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Milchmädchenrechnung der FDP

Mit dem Versprechen „mehr Netto vom Brutto [1]“ ist die FDP [2] in den letzten Bundestagswahlkampf gestartet. Eines der wichtigsten Ziele der Liberalen war es, die Arbeitnehmer zu entlasten: Sie sollten mehr Geld für ihren privaten Konsum in der Tasche haben. Nun sind Westerwelle, Brüderle, Rösler und Co. schon eineinhalb Jahre an der Macht, doch mehr Geld finden die Arbeitnehmer keineswegs in ihrem Portmonee. Genau das Gegenteil zeigt sich gerade bei der Januar-Gehaltsabrechnung: Durch die zum Jahresbeginn steigenden Lohnnebenkosten [3](Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung) hat ein Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 3.000,- € monatlich 4,55 € weniger netto im Geldbeutel als im Vorjahr.

Die von der FDP gönnerhaft angepriesene Erhöhung der Werbungskostenpauschale [4]auf 1.000,- € bringt einem Arbeitnehmer umgerechnet höchstens 2,90 € im Monat. Schon ein Erstklässler kann da ausrechnen, dass diese Politik „weniger Netto vom Brutto“ für den Arbeitnehmer bedeutet. Wirkliche Steuergeschenke gab es hingegen für die Hoteliers [5]… 

Thomas