Betriebsrat Blog</title>
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	<description>ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten</description>
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		<title>Explosion auf der Betriebstoilette</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was wohl besonders witzig gemeint war, endete mit einer schweren Verletzung: Ein Arbeitnehmer besprühte seinen auf der Toilette sitzenden Kollegen durch einen Lüftungsschlitz mit mehreren Dosen Raumspray.
Das Gas-Luft-Gemisch entzündete sich und es kam zu einer schlimmen Explosion. Wahrscheinlich war ein Handyklingeln die Ursache hierfür. Denn nach dem Gutachten des Sachverständigen kann dieses schon als Zündfunken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was wohl besonders witzig gemeint war, endete mit einer schweren Verletzung: Ein Arbeitnehmer besprühte seinen auf der Toilette sitzenden Kollegen durch einen Lüftungsschlitz mit mehreren Dosen Raumspray.</p>
<p>Das Gas-Luft-Gemisch entzündete sich und es kam zu einer schlimmen Explosion. Wahrscheinlich war ein Handyklingeln die Ursache hierfür. Denn nach dem Gutachten des Sachverständigen kann dieses schon als Zündfunken ausreichen.</p>
<p>Der auf der Toilette sitzende Kollege wurde lebensgefährlich<span id="more-1646"></span> verletzt und die Betriebstoilette wurde total verwüstet.</p>
<p>Dieser schlechte Scherz blieb allerdings nicht folgenlos: Der sprühende Arbeitnehmer wurde vor zwei Wochen vom Arbeitsgericht Oberhausen <a href="http://www.lag-duesseldorf.nrw.de/beh_static/presse/mitteilungen/946_05_10.pdf" target="_blank">(1 Ca 1181/09) </a>zur Zahlung von 20.000,- € Schmerzensgeld verurteilt.</p>
<p>Thomas</p>
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		<title>ifb wählt neuen Betriebsrat</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 13:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[ifb intern]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsratswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsratswahl 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Belegschaft des ifb hat gewählt: Am 09. März 2010 fanden in Seehausen am Staffelsee die turnusmäßigen Wahlen zur Mitarbeitervertretung des Instituts zur Fortbildung von Betriebsräten KG statt. Hier nun das Ergebnis: Das neue 5er-Gremium setzt sich zukünftig aller Voraussicht nach aus Thomas Hubert (bisheriger Betriebsratsvorsitzender), Elisabeth Hoechner, Ilona Franz, Thomas Marx (neues Mitglied im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Belegschaft des ifb hat gewählt: Am 09. März 2010 fanden in Seehausen am Staffelsee die turnusmäßigen Wahlen zur Mitarbeitervertretung des Instituts zur Fortbildung von Betriebsräten KG statt. Hier nun das Ergebnis: Das neue 5er-Gremium setzt sich zukünftig aller Voraussicht nach aus Thomas Hubert (bisheriger Betriebsratsvorsitzender), Elisabeth Hoechner, Ilona Franz, Thomas Marx (neues Mitglied im Betriebsrat) sowie Sabine Schäffer zusammen. Die Wahlbeteiligung lag bei 85 Prozent. Ein ausführlicher Bericht folgt.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Mindestlohn aktuell im März 2010</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/mindestlohn/mindestlohn-aktuell-im-marz-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 12:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
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		<description><![CDATA[Mindestlohn für Gebäudereiniger in Kraft getreten
Die Einigung durch den Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium erfolgte bereits Anfang Februar: Nun tritt am 10.03.2010 die entsprechende Verordnung  für Dachdecker und Gebäudereiniger in Kraft. Dadurch haben ab sofort rund 830.000 Beschäftigte in diesen Branchen Anspruch auf einen flächendeckenden Mindestlohn. Die neuen Sätze für die Lohngruppen 1 und 6 liegen zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mindestlohn für Gebäudereiniger in Kraft getreten</strong></p>
<p>Die Einigung durch den Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/mindestlohn-aktuell-im-februar-2010/" target="_blank">erfolgte bereits Anfang Februar</a>: Nun tritt am 10.03.2010 die entsprechende Verordnung  für Dachdecker und Gebäudereiniger in Kraft. Dadurch haben ab sofort rund 830.000 Beschäftigte in diesen Branchen Anspruch auf einen flächendeckenden Mindestlohn. Die neuen Sätze für die Lohngruppen 1 und 6 liegen zwischen 6,83 Euro und 11,13 Euro.</p>
