von Susanne am 04.06.2012, 13:11 Uhr , Kategorie: Gerichtsmassig

iStock 000000110447XSmall Rolex Contest: Wer schreibt, der bleibtMotivationsmotor Incentive: Firmeninterne Wettbewerbe werden in der Berufswelt immer beliebter. Arbeitgeber sollten sich hierbei allerdings nicht nur über die Auswahl der Prämien Gedanken machen, sondern auch über die Nachweisbarkeit der Zielerreichung, wie ein Rechtsstreit vor dem LAG Hamm zeigt.

Der Kläger war bei dem beklagten Dienstleister im Bereich des Getränkevertriebs von 2007 bis 2010 als Gebietsverkaufsleiter beschäftigt. Im Jahre 2007 wurde bei der Beklagten ein sogenannter “Rolex-Contest” durchgeführt. Für das Erreichen bestimmter Vertriebszahlen – ermittelt durch selbst geschriebene Distributionspunkte – wurde dem Gewinner eine Rolex zugesagt. Der Kläger machte geltend, er habe mit seiner „Tankstellentruppe“ die Vertriebsziele erreicht und somit Anspruch auf die Übereignung einer Rolex, Typ Submariner 2007, im Wert von 4.800 €.

Das Arbeitsgericht Paderborn wies die Klage in der ersten Instanz ab (Urteil vom 10.03.2011, Az.: 1 Ca 2265/10). Das LAG Hamm hingegen gab dem Kläger recht und verurteilte den Dienstleiter des Getränkevertriebs eine entsprechende Uhr an den klagenden Gebietsverkaufsleiter zu übereignen (Urteil vom 30.05.2012, Az.: 5 Sa 638/11). Unstreitig habe der Kläger die für die Prämie erforderlichen 3100 Distributionspunkte notiert. Dass der Kläger die Punkte zu Unrecht aufgeschrieben hat, hätte die Beklagte darlegen müssen. Dies sei ihr jedoch nicht gelungen.

Bildquelle: © Brandon Chase – iStockphoto



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