von Ines am 20.06.2012, 11:17 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Fotolia 42169295 XS Organspende Arbeitnehmer spendet Organ – Arbeitgeber muss zahlenErst kürzlich hat der Bundestag  Gesetze zur Neuregelung der Organspende beschlossen. Das dazu gehörende neue Transplantationsgesetz hat Auswirkungen auf das Arbeitsrecht.  Denn: Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit findet künftig das Entgeltfortzahlungsgesetz auch für Lebendorganspender Anwendung.  Das heißt, dass in Zukunft eine Arbeitsverhinderung auch infolge einer Organspende eine unverschuldete Arbeitsunfähigkeit darstellt, so dass Anspruch auf Entgeltfortzahlung für sechs Wochen besteht. Bisher mussten die betroffenen Arbeitnehmer andere Lösungen finden, beispielsweise Urlaub nehmen.

Doch keine Sorge, liebe Arbeitgeber, ihr habt hier nicht die „A-Karte“ gezogen: Denn der Arbeitgeber bleibt mit dem fortgezahlten Entgelt nicht belastet. Die Haufe Online Redaktion berichtet, dass das fortgezahlte Bruttoentgelt einschließlich der darauf entfallenden Beiträge zur Sozialversicherung (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zur Kranken-, Pflege-, Renten und Arbeitslosenversicherung) sowie zur betrieblichen Altersversorgung auf Antrag zu 100 Prozent erstattet werden. Und zwar von der Krankenkasse des Organempfängers. Dieser umfangreiche Erstattungsanspruch wurde insbesondere eingerichtet, damit die Akzeptanz des Arbeitgebers für den bewusst vom Arbeitnehmer in Kauf genommenen Arbeitsausfall auf größere Akzeptanz stößt.

Das Ganze dient nur einem Zweck: Die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen. Drücken wir die Daumen, dass das gelingt!

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

 



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