<p><a href="http://www.bmas.de/portal/43328/" target="_blank">Neue Lohngruppen zum Nachlesen</a></p>
<p><strong>Noch kein Durchbruch für Mindestlohn bei den Pflegedienstleistern</strong></p>
<p>Nachdem es vor wenigen Wochen so aussah, dass eine Einigung auf einen Mindestlohn in der Pflegebranche unmittelbar bevorsteht, ist mittlerweile <span id="more-1622"></span>wieder Ernüchterung eingekehrt. Die vom Bundesarbeitsministerium eingesetzte &#8220;Pflegekommission&#8221; konnte sich <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE62105120100302" target="_blank">auf ihrer Sitzung Anfang März</a> nicht auf eine Empfehlung für die konkrete Höhe der geplanten Lohnuntergrenze für etwa 800.000 Beschäftigte verständigen. Nun will man sich am 25. März 2010 erneut treffen und verhandeln.</p>
<p><a href="http://www.bmas.de/portal/40238/2009__11__20__pflegekommission.html" target="_blank">Mehr Infos zur Pflegekommission</a></p>
<p><strong>Aufgestockt: Gewerkschaft will gesetzlich festgelegte 8 Euro 50 die Stunde<br />
</strong></p>
<p>Im Januar <a href="http://blog.betriebsrat.de/mindestlohn/mindestlohn-aktuell-im-januar-2010/" target="_blank">berichteten wir</a> über eine Pressekonferenz des DGB, auf der vomVorsitzenden Michael Sommer mehr als die bisher obligatorischen 7 Euro 50 als Mindestlohnforderung für einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn ins Spiel gebracht wurden: 9 Euro, so hieß es damals, wären mittlerweile eine adäquate Höhe, ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern würde dies bestätigen. Frank Bsirske, Vorsitzender der Einzelgewerkschaft ver.di hat sich nun ebenfalls geäußert: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,679658,00.html" target="_blank">In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221;</a> forderte er dabei konkret 8 Euro 50 pro Stunde. Etwas weniger als Sommer, aber man sieht: Die Äußerungen zu diesem Thema werden häufiger und kommen dabei von höchster Gewerkschaftsebene. Man kann davon ausgehen, dass auf  dem DGB-Kongress im Mai 2010 ein entsprechender Beschluss verabschiedet wird, der die dann etwa vier Jahre alte Resolution nach einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 7 Euro 50 ablösen und mindestens 8 Euro 50 als neue Marke setzen wird. Allein: Politisch ist der gesetzliche Mindestlohn seit den Bundestagswahlen 2009 in noch weitere Ferne gerückt, als er das jemals war.</p>
<p>Und ergänzend zu diesem Thema: Sogar hohe Mindestlöhne können positive Effekte auf den Arbeitsmarkt haben. <a href="http://www.iaq.uni-due.de/archiv/presse/2009/091217.php" target="_blank">Link zu einer Analyse des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.</a></p>
<p><strong>Na sowas: Lidl startet Vorstoß für Mindestlohn im Einzelhandel</strong></p>
<p>In der Einzelhandelsbranche machen nun, für manche überraschend, die Arbeitgeber mobil und fordern von sich aus einen branchenweiten Mindestlohn. So geschehen durch Klaus Gehrig, Aufsichtsratschef beim Groß-Einzelhändler Lidl. In einem öffentlichen Brief schreibt er, dass nur mit Hilfe eines Mindestlohns mißbräuchliches Lohndumping, das im Handel vereinzelt verbreitet zu sein scheint, verhindert werden könne. Während die SPD <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,678821,00.html" target="_blank">den Vorstoß begrüßt</a> und Lidl dafür ausdrücklich lobt, ist die Gewerkschaft <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/mindestlohn-im-sonderangebot/" target="_blank">ver.di deutlich kritischer</a>: Sie sieht darin vor allem einen &#8220;Marketing-Gag&#8221; des Unternehmens. Denn Gespräche mit den Gewerkschaften würde der Einzelhändler bis heute ablehnen. Wenig begeistert zeigt sich auch der Handelsverband Deutschland HDE, sein Geschäftsführer Stefan Genth <a href="http://www.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/656606/Lde/index.html" target="_blank">ließ erklären</a>, dass ein gesetzlicher Mindestlohn im Einzelhandel weder jetzt noch in Zukunft notwendig sei.</p>
