von Ines am 02.09.2019, 16:43 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz
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Mehr und mehr Menschen werden heutzutage 80, 90 oder sogar 100 Jahre alt. Immerhin ist die weltweite Zahl der Menschen ab 100 Jahren im Jahr 2019 auf den neuen Höchstwert von rund 533 000 Personen gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilt, hat sich ihre Zahl damit seit der Jahrtausendwende fast vervierfacht. Woran liegt das? US-Forscher haben entdeckt, dass nicht nur biologische Eigenschaften für ein hohes Alter ursächlich sind, sondern auch die Psyche. Und zwar ein ganz bestimmter Faktor: der Optimismus. Doch wie kann diese Eigenschaft dabei helfen im Schnitt älter zu werden als eher pessimistisch eingestellte Menschen?

Zusammenhang von Optimismus und Langlebigkeit

Was zeichnet also einen Optimisten aus: Er geht mit einer positiven Grundeinstellung durch die Welt. Er glaubt daran, dass ihm Gutes widerfahren wird und kann selbst schwierigen Situationen noch etwas Positives abgewinnen. Nach dem Motto: „Gibt das Leben dir Zitronen, mach Limonade draus“. Diese Art zu denken macht ihn gelassen und entspannt.

Aber spielt dies auch eine Rolle für ein langes Leben? Dieser Frage sind Forscher auf den Grund gegangen und haben sie im Ergebnis bejaht. Danach ist Optimismus eine psychologische Ressource, die die Langlebigkeit beeinflusst. Denn er hilft dabei, mit Stress besser umzugehen und begünstigt bestimmte Verhaltensweisen, die die Gesundheit fördern, wie z.B. Bewegung und Ernährung.

Auf die Haltung kommt es an

Was heißt das jetzt für Menschen, die nicht mit einem so sonnigen Gemüt auf die Welt gekommen sind? Können die gleich ihr Testament machen – passend zur dunklen Seite ihres Gemütes? Natürlich nicht! Optimismus kann gelernt und beeinflusst werden. Das wurde schon vor längerer Zeit im Zusammenhang mit der Resilienzforschung und der Positiven Psychologie herausgefunden. Dabei reicht es jedoch nicht, sich ein rosa Brille aufzusetzen und sich alles schön zu reden. Es kommt auf die Haltung an.

Wie werde ich Optimist?

Die Diplom-Psychologin Andrea Danker gibt in ihrem Buch „Resilienz für Interessenvertreter“ Tipps, wie man sich (nicht nur als Interessenvertreter!) eine optimistische Grundhaltung erarbeiten kann. Beispielsweise:

  1. Überlegen Sie sich, was und wer Ihnen im Leben Energie gibt („Energiespender“) und was und wer Ihnen Energie raubt („Energiefresser“). Umgeben Sie sich mehr mit Energiespendern und reduzieren Sie den Umgang mit Energiefressern.
  2. Führen Sie eine Zeit lang ein Freude-Tagebuch: Notieren Sie sich jeden Abend drei Dinge, über die Sie sich gefreut haben.

Sie können gleich loslegen mit den Übungen. Es lohnt sich!

Seminar-Tipp zum Thema: Persönliche Resilienz: Eigene Stärken erkennen und sich erfolgreich behaupten



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