von Peter am 08.07.2010, 10:58 Uhr , Kategorie: Burn-out, Gesundheitsschutz

Bislang dachte ich, man würde es dann letztlich schon irgendwie selbst merken, ob man burnout gefährdet ist oder nicht. Aber da ist wohl die Laienpsychologie mit mir durchgegangen. Möglicherweise merkt man es zwar, die Frage ist aber, ob man in einem solchen Fall dann persönlich noch irgendetwas vernünftig gestalten und für sich zum Positiven ändern kann. Nun ist ja eine Gefährdung immer erst eine Vorstufe. Wenn man als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin burnout gefährdet ist, so wird bestimmt vieles, das auf diesen Zustand hindeutet, im Bewusstsein aktiv ausgeblendet, die Wahrnehmung wird einem im Zweifel sicher nicht die richtigen Signale zuspielen. Und tut sie es doch, dann ist dieser Button „Ignorieren“ gleich wieder weggeklickt. Das ist wie mit den Anzeichen von Sucht: Da ist auch jeder davon überzeugt, dass er alles „unter Kontrolle“ hat. Von wegen!

Vielleicht hilft es ein wenig weiter, diesen Test hier zu machen, sofern man vor lauter Arbeit überhaupt dazu kommt. Bei ehrlicher Beantwortung erhält man am Ende ein schriftliches Ergebnis. Dieses zu ignorieren fällt schon erheblich schwerer. Immerhin bekommt man etwas schwarz auf weiß. Das Schweizer Internet-Portal Swiss Burn Out bietet in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg einen Onlinetest an, der einem relativ schnell (ich hab rund sechs Minuten gebraucht) mit Hilfe von roten und grünen Balken anzeigt, ob man burnout gefährdet ist oder nicht. Ersetzt keinen Arztbesuch, kann einem aber ein deutliches Indiz für eine Gefährdung geben.

Link zum Test

Link zu Betriebsräte-Seminar, das sich schwerpunktmäßig mit Burnout befasst

Peter



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 08. Juli 2010 um 10:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Burn-out, Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Leider ist das Bewusstsein für das Thema Burnout in der Führung vieler deutscher Unternehmen noch restlos unterentwickelt.

    Jeder zweite Arbeitnehmer ist nach Erkenntnissen deutscher Betriebskrankenkassen Burnout gefährdet. Männer und Frauen – Durchschnittsalter Anfang 30 – sind gleichermaßen betroffen.
    Das bedeutet, jedes Unternehmen wird zwangsläufig mit dem Thema früher oder später konfrontiert werden.

    Dennoch werden präventive Maßnahmen immer noch mit Kostenargumenten beiseite gewischt, obwohl ein Mitarbeiter, der wegen eines Burnout ausfällt, natürlich ein Vielfaches an Kosten verursacht. Von den menschlichen „Kosten“ ganz zu schweigen!

    Dabei ist gerade bei diesem Phänomen Prävention die mit Abstand weitem Abstand beste, sinnvollste und kostengünstigste Maßnahme.

    Bleibt zu wünschen, dass es den Betriebsräten gelingt, genau dort mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, wo es am wichtigsten ist:
    In den Spitzen der Unternehmen!

    Dr. Matthias H.W. Braun

    Kommentar von: Dr. Matthias H.W. Braun – am 18. November 2010 um 12:00

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