von Peter am 12.07.2011, 10:40 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Innenraumarbeitsplätze wie zum Beispiel Büros verfügen, was die Gesundheitsbelastung angeht, an sich über die allerbesten Voraussetzungen: Hier wird nicht mit Gefahrstoffen hantiert und die Lärmbelastung ist normalerweise auch halbwegs erträglich. Klagen Beschäftigte an solchen Orten über Symptome wie brennende Augen, eine laufende Nase oder ständige Kopfschmerzen, kommt möglicherweise ein sog. Sick-Building-Syndrom als Ursache in Betracht.

Im Innenraum zu arbeiten kann viele Vorteile haben, Arbeitnehmer sind aber auch hier keinesfalls frei von gesundheitlichen Belastungen, ganz im Gegenteil! Es gibt eine Menge Faktoren, die das Wohlbefinden enorm beeinträchtigen können. Dazu gehören neben der Qualität der Atemluft auch das Raumklima, der Lärm, die Beleuchtung, elektromagnetische Felder, eine ionisierende Strahlung, die Arbeitsplatzgestaltung und natürlich immer mehr psychische Faktoren wie z. B. der Stress.

Wenn bei einem oder bei mehreren Beschäftigten entsprechende Krankheitssymptome auftreten, geht eine echte detektivische Fieselarbeit los. Denn nur selten gibt es eine einzelne klare Ursache, die als Auslöser der Beschwerden identifizierbar ist. Oft wird es eine Kombination aus mehreren Ursachen sein und diesen auf die Spur zu kommen, erfordert eine systematische und fast schon wissenschaftliche Analyse. Aber wie genau im Einzelfall vorgehen? Arbeitgeber und Betriebsrat können dabei rasch überfordert sein und mangels Know-how an ihre Grenzen stoßen.

Unterstützung bietet in solchen Situationen das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Mit Hilfe des neuen Internetportals „Innenraum“ wurde jetzt eine Anlaufstelle für Ratsuchende geschaffen: Die Webseite bietet Informationen, Konzepte, Ansprechpartner, Praxishilfen, Ermittlungsbögen, Linktipps und Downloadangebote. Das schwer zu fassende Sick-Builing-Syndrom wird mit Hilfe des IFA nun ein Stück greifbarer.

Zusätzlich werden speziell für Betriebsräte praxisorientierte Seminare angeboten, die sich mit der Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen befassen.

Peter

 



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