Was kann das nur bedeuten? Hat den jemand aus Versehen dort stehen lassen? Oder ist das vielleicht eine, nein, das kann doch nicht sein, oder? Ist das etwa eine ANSPIELUNG? Ich glaub, ich spinne.

Seien Sie sich sicher! Wenn am Morgen plötzlich so ein Ding vor Ihnen steht, kommentarlos, dann ist das definitiv mindestens eine Anspielung. Und zwar 100 Prozent darauf, dass Ihr Körpergeruch zwischenzeitlich aber dauerhaft ein von Dritten tolerierbares Level überschritten haben könnte. Manche Kollegen wissen sich dann nicht mehr anders zu helfen. Nur: Ist das eine gute Vorgehensweise?

Rüdiger Klepsch arbeitet als Managementberater in Hamburg und hat für Spiegel Online ein paar Tipps zusammengestellt, wie man sich richtig verhält, wenn der Kollege oder die Kollegin unerträglich nach Schweiß müffelt. Was gar nicht geht sind: Totschweigen, Extra-Gruppenmeeting zum Thema und Hinter-dem-Rücken-Lästern. Oder eben auche blöde Anspielungen wie die Sache mit dem Deo-Roller.

Der beste Weg ist: Einer muss den Mut haben, das Thema mit dem Kollegen unter vier Augen anzusprechen. Und das sollte jemand sein, der davon betroffen ist. Also nicht gleich wieder zum Betriebsrat rennen. Hier ist Eigeninitiative angesagt! Im Gespräch müssen dann Ross und Reiter genannt werden, aber das kann man sicher geschickt verpacken. Schildern Sie sensibel, was Sie wahrgenommen haben („Du, mir ist da neulich aufgefallen, dass…“) und wie das bei Ihnen ankommt („das empfinde ich als etwas unangenehm…“) . Oft liegt’s ja nur an mangelnder Hygiene. Das muss man so direkt aber nicht sagen, denn das wird sich der andere schon denken können. Und für den wird es ja auch ein klein wenig peinlich sein.

Und wenn er es abstreitet? Dann sollte man ihn darum bitten, mal bei anderen nachzufragen. So kriegt man die Kuh schon vom Eis. Wenn alle Hygiene nichts hilft, dann ist das eventuell auch ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme. Hab mal gelesen, dass zum Beispiel starker Mundgeruch auf Magenprobleme hinweisen kann.

Wie auch immer: Ich für meinen Teil würde lieber wissen, wenn mit meinem Geruch was nicht in Ordnung ist! Mal schauen, ob die Kollegen mitlesen. Mal schauen, ob gleich einer in der Tür steht….

Peter



Dieser Beitrag wurde am Montag, 31. Mai 2010 um 09:54 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Danke für diesen Beitrag.
    Seit einiger Zeit, nagen wir an dieser Herausforderung. Wir sind durch diese Artikel bestätigt worden dass unser Vorgehen in Ordnung war, ein persönliches Vier Augen Gespräch, in Ordnung war.
    Manfred Butz

    Kommentar von: Manfred Butz – am 09. Juni 2010 um 10:18

  2. Auch bei uns gab es so einen Fall. Ich fasste allen Mut zusammen und sprach mit meiner Kollegin unter vier Augen darüber.
    Am nächsten Tag schon gab es eine Besserung, das sich bis jetzt hält.
    Meine Kollegin war mir dankbar, da es ja negative Auswirkungen auf sie hatte.

    Kommentar von: Sabrina – am 10. Juni 2010 um 13:28

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