<p>Da es, wie vor zwei Absätzen erwähnt, unter dieser Regierung höchstwahrscheinlich zu keinem Mindestlohn kommen wird, weder gesetzlich noch für die Branche, lässt sich eine solche Forderung relativ gefahrlos dafür aber öffentlichkeitswirksam gut aufstellen. Lidl gilt als einer der Arbeitgeber, die in der Branche noch die besseren Löhne bezahlt. <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4527" target="_blank">Mit einem solchen Vorstoß kann man dann auch gut Druck auf die ungeliebte Niedriglohnkonkurrenz ausüben.</a> Dennoch: Wenn sogar einer der größten Arbeitgeber der Branche mit an Bord zu sein scheint, sollte man schauen, dass man hier zügig Fahrt aufnimmt. Wer weiß wann eine solche Gelegenheit wiederkommt.</p>
<p>Peter</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 345px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;"><span id="hauptspalte" class="topo_col main_col"><span style="font-family: Helvetica,Arial,Lucida;">Ein gesetzlicher Mindestlohn ist im  Einzelhandel weder jetzt noch in Zukunft notwendig</span></span></div>
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		<title>Keine Altersdiskriminierung bei provokanter Bewerbung</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/allgemein/keine-altersdiskriminierung-bei-provokanter-bewerbung/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass zu forsches Auftreten im Vorstellungsgespräch nicht gerade Sympathien für den Bewerber erwachsen lässt, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand!
Was ist aber, wenn ein provokanter Bewerber eine Altersdiskriminierung vorschiebt, um an Schadensersatzzahlungen wegen Nichteinstellung nach § 15 AGG zu kommen? Diese Zahlungen betragen immerhin bis zu drei Monatsgehälter!
Das Landesarbeitsgericht Köln hat diese Sache vor wenigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass zu forsches Auftreten im Vorstellungsgespräch nicht gerade Sympathien für den Bewerber erwachsen lässt, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand!</p>
<p>Was ist aber, wenn ein provokanter Bewerber eine Altersdiskriminierung vorschiebt, um an Schadensersatzzahlungen wegen Nichteinstellung nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/agg/__15.html" target="_blank">§ 15 AGG</a> zu kommen? Diese Zahlungen betragen immerhin bis zu drei Monatsgehälter!</p>
<p>Das Landesarbeitsgericht Köln hat diese Sache vor wenigen Wochen entschieden: Nach Ansicht der Richter kann sich eine „<strong>offenkundige fehlende Eignung eines Bewerbers auch aus seinem provokanten Auftreten im Bewerbungsverfahren ergeben</strong>“ (<a href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/koeln/lag_koeln/j2010/5_Ta_408_09beschluss20100210.html" target="_blank">LAG Köln vom 10.02.2010 – 5 Ta 408/09</a>).</p>
<p>Folgender Fall lag dem genannten Leitsatz zu Grunde: Ein 61jähriger<span id="more-1617"></span> Mann hatte sich um eine Stelle als Vertriebsleiter beworben. Nachdem der er aber gut sechs Wochen lang von der Firma, bei der er sich beworben hatte, nichts hörte, erschien er dort einfach unangemeldet und verlangte ein Gespräch mit der zuständigen Personalleiterin. Im gewährten Gespräch behauptete er forsch und wiederholt der bestgeeignete und bestqualifizierte Bewerber zu sein. Dies fruchtete aber nicht, denn die Stelle bekam (verständlicherweise) ein anderer. Daraufhin erhob er Klage wegen Altersdiskriminierung. Schließlich hätte die Personalleiterin zu ihm gesagt, dass er nicht in das Vertriebsteam passe und zudem auf Grund seiner 61 Jahre zu alt sei.</p>
<p>Da dem Bewerber aber (auch) auf Grund seines forschen und provokanten Auftretens bereits die Eignung für die Stelle offenkundig gefehlt hat, war die Äußerung der Personalleiterin bezüglich des Alters nicht mehr ursächlich für eine altersbedingte Benachteiligung. Die Bewerbung ist bereits spätestens an dem provokanten Auftreten des 61jährigen Mannes gescheitert.</p>
<p>Thomas</p>
