Im Zusammenhang mit dem Hartz IV-Urteil diskutiert derzeit die halbe Welt darüber, ob nur ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn einen Ausweg aus dem vermeintlichen Dilemma darstellen würde. Unterdessen wurden anderswo Fakten geschaffen: Der von Arbeitgebern und Gewerkschaften gebildete Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium einigte sich auf höhere Sätze für die Branchen der Dachdecker und Gebäudereiniger. Damit haben in Kürze knapp 900.000 Beschäftigte Anspruch auf etwas mehr Lohn. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters steigt der Mindestlohn für 450.000 Gebäudereiniger im Innenbereich im Westen von 8,15 Euro auf 8,40 Euro und im Osten von 6,58 Euro auf 6,83 Euro. Für Glas- und Fassadenreiniger steigt er auf 11,13 Euro im Westen und 8,66 Euro im Osten. Auch die Anhebung des Mindestlohns für 60 000 Dachdecker von 10,40 Euro auf 10,60 Euro wurde gebilligt.
Dazu erklärte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen: “Die Einigung ist eine gute Nachricht für die rund 900.000 Beschäftigten in den beiden Branchen [...]. Die Wünsche der Tarifpartner nach einem flächendeckenden Mindestlohn für die Branchen sollen jetzt so rasch wie möglich umgesetzt werden.”
Den allgemeinen Mindestlohn scheuen sie in der Koalition nach wie vor wie der Teufel das Weihwasser! Aber wenigstens geht in einzelnen Branchen etwas voran. Mal schauen, ob das Hartz IV-Urteil vielleicht etwas Bewegung in die Sache bringt.
Peter
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Soviel zum Thema Mindestlohn
Das ganze rumgemache mit dem H4 Reglsatz ist in meinen augen nur ablenkung. Der ganze hintergrund der Geschichte ist die Löhne noch weiter runter zudrücken,den unser staat arbeitet mit allen tricks.
Erst ein bischen unruhe stiften ,danach einen H4 schmarotzer erfinden um die, die es noch nicht kapiert haben auf ihre seite zu bekommen.
Das ende vom Lied:
HartzIV senken + Niedrig Lohn senken = Sparziel erreicht !!!!!!!!!
Ein Mindestlohn für alle (9,50€-10,00€) und viele HartzIV Empfänger würden wieder arbeiten gehen.
Kommentar: Hans Lehmann – 20. März 2010 @ 21:18