In einem Tischkalender ist am 2. November das Wort Spätschicht eingetragenLaut der Auswertung einer aktuellen amerikanischen Studie haben zumindest Nachtschichten negative Folgen sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Lebensdauer und seien „mit einem leichten Anstieg der Sterblichkeit verbunden“. Ein internationales Forscherteam hatte im Rahmen dieser Langzeit-Expertise die möglichen Auswirkungen von rotierenden Nachschichten auf die Wahrscheinlichkeit von Sterblichkeit, Herzkreislauf- und Krebserkrankungen untersucht. Dafür wurden rund 75.000 Krankenschwestern über einen Zeitraum von 22 Jahren beobachtet. Andere Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, hohes Alter, Rauchen, wenig Bewegung oder Übergewicht wurden in der Studie berücksichtigt. Das berichtet unter anderen das Ärzteblatt.

Natürlich könnte man jetzt denken, dass gerade Krankenschwestern allein durch ihre Tätigkeit schon so vielen Gefahren ausgesetzt sind, dass das Ergebnis eigentlich kein Wunder sei. Doch so ist es nicht. Bereits im Jahr 2007 hatte laut Ärzteblatt die  Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Schichtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Doch warum das alles?

Medizinisch tiefer gehende Details können unter dem angegebenen Link des Ärzteblatts nachgelesen werden. Hier wollen wir es einfach halten: Unser Körper hat einen bestimmten Tag-Nacht-Rhythmus, in dem er gut und gesund arbeitet. Kommt der Körper aus dem Takt, z.B. durch ständige Wechselschichten, kann das erwiesenermaßen großen Einfluss auf den funktionierenden Herzkreislauf und die körpereigenen Aktivitäten gegen Tumoren haben. Auf Dauer entstehen so chronische Krankheiten. Dieses ständige aus-dem-Rhythmus-sein kann also schlimmere Folgen haben, als man vielleicht denkt.

Doch Schichtarbeit ist aus unserer Arbeitswelt gar nicht mehr wegzudenken. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes arbeiten in Deutschland 9 % der Beschäftigten regelmäßig in Nachtschichten. Abends arbeiten immerhin 26 %. Daher geht heute ein lauter Appell an die betroffenen Unternehmen, sich im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsarbeit besonders für Maßnahmen für diese Beschäftigtengruppe zu engagieren und da zu unterstützen, wo es möglich ist.

Bildquelle: © Kaesler Media – fotolia.de

 



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 22. April 2015 um 15:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Schichtarbeit abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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