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		<title>Zuletzt war es eine Essensmarke: Politiker fordern gesetzliches Verbot von Bagatellkündigungen</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/zuletzt-war-es-eine-essensmarke-politiker-fordern-gesetzliches-verbot-von-bagatellkundigungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bagatellkündigungen und kein Ende. Der letzte Fall, der nun bekannt wurde, ist der mit der Essensmarke im Wert von 80 Cent. Ein Arbeitnehmer bat seinen Kollegen, ihm die seine zu geben, damit er mit dieser die nicht im Betrieb beschäftigte Freundin zu einer vergünstigten Mahlzeit in die Betriebskantine einladen könne. Natürlich war das nicht erlaubt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bagatellkündigungen und kein Ende. Der letzte Fall, <a href="http://www.gea.de/region+reutlingen/pfullingen+eningen+lichtenstein/streit+um+essensmarke.929952.htm" target="_blank">der nun bekannt wurde</a>, ist der mit der <strong>Essensmarke im Wert von 80 Cent</strong>. Ein Arbeitnehmer bat seinen Kollegen, ihm die seine zu geben, damit er mit dieser die nicht im Betrieb beschäftigte Freundin zu einer vergünstigten Mahlzeit in die Betriebskantine einladen könne. Natürlich war das nicht erlaubt, da die Marke vom Arbeitgeber als &#8220;nicht übertragbar&#8221; gekennzeichnet war. Die Sache flog auf und dem Mitarbeiter wurde, wen wundert es in diesen Zeiten, <strong>fristlos gekündigt</strong>. Der Fall selbst ist derzeit noch beim Arbeitsgericht Reutlingen anhängig, ein Gütetermin Mitte Februar scheiterte.</p>
<p>An dieser Geschichte kann man erneut gut erkennen, worum es bei Fällen dieser Art geht: Im Vordergrund steht eine Sache <strong>ohne größeren Wert </strong>und man darf getrost annehmen, <a href="http://blog.beck.de/2010/02/15/fristlose-kuendigung-wegen-verwendung-einer-essensmarke-fuer-dritte" target="_blank">so formuliert es der Beck-Blog</a> zutreffend, dass man keinem Mitarbeiter, mit dessen Leistungen man an sich zufrieden sei, wegen so einem Vorfall ernsthaft kündigen würde. Vor Gericht beruft sich der Arbeitgeber dann standardmäßig auf den <strong>grundlegenden Vertrauensverlust</strong>, der seit dem jeweiligen Vorfall bestehen würde: Man könne so jemanden nun einfach nicht mehr &#8230; nochmal: vertrauen! Tja, nur <strong>der eigentliche Grund</strong>, warum man den Mitarbeiter loswerden will, <span id="more-1590"></span>nämlich weil man mit ihm <strong>unzufrieden </strong>ist oder weil er einem mittlerweile <strong>zu viel Geld</strong> kostet, kommt dagegen öffentlich nie zur Sprache. Denn das würde für ein ordentliches Kündigungsverfahren vermutlich nicht ausreichen. Also geht man diesen Weg: Die Sache mit dem Vertrauen. Häufig mit Erfolg.</p>
<p>Nun haben zwei Parteien eigene <strong>Gesetzentwürfe</strong> in den Bundestag eingebracht, mit denen Bagatellkündigungen zukünftig verboten werden sollen. <a href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,50678,00.html" target="_blank">Nach dem Willen der SPD</a> wird <a href="http://dejure.org/gesetze/KSchG/1.html" target="_blank">§ 1 Künigungsschutzgesetz</a> um einen neugefassten Absatz 3 ergänzt, nach dem eine <strong>verhaltensbedingte Kündigung in der Regel nur nach vorheriger Abmahnung </strong>möglich sein soll. Ausdrücklich gelte dies auch bei Handlungen gegen das Vermögen des Arbeitgeber, wenn der wirtschaftliche Schaden nicht weiter ins Gewicht fällt.</p>
<p>Der Vorschlag <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&amp;r=399661" target="_blank">der Linken</a> lautet ähnlich. Allerdings wollen diese zusätzlich noch einen weiteren Absatz einfügen, mit dem <strong>Verdachtskündigungen generell abgeschafft</strong> werden.</p>
<p>Da beide Parteien im Bundestag mehrheitstechnisch derzeit nicht viel  zu sagen haben, werden die Entwürfe wohl schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Denn eine große Begeisterung für dieses Vorhaben von Seiten der Union und der FDP  war bislang nicht spürbar.</p>
<p><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/006/1700648.pdf" target="_blank">Gesetzentwurf der SPD im Original (pdf)</a></p>
<p>Peter</p>
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		<title>JAVis haben Vorrang vor Leiharbeitern</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/ausbildung/javis-haben-vorrang-vor-leiharbeitern/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 07:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach einer brandaktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG vom 17.2.2010 – 7 ABR 89/08) muss der Arbeitgeber einen mit einem Leiharbeitnehmer besetzten Arbeitsplatz für einen Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAVi) freimachen, damit dieser übernommen werden kann.
