Dass Schönheit berufsschädigend sein kann, musste eine Bäckerei-Verkäuferin aus Sachsen-Anhalt erfahren. Sie erhielt ihre Kündigung, weil die Freundin des neuen Junior-Chefs eifersüchtig auf sie war. Dass Eifersucht aber keinesfalls eine Kündigung rechtfertigen kann, war auch dem Junior-Chef klar. Deshalb bezichtigte er die schöne Verkäuferin einfach einen Diebstahl begangen zu haben.

Klar, dass die Schönheit diese Kündigung nicht auf sich sitzen ließ und sofort Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht hat. Und sie bekam Recht. Denn auch die Senior-Chefin stand ihr vor Gericht bei und sagte aus: „Sie war immer zuverlässig. Diebstahl ist nicht der wahre Grund der Entlassung.“

Nur geholfen hat ihr das wenig, denn in Kleinstbetrieben wie dieser Bäckerei findet das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung. Immerhin bekommt die entlassene Verkäuferin jetzt eine Abfindung in Höhe von 2.500,- €. Zufrieden ist sie damit allerdings nicht, denn: „Was nutzt mir das Geld, wenn ich jetzt arbeitslos bin?“, antwortete sie auf Fragen nach dem Prozess.

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 09. Februar 2011 um 10:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Kündigungsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. „Nur geholfen hat ihr das wenig, denn in Kleinstbetrieben wie dieser Bäckerei findet das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung. Immerhin bekommt die entlassene Verkäuferin jetzt eine Abfindung in Höhe von 2.500,- €. Zufrieden ist sie damit allerdings nicht, denn: „Was nutzt mir das Geld, wenn ich jetzt arbeitslos bin?“, antwortete sie auf Fragen nach dem Prozess.“

    Hätte man ihr als Anwalt ja mal erzählen können.. wa?

    Kommentar von: Fred – am 09. Februar 2011 um 23:43

  2. wenn sie so schön ist, wird es ihr doch nicht schwerfallen schnell nen neuen job zu finden – zumal sie ja jetzt auch berühmt ist…

    Kommentar von: Faufu – am 10. Februar 2011 um 11:50

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