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Mehr Frauen sollen an die Macht

Die Frauenquote [1]ist schon lange in der politischen Diskussion. Vieles hat sich durch sie in unserer Gesellschaft verändert: Wir haben eine Bundeskanzlerin [2], eine Frau war Vorsitzende der EKD [3]und in Thüringen regiert seit mehreren Monaten eine Ministerpräsidentin [4]. Selbst bei den Betriebsratswahlen wird das Minderheitengeschlecht gesetzlich geschützt ( § 15 Abs. 2 BetrVG [5]) – wovon in einigen Betrieben sogar auch Männer profitieren. Als erstes Dax-30-Unternehmen hat nun die Deutsche Telekom [6]für die Führungsebene eine Frauenquote eingeführt: Bis 2015 sollen weltweit 30 Prozent der Telekom-Führungspositionen in Frauenhand sein.

Es gibt sie also: Die Frauen in Führungspositionen. Aber im Verhältnis gesehen sind es immer noch viel zu wenig [7]. Was aber fast noch schlimmer ist: Frauen verdienen für die gleiche Arbeit im Schnitt immer noch weniger Geld [8]als ihre männlichen Kollegen. Und das obwohl wir im Grundrechtskatalog des schon über 60jährigen Grundgesetzes in Art. 3 Abs. 2 Satz 1 [9]die Gleichheit von Mann und Frau fest verankert haben. Zusätzlich schützt sogar noch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz [10]vor Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts im Arbeitsalltag. Und trotzdem holpert es noch…

Da liegt der Schluss nahe, dass Männer eben lieber Männer fördern – so hat es zumindest die ZDF-Nachrichtensprecherin Petra Gerster in einem Welt-Interview [11]treffend formuliert. Nichts desto trotz: Die eingeschlagene Richtung ist richtig und auch in der Arbeitswelt wird die Gleichberechtigung ankommen, da bin ich mir sicher.

Thomas