Nach § 78a Abs. 2 BetrVG gilt zwischen dem JAVi und dem Arbeitgeber im Anschluss an die Ausbildung ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer brandaktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (<a href="http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;nr=14153&amp;pos=0&amp;anz=13" target="_blank">BAG vom 17.2.2010 – 7 ABR 89/08</a>) muss der Arbeitgeber einen mit einem Leiharbeitnehmer besetzten Arbeitsplatz für einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jugend-_und_Auszubildendenvertretung" target="_blank">Jugend- und Auszubildendenvertreter</a> (JAVi) freimachen, damit dieser übernommen werden kann.</p>
<p>Nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__78a.html" target="_blank">§ 78a Abs. 2 BetrVG </a>gilt zwischen dem JAVi und dem Arbeitgeber im Anschluss an die Ausbildung ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit als begründet, wenn der Auszubildende <strong>innerhalb der letzten drei Monate vor Beendigung des Ausbildungsverhältnisses schriftlich seine Weiterbeschäftigung verlangt</strong>. Der Arbeitgeber kann nach<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__78a.html" target="_blank"> § 78a Abs. 4 Nr. 2 BetrVG </a>nur dann die Auflösung des so begründeten Arbeitsverhältnisses verlangen, wenn ihm die Weiterbeschäftigung unter Berücksichtigung aller Umstände nicht zugemutet werden kann.</p>
<p>Beschäftigt der Arbeitgeber dauerhaft auf geeigneten Arbeitsplätzen Leiharbeitnehmer, so ist es ihm grundsätzlich zumutbar,<span id="more-1586"></span> einen solchen Arbeitsplatz für den zu übernehmenden JAVi freizumachen.</p>
<p><strong>Entscheidend sind aber auch immer die konkreten Umstände</strong>: Der Übernahme des JAVis können z.B. ein berechtigte betriebliche Interesse an der Weiterbeschäftigung des Leiharbeitnehmers oder aber vertragliche Verpflichtungen des Arbeitgebers gegenüber dem Verleiherbetrieb entgegenstehen.</p>
<p>Thomas</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Familienministerin Schröder will Pflegezeit ausweiten</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/lohn-und-gehalt/familienministerin-schroder-will-pflegezeit-ausweiten/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Familienministerin Kristina Schröder (bis vor wenigen Tagen Köhler), CDU, plant eine Ausweitung der Pflegezeit.
Künftig sollen Arbeitnehmer ein Recht auf eine zweijährige Pflegezeit haben (bisher maximal sechs Monate, § 4 Abs. 1 PflegeZG)!
Das Interessante an Schröders Plan ist, dass die Arbeitnehmer neben einem besonderen Kündigungsschutz auch eine Sicherheit bei ihrem Arbeitsentgelt erhalten!
