Frau mit Igelball bei SchulterverspannungenNotebooks, Smartphones, Tablets: Die Digitalisierung hat uns fest im Griff, sowohl im Berufsleben als auch im privaten Alltag. Dass diese Entwicklung viele Vorteile hat, steht außer Frage. Doch sie birgt auch Risiken für Körper, Geist und Seele und hat teils schmerzvolle, teils sonderbare Begleiterscheinungen.

Muskel- und Skeletterkrankungen sind nach wie vor die Hauptgründe für krankheitsbedingte Fehlzeiten. Aber: Neben den „Klassikern“ haben mittlerweile noch weitere Leiden ihren Weg an die Spitze der neuen Zivilisationskrankheiten gefunden. Sie werden SMS-Daumen, Tablet-Schulter, Maus-Arm oder auch Handy-Nacken genannt. Was erst einmal witzig klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Die einseitige körperliche Belastung beim ständigen Umgang mit Smartphones und die Arbeit am PC machen dem Körper zu schaffen. So sind Verspannungen und chronische Muskelschmerzen bei vielen Menschen die Folge der immer gleichbleibenden Körperhaltung bei der Nutzung der entsprechenden Geräte. Zum Beispiel schaut man meist mit gesenktem Kopf auf das Display seines Smartphones oder Tablets. Dauerhaft führt diese unnatürliche Kopfhaltung zu quälenden Verspannungen (Handy-Nacken). SMS-Daumen und Maus-Arm entstehen durch das permanente Eintippen von Nachrichten auf dem Telefon bzw. durch die pausenlose Bedienung der Maus am PC. Die Sehnen werden überlastet, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge.

Experten sind sich einig: Die genannten Erkrankungen sind die Folge von Überlastung, Monotonie und ungesunder Körperhaltung. Zur Vorbeugung empfehlen sie regelmäßige Pausen beim Tippen und Klicken, leichte Dehnübungen sowie kleine Hilfsmittel wie z. B. Gerätehalterungen für Tablets. Außerdem hilft es, bei der Bedienung von Smartphone oder Maus öfter mal den Finger bzw. die Hand zu wechseln. Denkbare Maßnahmen wie Dauerentzug werden dagegen eher schwierig umsetzbar sein.

Bildquelle: @ absolutimages – fotolia.de



Dieser Beitrag wurde am Montag, 13. März 2017 um 16:27 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Hallo,

    dazu habe ich eine knifflige Frage, zu welcher ich keine Antwort finde. Oder auch – wir.
    Ich besuche einen Sportkurs, um die aufgetretenen Beschwerden „in Schach“ zu halten, was sich auch bewährt hat. Nun verlagert der AG meine Arbeitszeit so, daß ich den bereits gezahlten Kurs nicht mehr besuchen kann.Clevererweise innerhalb der Gleitzeit, die Verlagerung…
    Schlimm genug, daß ich dann nicht mehr teilnehmen kann (schon 5Jahre), nur, muß er mir den Kurs zahlen?

    Vielen Dank.
    Liebe Grüße Petra

    Kommentar von: Petra – am 18. April 2017 um 19:17

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