Unappetlich? Eklig? Gar bizarr? Jeder hat eigene Bewertungen und Moralvorstellungen von Geschichten mit sexuellem Inhalt. Was aber kürzlich vor dem Arbeitsgericht Hagen verhandelt wurde, hinterlässt, vorsichtig formuliert, einen etwas unguten Beigeschmack. Ein bei einem Wohlfahrtsunternehmen angestellter Rettungswagenfahrer onanierte im Krankenwagen und veröffentlichte das Video danach im Internet. Zugleich behauptete er online in einem Forum, er habe mit älteren Patientinnen „Spaß gehabt“. Besonders fatal: Er faselte davon, dass man ihm dies nicht nachweisen könne, da die Damen allesamt dement seien.

Puh, da ist man erst mal sprachlos! Geht’s eigenlich noch? Und: Wie dämlich kann man eigentlich sein?

Die Kriminalpolizei wurde auf die Sache aufmerksam, ermittelte und durchsuchte den Dienstspind des Beschäftigten. Auch der Arbeitgeber erfuhr von den Geschehnissen und kündigte – fristlos. Krass dabei: Der Arbeitnehmer reichte tatsächlich Kündigungsschutzklage ein. Seine Begründung: Das mit dem Video lasse sich zwar nicht leugnen, aber der Mißbrauch älterer Patientinnen, der würde nicht stimmen, da habe es sich lediglich um „sexuelle Phantasien“ gehandelt, die er nur erfunden habe, um sich damit zu „brüsten“.

Es kam zur Verhandlung. Ergebnis: Das Arbeitsgericht Hagen wies die Kündigungsschutzklage ab (Az. 3 Ca 1933/13). Der Mißbrauch demenzkranker Patientinnen konnte zwar nicht nachgewiesen. Durch die vom Arbeitnehmer eingeräumten Handlungen (Selbstbefriedigung im Krankenwagen, Video davon drehen und veröffentlichen) habe er jedoch einen schweren Verstoß gegen arbeitsvertragliche Nebenpflichten begangen. Das Arbeitsgericht erkannte eine hohe Gefahr der Rufschädigung für den Arbeitgeber mit möglicherweise gravierenden wirtschaftlichen Folgen. Schließlich sei der Arbeitgeber als im Rettungsdienst tätige christliche Organisation auf die Vergabe von Aufträgen durch die Kommunen angewiesen.

Was noch dazukommt und was unserer Meinung nach nicht weniger schwer wiegen darf als das wirtschaftliche Argument: Die Arbeitgeberin habe auch besondere Schutzpflichten gegenüber ihren Patientinnen. Deshalb müsse sie unbedingt darauf vertrauen können, dass von ihren Beschäftigten keine Gefahr für die zu transportierenden Personen ausgehe!

Bildquelle: © Bobo – Fotolia.com

 

MeineRettungsorganisation besondere Schutzpflichten gegenüber ihren Patientinnen und Patienten. Sie müsse deshalb darauf vertrauen können, dass von ihren Beschäftigten keine Gefahr für die zu transportierenden Personen ausgehe.

Selbstbefriedigung im Krankenwagen kostet Fahrer seinen Job | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/hagen/selbstbefriedigung-im-krankenwagen-kostet-fahrer-seinen-job-id9278015.html#plx960408046

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Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 30. April 2014 um 13:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Kündigungsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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