Urlaub, Krankheit, Mutterschutz oder eigene Kündigung? Es gibt viele Gründe, warum ein ordentliches Betriebsratsmitglied vorübergehend ausfallen oder gleich ganz ausscheiden kann. Die Rechtslage ist dann klar: Bei endgültigem Ausscheiden eines BR-Mitglieds rückt ein Ersatzmitglied nach, ansonsten lädt der Vorsitzende den Vertreter für den Zeitraum der Verhinderung des festen Mitglieds. Letzteres kommt sehr häufig vor!

Und dann? Steht man als Ersatzmitglied da und soll die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ganz schnell und natürlich möglichst kompetent vertreten. Keine leichte Aufgabe! Und ohne solides Wissen im Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht nur schwer machbar. Wo viele sich vielleicht nicht ganz sicher sind: Auch Ersatzmitglieder haben einen gesetzlichen Schulungsanspruch nach § 37 Abs. 6 BetrVG! Das Bundesarbeitsgericht hat das klargestellt (Beschluss vom 19.09.2001, Az. 7 ABR 32/00): Seminare sind auch für ein Ersatzmitglied erforderlich, wenn dieses voraussichtlich öfter oder über einen längeren Zeitraum im BR-Gremium eingesetzt wird. Als Indiz hierfür können Häufigkeit und Dauer von vergangenen Vertretungsfällen herangezogen werden. Der Betriebsrat hat zudem einen gewissen Entscheidungsspielraum hinsichtlich der Prognose über den zukünftigen Einsatz eines Ersatzmitglieds.

„Stand-by“-Aus für Ersatzmitglieder? Das kann rasant gehen! Aber keine Panik: Einfach vorsorgen und einen rechtlichen Grundstock an Know-how anlegen. Dann kann nicht mehr viel passieren. Mehr Infos, vor allem zu sehr guten Schulungsempfehlungen, gibt es hier:

Peter



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 23. März 2011 um 11:46 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Betriebsrat, ifb intern, Schulungsanspruch, Seminare abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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