von Ines am 07.06.2011, 08:23 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf

Der Vorstand der Bundesbank geht in Sachen Frauenquote mit gutem Beispiel voran und meldet: Vorstand komplett – Erste Frau im Amt! Letzte Woche trat Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger-Peiter als Vizepräsidentin ihren Posten an und ist damit die erste Frau im Vorstand der Bundesbank. Dies berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Mit Lautenschläger holt sich der Bundesbank-Vorstand eine Fachfrau ins Boot, die 15 Jahre Erfahrung in der Bankenkontrolle vorweisen kann. Die Juristin, die laut SZ von Mitarbeitern als eine Frau geachtet wird, die „hart in der Sache, aber freundlich im Ton“ ist, kommt von der Finanzaufsicht Bafin und übernimmt jetzt bei der Bundesbank die Zuständigkeit für Banken und Finanzaufsicht sowie Revision. Sie hat mit etwas überzeugt, was man Frauen in Deutschlands männerregierten Vorstandwelt bei der Besetzung hoher Positionen nur allzu gerne abspricht: hohe fachliche Eignung. Endlich hat man hier offensichtlich einmal darauf verzichtet, in einem „Männerclub“ unter sich zu bleiben oder das Amt einem altgedienten Parteifreund zuzuschustern.

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat in einer seiner letzten Sendungen „Satiregipfel“ den mangelnden Frauenanteil in Managementpositionen sinngemäß wie folgt begründet: „Warum sitzen so wenige Frauen in den höheren Etagen? Weil man mit Ihnen die Umsatzerfolge so schlecht im Puff feiern kann.“ Und spielt damit auf die in der Presse heiß diskutierten „Hamburg-Mannheimer-Orgien“ an. Wo er recht hat, hat er recht: Auch wenn Frau Lautenschläger sich laut Presseberichten selbst als „fröhlichen Genussmenschen“ bezeichnet – bei der Bundesbank wird man sich andere Belohnungen für Unternehmenserfolge einfallen lassen müssen.

Ines H.

 



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