Der pflegende Arbeitnehmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Familienministerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kristina_Schr%C3%B6der" target="_blank">Kristina Schröder </a>(bis vor wenigen Tagen Köhler), CDU, plant eine Ausweitung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pflegezeit_(Arbeitsfreistellung)" target="_blank">Pflegezeit</a>.</p>
<p>Künftig sollen Arbeitnehmer ein Recht auf eine <a href="http://www.tagesschau.de/inland/familienpflegezeit106.html" target="_blank">zweijährige Pflegezeit </a>haben (bisher maximal sechs Monate,<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/pflegezg/__4.html" target="_blank"> § 4 Abs. 1 PflegeZG</a>)!</p>
<p>Das Interessante an Schröders Plan ist, dass die Arbeitnehmer neben einem besonderen Kündigungsschutz auch eine Sicherheit bei ihrem Arbeitsentgelt erhalten!</p>
<p>Der pflegende Arbeitnehmer soll seine Arbeitsleistung um die Hälfte reduzieren dürfen, aber weiterhin drei Viertel seines Gehalts beziehen. Nach dem Ende der Pflegezeit soll er dann wieder voll arbeiten, bekommt aber zum Ausgleich zwei Jahre lang ebenfalls nur 75 Prozent seines Gehalts.</p>
<p>Das Risiko,<span id="more-1582"></span> dass ein Arbeitnehmer nach der Pflegezeit kündigt und somit der Betrieb auf den Kosten des aufgestockten Entgelts sitzen bleibt, will die junge Ministerin (32) durch eine entsprechende Versicherung in den Griff bekommen.</p>
<p>Klar, dass die <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681480,00.html" target="_blank">Wirtschaft dagegen Sturm läuft</a>: Die Arbeitgeber befürchten eine gesetzliche Überregulierung, einen Fachkräfteausfall und haben zudem Angst auf dem Kostenrisiko sitzen zu bleiben. Diese „Zumutungen“ seien während einer Wirtschaftskrise untragbar. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt meint zudem, dass eine Neuordnung des Pflegezeitgesetzes gar nicht notwendig sei, da Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge bereits genügend individuelle und umfassende Möglichkeiten böten, um Angehörige zu pflegen.</p>
<p>Dass dies in der Praxis allerdings oft anders aussieht, ist bei einem Gespräch mit Betroffenen zu erfahren. Die Sozialverbände befürworten deshalb grundsätzlich die Pläne von Frau Schröder. Sie wünschen sich allerdings u.a. eine noch größere zeitliche Ausweitung der Pflegezeit, da die Pflege häufig über eine Zeit von zwei Jahren hinausgeht.</p>
<p>Thomas</p>
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		<title>Aus Angst und Scham: Eine halbe Million Beschäftigte verzichten auf staatliche Ansprüche</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 12:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Lohn und Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld II]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstocker]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesagentur für Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Böckler-Stiftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiterer Dämpfer für die derzeit populären Behauptungen über angeblich negative Arbeitsanreize aufgrund einer zu üppigen staatlichen Grundsicherung: Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung analysierte Wissenschaftlerin Irene Becker aktuelle Daten der Arbeitsmärkte aus dem sog. sozio-ökonomischen Panel. Bei diesem handelt es sich um eine regelmäßig durchgeführte Befragung von 12.000 Haushalten in Deutschland, bei der unter anderem nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein weiterer Dämpfer</strong> für die derzeit populären Behauptungen über angeblich negative Arbeitsanreize aufgrund einer zu üppigen staatlichen Grundsicherung: Im Auftrag der <a href="http://www.boeckler.de/" target="_blank">Hans-Böckler-Stiftung</a> analysierte Wissenschaftlerin Irene Becker aktuelle Daten der Arbeitsmärkte aus dem sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozio-oekonomisches_Panel" target="_blank">sozio-ökonomischen Panel</a>. Bei diesem handelt es sich um eine regelmäßig durchgeführte Befragung von 12.000 Haushalten in Deutschland, bei der unter anderem nach der Einkommenssituation gefragt wird. Das Ergebnis: In Deutschland gibt es etwa <strong>500.000 Vollzeitbeschäftigte</strong>, die einen Anspruch auf staatliche Unterstützungsleistungen haben, diesen aber nicht wahrnehmen! Konkret geht es um das <strong>ergänzende Arbeitslosengeld II</strong>, mit denen in Fällen von zu geringem Gehalt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstocker" target="_blank">aufgestockt wird</a> (sog. <strong>&#8220;Aufstocker&#8221;</strong>).</p>
