von Peter am 05.09.2014, 15:09 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Arbeiten, wann man will – ist fast schon ein alter Hut. Betriebliche Regelungen zur Vertrauensarbeitszeit machen das möglich. In Zukunft werden sich mehr und mehr Beschäftigte aber zugleich aussuchen können, wo sie arbeiten wollen. Der neue Begriff lautet: Vertrauensarbeitsort.

Was ist ein Vertrauensarbeitsort? Microsoft Deutschland macht es vor: Unternehmen und Betriebsrat haben soeben eine rechtlich verbindliche  Gesamtbetriebsvereinbarung zum Arbeitsort abgeschlossen. Nun dürfen die Mitarbeiter nicht nur arbeiten, wann sie wollen, sondern auch wo sie wollen. Der Anspruch gilt für jeden einzelnen Beschäftigten. Das Unternehmen spricht von „innovativer Arbeitskultur“, man reagiere auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter.

Wieder mal schöne neue Arbeitswelt? Klingt doch ganz gut. Denn allein schon die eigene Arbeitszeit frei einteilen zu können, kann in vielen Lebenssituationen sehr von Vorteil sein. Und nun auch noch den Arbeitsplatz? Ist das Homeoffice also doch die Zukunft? Für manche vielleicht schon. Viele andere werden auch weiterhin in die Firma pilgern. Der Grund: Betriebliche Notwendigkeiten, die eine Anwesenheit erforderlich machen. Aber auch vielleicht gar keine sonderliche Lust darauf. Denn im Home-Office zu arbeiten kann tückisch und nicht unproblematisch sein. Darüber schrieb der Betriebsrat Blog bereits im Jahr 2009 recht ausführlich (hier zum Nachlesen).

Es ist wichtig, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen. Als Betriebsrat sollte man die Entwicklung aber mit kritischem Blick begleiten. Und gerade wenn es um die Erstellung von Betriebsvereinbarungen zu diesen Themen geht, sollte man sich über Vor- und Nachteile von Telearbeit und Home-Office gut auskennen.

Nicht zu unterschätzen: Die volle Breitseite der lieben Kollegen – die gibt es auch weiterhin nur direkt vor Ort. Wer möchte dieses tägliche Vergnügen schon missen?

Bildquelle: © IPGGutenbergUKLtd  – iStockphoto



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