Auf die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter jedenfalls nicht. Zu dieser zunächst traurigen Antwort führt eines der Ergebnisse der „Trendstudie Betriebliches Gesundheitsmanagement“, die Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt haben. Davon berichtet unter anderen das Ärzteblatt.

Überraschend, oder vielleicht auch nicht: Die Studie zeigt, dass die Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten nur für wenige befragte Unternehmen die primären Beweggründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sind. 37,7% nannten als Motivation für die Einführung eines BGM, dass ein solches das Ansehen eines Unternehmens nach innen und außen positiv beeinflussen könne und es dadurch an Bedeutung gewinne. Immerhin nannten dann doch noch 23,3 % das Reduzieren von gestiegenen Arbeitsbedingungen und leider lediglich 15,1 % die Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeiter als Hauptgrund für ein BGM.

Eigennützige Motive stehen also hier im Vordergrund. Aber verwundert das bei näherem Nachdenken wirklich? Und: Sind die Hintergründe vielleicht auch gar nicht so wichtig? Klar, würden wir es uns eventuell anders wünschen. Aber unter dem Strich kommt doch, wenn ein BGM eingeführt wird, in der Regel für die Mitarbeiter etwas heraus, wovon sie gesundheitlich profitieren können, sofern sie das denn wollen. Das heißt: Das Ergebnis zählt in erster Linie und nicht die Motive. Und darauf kommt es doch letztlich an, oder? Hauptsache, es wird was getan!

Bildquelle: © stockWERK – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 22. August 2014 um 15:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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    Pingback: Betriebliches Gesundheitsmanagement: Worauf kommt es Unternehmen wirklich an? | Betriebsrat Blog | MAV-Blog – am 24. August 2014 um 11:28

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