<p>Warum aber wird in einem solchen Ausmaß auf Ansprüche verzichtet? Die Forscherin nennt dafür zentrale Gründe: Vor allem <span id="more-1563"></span>sei <strong>Unwissenheit </strong>über die rechtliche Situation daran schuld, aber auch <strong>Scham</strong>, sog. &#8220;Hartz IV&#8221;-Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen sowie <strong>Angst und Scheu</strong> vor dem nicht unkomplizierten Antragsverfahren. Zitat der Wissenschaftlerin: &#8220;<strong>Offenbar scheint breiten Schichten das Bedürfnis nach Eigenständigkeit, Anerkennung und einer längerfristigen Lebensperspektive wichtiger zu sein als das wirtschaftliche Kalkül.&#8221;</strong></p>
<p>Stellt sich für mich die Frage, wo man sich denn nun am besten über seine Ansprüche und Rechte beim AlG II informieren kann? Tja, eine Recherche im Internet bringt einen nicht wirklich weiter. Auf der Seite der <a href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_25782/Navigation/zentral/Buerger/Arbeitslos/Alg-II/Alg-II-Nav.html" target="_blank">Bundesagentur für Arbeit</a> gibt es zwar einen großen Bereich zum Arbeitslosengeld II, besonders einladend, lesefreundlich und verständlich finde ich es dort aber nicht. Sonstige Seiten? Eher Fehlanzeige.<strong> </strong>Da wundert es mich nicht, dass es den meisten Leuten schlicht am Wissen darüber fehlt, dass ihnen ein Ergänzungsanspruch zusteht. Bleibt nur noch der Gang zum Arbeitsamt. Während der Arbeitszeit natürlich. Wie unpraktisch&#8230;<strong> </strong></p>
<p>Hinweise auf gute Webseiten mit Infos über AlG II und Aufstockerleistungen sind willkommen.<strong><br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.boeckler.de/320_103012.html" target="_blank">Original-Meldung der Hans-Böckler-Stiftung</a></p>
<p>Peter</p>
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		<title>Live von der JAV-Arena in Düsseldorf, Tag 2</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seminare]]></category>
		<category><![CDATA[JAV]]></category>
		<category><![CDATA[JAV Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend- und Auszubildendenvertretung]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Minuten endet die JAV-Arena in Düsseldorf, die erste große ifb-Fachtagung für Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Der erste Tag gestern kam bei den Teilnehmern super an. So zumindest lautete das direkte Feedback, das die ifb-Crew vor Ort von den vielen JAV&#8217;is bekommen hat. Aber auch der zweite Tag am 02.03.2010 lief spitzenmäßig ab: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Minuten endet die <a href="http://www.jav-arena.de/index.php" target="_blank">JAV-Arena</a> in Düsseldorf, die erste große<strong> ifb-Fachtagung für Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung</strong>. <a href="http://blog.betriebsrat.de/seminare/live-von-der-jav-arena-in-dusseldorf-tag-1/" target="_blank">Der erste Tag gestern</a> kam bei den Teilnehmern <strong>super </strong>an. So zumindest lautete das direkte Feedback, das die ifb-Crew vor Ort von den vielen JAV&#8217;is bekommen hat. Aber auch der zweite Tag am 02.03.2010 lief spitzenmäßig ab: Mit <strong>spannenden Workshops</strong>, einem <strong>verblüffenden Gastvortrag</strong> und einem <strong>schönen Abschiedsgedicht</strong> als Dank vom Veranstalter&#8230;</p>
<p>Was war genau los? Workshopmäßig ging es heute bei Wirtschaftsexpertin <strong>Swantje Lücke-Markus</strong> <strong>richtig zur Sache</strong>: &#8220;Wirtschaftswissen für die JAV&#8221; &#8211; da war Konzentration angesagt, denn Swantjes Stoff war &#8220;nicht ohne&#8221;. Ihre lockere und verständliche Art half den Teilnehmern dabei, die schwierigen Wirtschaftsbegriffe richtig zu verstehen. Genau wie Rechtsanwalt <strong>Knut-Olav Banke</strong>, der viel Wissenswertes zum Thema &#8220;Erhöhung und Sicherung der Ausbildungsqualität&#8221; mitteilten konnte. ifb-Juristin <strong>Ines Heinsius</strong> erklärte schließlich das Wichtigste, was man aus dem Bereich &#8220;Öffentlichkeitsarbeit&#8221; wissen sollte und gab viele wertvolle Insider-Tipps aus der Praxis.</p>
