Wieviel Zeit darf man als Arbeitnehmer während der Arbeitszeit auf  der Toilette verbringen, ohne damit eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung zu begehen, die wiederum eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigt? Das Arbeitsgericht Paderborn (Urteil vom 29.09.2010 – 2 Ca 423/10) meint, dass ein Zeitraum von 20 Minuten dafür jedenfalls nicht ausreichend ist. Zur Begründung: Kleinere Erledigungen während der Arbeitszeit seien generell nicht geeignet, einen wichtigen Grund im Sinne einer Kündigung darzustellen! Da uns das Urteil im Volltext leider nicht vorliegt, wagen wir hier keine Auslegung des Begriffs „kleinere“, insbesondere unterlassen wir es tunlichst, der Frage nachzugehen, ab wann eine Erledigung denn als „größer“ zu gelten habe. Diese Abgrenzung erscheint manchmal schwierig. Wenn’s in Zukunft also mal wieder etwas länger dauert, einfach nicht stressen lassen.

Gesehen bei Legal Tribune Online

Peter



Dieser Beitrag wurde am Montag, 18. Oktober 2010 um 16:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitszeit, Kündigungsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Zu oft gilt leider noch die alte Regel:
    „Zehn Minuten wird geschissen –
    wer dann noch scheißt, wird rausgeschmissen!“

    Kommentar von: Michael Geister – am 03. November 2010 um 17:01

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