von Ines am 24.04.2014, 10:53 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Alle 7 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch durch Alkoholkonsum allein oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak. Das sind 74.000 Menschen pro Jahr. So lautet ein erschreckendes Fazit aus dem neu erschienenen Jahresbericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Die Experten gehen davon aus, dass circa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig sind. Etwa zehn Millionen haben ein problematisches Trinkverhalten. Weiterhin muss von jährlich 26,7 Mrd. Euro volkswirtschaftlicher Kosten infolge alkoholbezogener Krankheiten ausgegangen werden.

Doch nicht nur der Klassiker „Alkohol“ sorgt für Kopfzerbrechen. Nach wie vor sterben hierzulande jährlich 100.000 bis 120.000 Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums.

Außerdem sind laut Jahrbuch schätzungsweise 1,4-1,5 Mio. abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial. 4-5 % aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial und sind verordnungspflichtig. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel werden nicht wegen akuter Probleme, sondern langfristig zur Suchterhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet.

Die DHS fordert insgesamt stärkere Präventionsbemühungen. Bei den legalen Drogen geht das in Richtung Angebotsreduzierung, Preiserhöhung und Werbeeinschränkung der verschiedenen abhängig machenden Substanzen. „Verhaltens- und Verhältnisprävention müssen flächendeckend und kontinuierlich eingesetzt werden, damit Deutschland endlich die internationalen Spitzenplätze im gesundheitsschädlichen Konsum legaler Drogen verlässt“, so eine Pressemitteilung. Bezüglich des Medikamentenmissbrauchs verlangt die DHS richtige Anwendung und Empfehlung von Arzneimitteln sowie bessere Aufklärung durch Fachleute wie Ärzte und Apotheker.

Bildquelle: © Africa Studio – Fotolia.com

Seminare zum Thema:
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil I – Die Grundlagen
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil II – Maßnahmen und Konzepte
Alkohol und Sucht am Arbeitsplatz Teil III – Der Betriebsrat im Beratergespräch
Arbeit, Glücksspiel, Internet: Verhaltenssüchte in der Arbeitswelt
Krankheitsbedingte Fehlzeiten: Ursachen, Folgen und Lösungsmöglichkeiten



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 24. April 2014 um 10:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

No comments yet.

Leave a comment