<p><strong>Höhepunkt des zweiten Tages</strong> war jedoch <span id="more-1545"></span>der Gastvortrag des promovierten Juristen <strong>Ralf Höcker</strong>. Unter dem Motto &#8220;<strong>Alles was Recht ist &#8211; Schluss mit den juristischen Legenden</strong>&#8221; räumte er gnadenlos mit vielen weitverbreiteten <strong>Rechtsirrtümern </strong>aus allen Bereichen des Lebens auf. Ihn kann man bald auch im Fernsehen sehen: Ab Juni hat er wieder seine wöchentliche Show <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/tv-programm/show/rtl-tv-programm-einspruch/rtl-tv-programm-hoeckers.html" target="_blank">&#8220;Einspruch! Die Show der Rechtsirrtümer&#8221;</a>, die auf RTL ausgestrahlt wird!</p>
<p>Zum Schluss ein langes Gedicht: Damit <strong>dankte das ifb-Team seinen vielen Teilnehmern</strong> für die rundum gelungene Veranstaltung. Viel Applaus und positive Rückmeldungen: <strong>Diese JAV-Arena war ein Hit!</strong></p>
<p>Peter</p>
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		<title>Endlich nachgewiesen: Wer arbeitet, hat auch mehr!</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnabstandsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Niedriglohn]]></category>
		<category><![CDATA[Paritätischer Wohlfahrtsverband]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele können es schon nicht mehr hören: Guidos Geschwätz (so betitelt es die Süddeutsche Zeitung) von den spätrömischen Verhältnissen und dem vermeintlich anstrengungslosen Wohlstand, zu dem unser Sozialstaat einlädt. Besonders brisant: In letzter Zeit scheint sich in der breiten Öffentlichkeit immer mehr die Meinung durchzusetzen, dass sich Arbeit tatsächlich nicht mehr lohnt, dass man als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele können es schon nicht mehr hören: <strong>Guidos Geschwätz</strong> <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/513/504722/text/" target="_blank">(so betitelt es die Süddeutsche Zeitung)</a> von den spätrömischen Verhältnissen und dem vermeintlich anstrengungslosen Wohlstand, zu dem unser Sozialstaat einlädt. Besonders brisant: In letzter Zeit scheint sich in der breiten Öffentlichkeit immer mehr die Meinung durchzusetzen, dass sich Arbeit tatsächlich nicht mehr lohnt, dass man als Hartz IV-Empfänger mehr oder zumindest nicht viel weniger hat, wie wenn man arbeiten würde.</p>
<p><strong>Was für ein Unsinn!</strong> Der <a href="http://www.der-paritaetische.de/home/" target="_blank">Paritätische Wohlfahrtsverband</a>, der Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, hat den Taschenrechner in die Hand genommen und <strong>genau nachgerechnet.</strong> <strong>Und zwar 196 mal!</strong> Dabei kam er zu einem völlig anderen Ergebnis: <strong>Das Lohnabstandsgebot ist nach wie vor gewahrt! </strong>In allen Beispielrechnungen weist der Verband nach, dass für Hartz IV-Bezieher <strong>selbst bei niedrigen Löhnen ein Anreiz zur Arbeitsaufnahme besteht.</strong> Die Süddeutsche Zeitung zitiert Ulrich Schneider, den Geschäftsführer des Verbandes: &#8220;Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier <strong>mit fehlerhaften Berechnungen <span id="more-1524"></span>Klima und Politik gemacht</strong> werden sollen&#8221;. Damit meint er unter anderem das <strong>Karl-Bräuer-Institut</strong> vom Bund der Steuerzahler. Dieses habe mit seiner Meinung nach recht &#8220;<strong>dubiosen Zahlenspielen&#8221;</strong> <a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E14C41FD68903404AA9BD78247EABABA0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">in der F.A.Z. zu belegen versucht</a>, dass man mit Hilfe von Hartz IV auf das gleiche Niveau kommt, wie wenn man arbeiten gehen würde.</p>
<p><strong>Man muss bestimmte Thesen nur oft genug wiederholen, irgendwann werden sie plötzlich nicht mehr hinterfragt.</strong> Das ist <strong>manipulative Meinungsmache</strong> aus dem Lehrbuch! Denn das Problem sind nicht die Empfänger von Arbeitslosengeld 2, von denen man das pauschale Bild zeichnet, dass sie am liebsten dekadent in ihrer sozialen Hängematte herumlungern. Ich bezweifle, dass es in dieser Gruppe einen nennenswerten Anteil solcher Menschen gibt. Die Wirklichkeit sieht bei Langzeitarbeitslosen und Niedriglohnempfängern ganz anders aus! Ein Besuch bei einem Sozialverband oder bei einer Schuldnerberatungsstelle würde manchem sicher sehr gut tun. Denn: Das eigentliche Problem sind auch weiterhin diejenigen, die vor einiger Zeit <strong>die Wirtschafts- und Finanzkrise durch ihre maßlose Gier verursacht und verschuldet </strong>haben! Aber darüber spricht kein Mensch mehr. <strong>Dafür wird nun gegen die Ärmsten der Gesellschaft Stimmung gemacht.</strong> Bislang leider mit großem Erfolg. <strong>Wie erbärmlich ist das nur!<br />
</strong></p>
<p>Peter</p>
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